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Schloß Avalon. Erster Band

Willibald Alexis: Schloß Avalon. Erster Band - Kapitel 7
Quellenangabe
authorWillibald Alexis
titleSchloß Avalon. Erster Band
publisherF. A. Brockhaus
year1827
pages302
correctorreuters@abc.de ohne Rechtschreibprüfung
senderbruce.welch@gmx.de
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Fünftes Capitel.

Was rühmt Ihr mir Arthur und Lanzelot vom See,
Für Damen focht wohl noch Manchermann eh;
Waren Scipio und Hannibal, Tristram nicht Helden?
Was ist vom Orlando Furioso nicht zu melden?
Romulus von Rom thät den Remus erwürgen.
Aber der Drache erlag in Person Sanct Gürgen.
Sanct Gürge für England, St. Dennis pour la France,
Singt Honi soit qui mal y pense.

Sanct Gürge für England.

 

Zwar schien bereits der Tag in die Hütte im Augenblick wo Robert erweckt wurde, dies geschah aber so unsanft, als wäre es von seinen beiden Gefährten auf die geargwohnte mitternächtliche Weise erfolgt. Doch fand er, nachdem die Schlaftrunkenheit aus seinen Augen entwichen, den Irländer und seinen Gefährten in einer Lage, welche keinen Zweifel darüber ließ, daß beide in dem folgenden Auftritte keine active Rollen spielen sollten. Es schienen Diener der Gerechtigkeit, welche sich beider verdächtigen Personen bemächtigt hatten, und eben daran waren sich der Waffen des Schlafenden zu versichern. Nachdem dies geschehen, ermunterten sie ihn selbst zum raschen Entschluß des Aufstehens. Robert begriff sehr bald, daß jeder Widerstand hier fruchtlos sein, und den gegen ihn etwa vorhandenen Verdacht nur bestärken würde. Sobald er sich daher überzeugt, daß die Angreifer gesetzlich Bevollmächtigte waren, und ihn auf geradem Wege zum nächsten Friedensrichter führen würden, ergab er sich willig, ohne auf seine Unschuld zu pochen, oder darauf zu dringen, daß ihm die gegen ihn erhobene Anschuldigung mitgetheilt werde. Er wußte zu wohl, wie in seiner Zeit gegen Niemand eine Anschuldigung fehle; da Jedermann während der langen Jahre des bürgerlichen Zwiespalts und der regierenden Factionen, irgend etwas gedacht und gethan hatte, was ihm in den Augen einer der Parteien als Schuld könnte angerechnet werden. Trotz seiner jugendlichen Offenheit wußte er auch, daß ein offenes Bekenntniß der Unschuld von Rechtsverdrehern manchem Unschuldigen als Zeugniß der Schuld ausgelegt worden, und den Hals gekostet hatte. Er schwieg deshalb bis zur gelegenen Zeit, wie es den Sinn des Ritters auch kränkte, von den Handlangern des Gesetzes oder der Politik mit den beiden Schurken zusammen begriffen zu werden.

Dagegen ließ sich sein ritterlicher Sinn nicht unterdrücken, als man ihn mit Sanson und Macnamara zusammen gehen lassen, und ein Hascher sein Pferd besteigen wollte. Er pochte so heftig auf das Recht seines Standes und Eigenthums, daß man es endlich für gerathener hielt, ihn wohlbeobachtet als ritterlichen Gefangenen in die Mitte der Gerichtsdiener aufzunehmen. Sanson näherte sich mehrere Male dem Reiter, wie gestern zu Mittheilungen aufgelegt, welche der letztere heut indessen eben so wenig zu begünstigen geneigt schien.

»So geht es, wer die Freiheit vertheidigt, Herr Fletcher! Wären wir drei zu Hause geblieben und hätten es ruhig mit angesehn wie sie den Nachbaren das Fell über die Ohren ziehen, möchten wir Ruhe gehabt haben, bis die Reihe an uns gekommen wäre.«

Sie waren, als Sanson diese ausholenden Worte gesprochen, an einen Kreuzweg gekommen. Robert wollte eben, über die Dreistigkeit des Burschen erzürnt, vorwärts reiten, um durch schnelles Forteilen sein Nichtachten auf Sansons Rede zu erkennen zu geben, als zwei Häscher ihn sehr unsanft anfaßten, und auf den Seitenweg, welcher zu ihrem Ziele führte, zurückrissen. »Verdammte Gewalt!« konnte Robert sich nicht enthalten auszurufen, und Sanson nickte ihm freundlich mit dem Kopfe zu, dies war aber das einzige Wort, welches dem jungen Ritter auf dem ganzen Wege entfloh.

Das in chinesischem Geschmack verschönerte Haus des Friedensrichters war nach Verlauf einiger Stunden erreicht, und nachdem die Gefangenen eine halbe Stunde im Vorsaal wohlbewacht gestanden, wurden sie vorgelassen. Sir Thomas Powle, ein kleiner, runder Mann, mit schüchternem, umherschweifendem Blicke und einer heisern Stimme, hatte alle Vorkehrungen getroffen, welche für einen Beamten des Staats in unruhigen Zeiten, namentlich aber für einen Friedensrichter, der gleich ihm, den Frieden mit den jedesmaligen Machthabern für das höchste Ziel erachtete, sich eigneten. Jeder Opponent gegen den Gewalthaber war für ihn ein Feind, vor dessen Nachstellungen ein so wichtiger Mann, wie Sir Thomas Powle, sich nicht genug sicher stellen konnte. Als er die Gefangenen gemustert und mit einer doppelten Anzahl von Blicken die Zahl ihrer Wächter und der um ihn stehenden Personen überschaut hatte, kreischte er jene an:

»So sehen wir uns wieder einmal, drei lobenswerthe Ritter auf den Pfaden der Ungerechtigkeit? – Wie die Frechheit den Buben aus den Augen leuchtet!« sagte er halb zum Schreiber neben sich, halb zu den Vorgeführten. »Die fluchwürdigen Reste des papistischen Complottes! – Sprecht einmal, Ihr Männer vom elastischen Gedächtniß, gegen welchen loyalen Mann wollt Ihr heut zeugen?«

»Gegen Sir Thomas Powle,« erwiederte Macnamara, einige Schritte vortretend, daß der Friedensrichter erschrocken die Blicke umherfliegen ließ.

»Gegen mich, tolldreister Irländer! was wagst Du gegen mich auszusagen? – Deine eingelernten Künste helfen Dir nichts, Dein Wort gilt keinen falschen Pence mehr. Die Sachen in der Stadt haben sich umgedreht, die Loyalen haben gesiegt, jetzt geht es den protestantischen Zeugen an den Hals, weshalb ich Dich als frischen Braten nach London senden will. Dort hilft kein Graf Shaftsbury mehr, denn Alles, Gott segne die Loyalität –«

»Ebendarum,« unterbrach ihn Macnamara, »will ich Zeugniß gegen Euch ablegen in London. Sir Thomas Powle, Friedensrichter hiesiger Grafschaft hat, als das papistische Complott noch blühte, in Graf Shaftsburys Auftrag drei ehrenwerthe Zeugen dafür gedungen, und wohl instruirt nach London geschickt. Wenn ich und Freund Sanson das beschwören, so sind wir die loyalsten Zeugen von der Welt, und obenein wahrheitsliebende Menschen, worauf es übrigens natürlich nicht ankommt.«

Sir Thomas Powle wurde bleich und roth. Sanson zupfte den Gefährten an dem Aermel ihm zuflüsternd, den Scherz mit dem Friedensrichter nicht zu weit zu treiben. Dieser aber erhob sich aus dem Armsessel und donnerte, so viel seine Stimme erlaubte, die Arme auf den Tisch gestützt, den Sprecher an:

»Bist Du nicht jener armselige Macnamara, ist Dein Begleiter nicht Sanson, beide erkäufliche Schurken, wie es zur Evidenz erwiesen? Mit Eurem Zeugnißablegen ist es aus. Ist Eure Sache nicht aus dem Felde geschlagen? Seid Ihr nicht auf der Flucht? Hat nicht jedes loyale Herz die Verpflichtung Euch aufzugreifen, wo es Euch findet, wie ich gethan habe? Nach London, und für die Jury ist gesorgt, die Euch befördert.«

»Alles ganz richtig, gestrenger Herr Friedensrichter,« hub der Irländer mit schlauer Gelassenheit wieder an. »Schurken hat man uns beide oft genannt, aber viele Schurken gelten dafür auch für ehrliche Leute. Mit unserm Zeugniß war es rein aus, aber, wie Haar und Nägel, kann ja auch des Menschen Glaubwürdigkeit wieder wachsen, zumal wenn er loyal wird. Die Sache, der wir dazumal dienten, ist aus dem Felde geschlagen, wir aber nicht mit, denn wir haben sie verlassen. Auf der Flucht waren wir, aber wir kehrten wieder um, und was die loyalen Herzen und den Galgen anbelangt, so–«

»Wird dies Papier« – fiel Sanson ein – »bezeugen, daß kein Friedensrichter das Recht hat uns anzuhalten, sintemal wir auf Befehl des Geheimeraths zurückkehren.«

Sir Thomas griff nach einem in Patentform zusammengelegten, mit einem Siegel versehenen Schreiben. Er las, stutzte, fixirte beide Männer, legte das Papier darauf langsam zusammen und gab es Sanson mit den Worten zurück: »Vom Staatssecretair Jenkins unterzeichnet! Es hat seine Richtigkeit. – Ich wünsche Ihnen glückliche Reise meine Herren! wir wollen alles vergessen, was zwischen uns vorgefallen, als treue loyale Unterthanen unseres vielgeliebten Königs.«

Beide Männer wollten sich auf Sansons Antrieb entfernen, Macnamara rief jedoch nach einer ungeschickten Verbeugung dem Friedensrichter noch die Worte zu: »Alles wollen wir vergessen, Sir, weil wir jetzt Eil haben; da wir aber in der That nicht wissen, was wir von allem, so zwischen uns sonst passirt, und wir von dem gestrengen Herrn Friedensrichter sonst wissen, vergessen und was wir behalten sollen, so werden wir schon noch einmal hier einkehren müssen, und bitten dann unser Gedächtniß zu schärfen, oder, wo es bitterscharf ist, was drauf zu legen, daß es stumpf wird. Gott befohlen bis dann, Sir Thomas Powle!«

Bei Robert vorbeigehend flüsterte er Ihm ins Ohr: »Ausgehalten, Herr Ritter, für die wahre Freiheit!« Sir Thomas der diese Bewegung bemerkte, warf ihm noch die Frage nach: »Gehört dieser Mann auch zu Euch, meine Herren?«

»Nein Sir!« erwiederte Macnamara, komisch den Ritter fixirend. »Er drängte sich nur an uns auf dem Wege. Wohl gaben wir ihm Winke, daß wir nichts mit ihm zu thun hätten und loyale Herzen wären, treu unseres Königs Sache; aber er mochte nicht darauf achten. Indeß, bei meiner Ehre, Sir Thomas Powle,« – hierbei legte er die Hand auf die Brust – »es ist ihm nicht gelungen uns zu verführen, und ich rufe nach wie vor: ›Alle loyalen Herzen!‹«

Sanson zog ihn halb mit Gewalt hinaus. Sir Thomas lüftete die Perücke und wischte sich den Schweiß mit einem buntseidenen Tuche von der Stirn, als wolle er Kraft zu Roberts Verhör sammeln. Dieser kam ihm indeß zuvor, indem er mit klirrenden Schritten auf den Richter zutrat. Der lang verhaltene Groll, durch alles, was er bisher gesehen, nur genährt, brach endlich in dem Feuerkopfe aus. Seine Augen funkelten, die rechte Hand in die Brust geworfen, die linke im Degengürtel rief er mit einer Stimme, deren scharfe Accente die gewaltsam auferlegte Mäßigung verriethen:

»Sir! ich wollte fragen, ob man vor dem Friedensgerichte noch mehr Schurken abzufertigen hat, ehe ein wohllöbliches Gericht Zeit gewinnt, die Unschuld eines wider Fug und Recht eingezogenen Cavaliers zu untersuchen?«

»Ein Cavalier!« sagte Sir Thomas, nachdem er sich zusammen- und den Ritter genauer in Augenschein genommen. »Die Cavalierschaft riecht sehr presbyterianisch. Mitgefangen mitgehangen! wer des Nachts auf einem Lager angetroffen wird mit verdächtigem Gesindel, – womit ich indessen durchaus nichts gegen die Glaubwürdigkeit der sehr ehrbaren Herren Macnamara und Sanson will gesagt haben – verfällt in den Verdacht der Theilnahme, wie wen man in Conventikeln betrifft. Doch hat der Cavalier etwa auch ein Attest des Geheimerathes, daß man seiner Aussage zum Schutz der Krone bedarf?«

»Sir! ständen wir an anderm Orte, forderte ich auf andere Art Genugthuung für den beleidigenden Gedanken. Ich heiße Robert Fletcher, bin der Sohn des Obersten Fletcher von Salton, zu wohl bekannt in diesem Königreiche, als daß man den Sohn in Verdacht haben könnte, er wolle falsch Zeugniß für die Krone ablegen. Uebrigens wird meines Vaters Freund, Sir Algernon Sidney, Zeugniß für mich ablegen, oder für die Beleidigung Genugthuung fordern.«

»Fletcher von Salton – Algernon Sidney! Eine herrliche republikanische Sippschaft!« rief der kleine Friedensrichter zu seinem Nebenmann: »Niedergeschrieben! Er hat aus freien Stücken bekannt, der rebellische Sohn des rebellischen Republikaners Fletcher von Salton zu sein. Er hat gelästert gegen die Krone, und waren seine Verbrechen –«

»Sir!« unterbrach ihn Robert. »Was sind meine Verbrechen? Als freier Mann kann ich fordern, daß mir die Anklagepunkte des nichtigen Verhaftsbefehls vorgelegt werden.«

Sir Thomas Zornesflammen waren durch Roberts Unterbrechung nur noch stärker angefacht worden. »Eure Verbrechen sind der Hochverrath gegen den König.«

»Beweise!« fuhr Robert ihm entgegen.

»Ohne Grund und Ursach kehrt der Sohn eines Rebellen nach England zurück, wird verkappt in Diebesherbergen gefunden, stark bewaffnet, es verlautet vom straßenräuberischen Anfall gegen einen würdigen Prälaten, er ergiebt sich ruhig – Ist das nicht genug Beweis, frage ich? Volenti non fit injuria; daraus zieht Hobbes weit andere Folgen. Und dann habt Ihr von des Königs Regierung geäußert, es sei eine verdammte Gewalt. Darum steht Ihr vor dem Gerichte – darum –«

Robert lachte, oder zwang sich zum Lachen. Die erhitzte kleine Obrigkeit kreischte:

»Ja Gewalt haben wollen sie Alle, aber wenn es Gewalt fühlen gilt, heißt es eine verdammte Gewalt.« Er zog aus einem Haufen Scripturen eine Flugschrift in groß Folio: »Hier steht es geschrieben und gedruckt was die hochgelahrten Herren der Universität Oxford über Gewalt und passiven Gehorsam denken. Eine so weise Erklärung, von den Pflichten des Unterthanen, daß alle Zweifel gelöst sind, woran die Rebellen bisher nagten.«

Robert griff nach einem Pamphlet, was zu jener Zeit in England großes Aufsehn machte und den ganzen Haß und Verfolgungsgeist der hohen Kirche gegen die unterdrückten Nichtconformisten unter dem Deckmantel einer absoluten Unterwerfung unter den königlichen Willen athmete. Nach einigen Blicken, die der Friedensrichter, vielleicht zur eigenen Sammlung, eifrig verfolgte, warf Robert die Schrift wieder auf den Tisch:

»Mag die Universität Oxford dereinst vor England diese Schmähschrift verantworten.«

»Niedergeschrieben,« dictirte Sir Thomas voll freudiger Besorgniß es möchte dem Schreiber eines der köstlichen Worte entgehen.

»Wenn der Schreiber nicht nachkommen kann, will ich langsamer reden, Sir Thomas,« sagte Robert und nahm die Miene eines Dictirenden an. »Blind sind die Professoren von Oxford, Lehren zu heiligen, welche zu ihrem eigenen Verderben ausschlagen, sobald das Blatt der Willkür sich wendet, und die hohe Kirche nicht mehr die Goldpuppe ist, welche der Hof streichelt, wenn die Zeit kommt, wo er ihr die Goldflittern abreißt, und sie wie ein nutzloses Spielwerk unter die Füße tritt.«

»Genug!« rief Powle im Uebermaaß einer Entrüstung aus, welche die darunter verborgene Freude kaum am Hervorbrechen hinderte. »Goldpuppe – Flitterwerk – Koth getreten! – Genug, mein Herr Presbyterianer!«

Robert Fletcher wurde jedoch bald inne, daß ein Auftritt, welcher einem Possenspiel entnommen schien, für ihn den ernsthaften Ausgang nehmen könne, daß man ihn als Gefangenen in Verhaft behielte. Ein Ausgang, der für seine Aussichten und Hoffnungen der peinlichste war. Auch er änderte deshalb den leichten Ton des Scherzes und unterstützte seine dringenden Vorstellungen mit Gründen, denen ein minder diensteifriger Friedensrichter vielleicht gewichen wäre, die aber Sir Thomas nur noch mehr in einer Strenge bestärkten, von der, nach seinem Erachten, das Wohl des Staates abhing.

Robert, empört durch diese Halsstarrigkeit, gerieth von neuem in Feuer. Je heftiger der Richter auf sein Amt pochte, um so heftiger wurde er in der Vertheidigung seiner Rechte.

Der laut geführte Streit hatte indessen Zuhörer herbeigezogen, auf deren Anwesenheit weder die richtende noch die gerichtete Partei rechnete. Im Hofe des Schlosses war ein Trupp Reiter angelangt, welche das Gefolge eines vornehmen Mannes auszumachen schienen. Da das Verhörzimmer auf ebenem Boden lag, hatten Einige der Angekommenen durch die bis zum Fußboden reichenden Fenster, dem letzten Auftritte als Augen- und Ohrenzeugen beigewohnt. Ein ältlicher Mann, in dessen Gesichtszügen Niemand, der ihn einmal gesehn, den Oberst Rumsey verkannt hätte, war auf den zugeeilt, dessen Befehlen die Andern zu gehorchen schienen, und hatte ihm einige Worte zugeflüstert, worauf beide sogleich sich in das Gerichtszimmer begaben.

Schon das Geräusch auf dem Hofe hatte Sir Thomas in seinem richterlichen Eifer unangenehm unterbrochen. Der nicht geräuschlose Eintritt des Fremden, dem ein Theil der Seinigen nachfolgte, setzte ihn aber in ein Erstaunen, das weit über den Aerger ging, welchen Widerspenstigkeit und Nichtachtung seiner richterlichen Würde von Seiten eines Angeschuldigten in ihm erregen konnte. Der Fremde lüftete nur ein wenig den Reisemantel und zog den hohen Federhut nicht von der Stirn. Dennoch hatte sein Aeußeres schon den Tribut einer Achtung erfordert, welche man unwillkürlich Männern zollt, deren Adel aus ihren Blicken hervorleuchtet.

Es war ein junger Mann, von einigen dreißig Jahren und schön gewachsen. Sein Anstand wäre majestätisch zu nennen gewesen, hätte nicht das elegante Ebenmaß in seinen Gliedern, die überaus große Leichtigkeit in den Bewegungen und ein Muskelspiel, welches von der Veränderlichkeit seiner Aufmerksamkeit zeugte, ein gewisses leichtfertiges Wesen ausgesprochen, das bei Jedermann, nur nicht da, wo man auf Majestät Anspruch macht, als liebenswürdig dürfte gegolten haben. Seine Miene war ungemein freundlich. Er gewann da auf den ersten Blick die Herzen, wo die Zeichen seiner Würde vielleicht abgeschreckt hätten. Seine Züge waren nicht schön zu nennen. Die hervortretenden Knochen thaten selbst der Harmonie, welche über sein ganzes Wesen ausgebreitet schien, Abbruch; aber der milde Strahl seiner Augen, die lächelnde Anmuth auf Kinn und Wangen, die freundliche Bewegung des Kopfes ließen alle diese Mängel einer regelmäßigen Schönheit vergessen. Die Agraffe am Federhute, die reichen Ketten mit Ordenszeichen, die unter der Halskrause auf den kostbaren militärischen Oberrock herabhingen, deuteten auf eine Würde, welche zu den ersten des Königreichs gehörte. Mit einer leichten Bewegung der Hand grüßte er den Friedensrichter und warf seine Blicke im Zimmer umher bis sie auf Robert hafteten.

»Wie komme ich zu der Ehre Ew. Gnaden?« stammelte der Friedensrichter mit einer Verbeugung, ungeschickt, weil er nicht zu wissen schien, ob er sich bis zur Erde neigen, oder gerade aufrecht stehn solle. »Lange habe ich der hohen Lust entbehren müssen, den Sohn meines königlichen Herrn bei mir zu bewirthen. – Ist es vielleicht des Pferdewechsels wegen?«

Der Sohn des königlichen Herrn lächelte: »Man will behaupten: Eure warme Lust an dem Besuch meiner Freunde habe sich abgekühlt. Ich denke nicht minder Euer Freund zu bleiben, Sir Thomas, auch wenn mich das Glück einmal, sei es – zum Friedensrichter oder zum König machte. In der That, ich komme Eure Gefälligkeit in Anspruch zu nehmen, meine Pferde sind ermüdet –«

»Dem Sohne meines königlichen Herrn steht mein Pferdestall jeder Zeit offen und wenn Ew. herzoglichen Gnaden sonst auf meine loyalen Dienste zu vertrauen geruhten, wird auch Thomas Powle jeder Zeit der alte sein.«

Ein Ritter, der dem Herzoge zu nächst stand, von feinem Hofanstande und mit einem Gesichte, dessen durchdringender Blick und scharfe Züge Geist, Weltklugheit und ein über die Gränzen des Anstandes hinausgeführtes wüstes Leben ausdrückten, bemerkte lächelnd zum Friedensrichter:

»Seine königliche Hoheit konnten sonst nicht allein auf den offenen Pferdestall, sondern auch auf das offene Herz des Sir Thomas vertrauen.«

Der Friedensrichter stammelte einige Worte von Treue, Ergebenheit, ja sogar von Legitimität, ein Wort, welches dem Herzoge von Monmouth, König Karls natürlichem Sohn, wenig schmeicheln konnte, wie man auch damals daran arbeitete, seine legitime Geburt zum Gegenstand der Volksmeinung zu machen. Der Herzog ohne darauf zu achten, fragte im leichten Tone auf Robert blickend: »Was habt ihr mit jenem Cavaliere zu thun?«

Ein Schwall von Worten ohne Zusammenhang sollte den Herzog von den Anschuldigungen unterrichten, welche den jungen Ritter trafen. Da aber Sir Thomas trotz seiner Verwirrung inne ward, daß der Herzog aus seiner verwirrten Sprache nicht klug werden konnte, ging er in eben dieser Verwirrung so weit, auf die Protocolle zu weisen, welche von der letztern das anschaulichste Bild lieferten. Der Herzog beugte sich über den Tisch sie leicht durchfliegend, Oberst Rumsey aber benutzte den Augenblick Robert zuzuflüstern:

»Aufgemerkt Herr Fletcher und die Geistesgegenwart nicht verloren. Ich legte ein Wort beim Herzog für Euch ein und er wird Euch, wenn Ihr nicht unklug seid, aus diesen Schlingen retten.«

Monmouth hatte die Papiere durchblättert. Mit einem sarcastischen Lächeln blickte er den Friedensrichter an und bemerkte flüchtig; »Ich bewundere Euren Scharfsinn, Sir Thomas. Wenn Ihr hieraus dem jungen Manne ein Verbrechen erweiset, so zweifle ich nicht, Ihr könnt uns die Pläne aller Mondfestungen haarklein zu Papier bringen, ein Dienst um Englands Wohl, der Euch der Bürgerkrone werth machte.« Dann sich zu Robert wendend, sagte der Herzog im aufmunternden Tone:

»Ihr waret etwas unvorsichtig lieber Fletcher, ein Fehler, der dem Sohne von Eurem Vater anhaftet, und der Euch vor jedem Friedensrichter, wäre es nicht vor meinem guten Freunde Sir Thomas geschehen, wohl einen Verweis zugezogen hätte. Ach! dabei fällt mir ein, Sir Thomas (er wandte sich zu ihm um), ich brauche noch ein Pferd für diesen jungen Cavalier, er hat sich zu meinem Dragonerregiment gemeldet, das Hauptmanns Patent ist bereits ausgefertigt und ich darf dem jungen Officier doch keinen schlechten Begriff von des Königs Reiterei durch ein abgerittenes Pferd geben. Nicht wahr, Sir Thomas, des Königs Dienst muß in Ehren bleiben? Doch bitte ich um schnelle Besorgung, da ich keine Zeit zu verlieren habe.«

Hierauf wandte er sich so schnell zu dem Ritter aus seinem Gefolge um, daß Sir Thomas, hätte er auch eine Antwort bereit gehabt, doch keine Zeit würde gefunden haben, sie anzubringen. In sichtlicher Verlegenheit ließ der Friedensrichter seine Blicke fragend umherschweifen. Robert glaubte zu bemerken, daß die Höflinge kaum ein gewisses Lächeln unterdrückten: die Untergebnen des Richters senkten ihre Blicke auf den Boden. Dieser selbst blätterte in Actenstößen, kniffte in alten Folianten einzelne Seiten, ohne eine Sylbe vom Inhalte angesehen zu haben, und flüsterte dann zum Schreiber unter sich:

»Ob Seine Herzogliche Gnaden wieder in Gunst bei Hofe stehen.«

»Irre ich nicht,« erwiederte der Schreiber in demselben Tone, »so hat Seine Durchlaucht nach den letzten Nachrichten eine gnädige Audienz beim Könige gehabt.«

Sir Thomas rieb sich die Stirn: »Wer nur darüber Gewißheit hätte, welcher Worte sich Seine Majestät bei dieser Audienz gegen den Herzog bedient, um zu wissen, in wie weit ein Diener des Staates sich dem Herzog gefällig erweisen darf.«

»Man meint,« fuhr der Schreiber fort, »der König zeige sich dem Herzog geneigter gerade seit sein Bruder zurückgekehrt ist, um dem Herzog von York die Balance zu halten.«

»So dürfen wir auch wohl,« lispelte der Friedensrichter, »aus diesem Staatsgrunde ein Auge zudrücken.«

»Zudem ist er noch Generalissimus der Truppen,« fügte der Schreiber bekräftigend hinzu.

»Ob wir ihn königliche Hoheit tituliren?« lispelte jener zum letzten Male zu seinem Geheimen Rathe hinunter. Der Schreiber schüttelte bedeutungsvoll den Kopf, und hauchte mit zusammengezogenen Augenbraunen die Worte hinaus:

»Würde bei Seiner Durchlaucht von York als Attentat des Hochverraths gelten.«

Sir Thomas gebot dem Schreiber mit der Hand Schweigen, und richtete sich mit aller Würde eines Mannes in die Höhe, welcher zu einem freien Entschluß gediehen ist. Er räusperte sich, und wollte dem Sohne seines königlichen Herren verkünden, wie er, Sir Thomas Powle, wohlbestallter Friedensrichter des Königs, den Ritter Robert Fletcher aus der Haft ent- und dem Generalissimus der Truppen seiner brittischen Majestät überlasse. Allein es war zu spät. Oberst Rumsey hatte bereits auf des Herzogs Wink den Gefangenen herausgeführt. Monmouth winkte leicht einen gnädigen Abschied dem Getäuschten, während Sir Thomas Armstrong mit einer tiefen Verbeugung und einem Lächeln um den Mund vom Friedensrichter sich beurlaubend seinem Herrn folgte. Sir Thomas hatte das freie Schauspiel durch die Fensterscheiben, wie der Sohn seines königlichen Herrn, dessen Gefolge und darunter der letzte Gefangene dieses Tages auf seinem eignen Hofe seine eignen Pferde bestiegen, und ihn allein im Gerichtszimmer zurückließen.

Robert Fletcher war eine Weile im Gefolge des Herzogs geritten, ohne andere als unbekannte Gesichter neben sich zu erblicken. In geraumer Entfernung vom Schlosse hielt Monmouth inne und nickte dem jungen Manne, als dieser vorüber reiten wollte, einen freundlichen Gruß:

»Wie gefällt Euch die Freiheit, Sir Robert Flincher?«

Robert verneigte sich ehrerbietig, drückte seinen innigen Dank in wenigen Worten aus, konnte aber nicht unterlassen, sein Erstaunen über die Verwechselung seines Namens auszudrücken, da der Herzog vorher der Bekanntschaft mit seinem berühmten Vater erwähnt habe.

Monmouth lächelte: »Also Fletcher heißt Ihr. – Ja ich erinnere mich des Namens; Ihr mögt Eurem Freunde Rumsey danken, daß er mich bei Zeiten aufmerksam machte, denn Eure Sachen auf dem Papiere standen schlimm. Was mich betrifft, so leiste ich mir selbst nur einen Dienst, wenn ich einen Freund des Vaterlandes aus den Händen der parteiischen Gerichtspflege losmache.«

Der Ritter, dessen wir oben erwähnten und der zu des Herzogs nähern Vertrauten zu gehören schien, unterbrach jetzt das Gespräch mit der Bemerkung, es sei nicht gerathen, in so starker Anzahl länger beisammen zu bleiben.

Der Herzog erwiederte mit dem ihm eignen leichtfertigen Ausdruck, der, ob er gleich nicht ohne Spott war, doch nie beleidigte:

»Beim Himmel, Thomas, ob Du mich gleich königliche Hoheit nennst, scheint es doch, Du hältst den Sohn des Königs für einen Abenteurer, der sich auf der Straße seine Anhänger aufgreift. Oder meinst Du, weil Ferguson bei uns ist, wir wollten einen Feldconventikel abhalten? Freund Ferguson« – hier rief er einen andern aus seinem Gefolge, dessen Gesichtsspiel einen fanatischen Sectirer eben so gut als einen spekulirenden Jesuiten geziert hätte – »Ihr wollt uns doch nicht predigen und Psalme singen lassen; denn abgesehen, daß es dann um unsern Kopf ginge, ist der meinige jetzt so voll unheiliger Gegenstände daß mich jeder gute Presbyterianer in den Bann thäte, selbst wenn ich König wäre.«

Der Geistliche neigte sich mit schlauer Miene: »Ich wünschte lieber Ew. Hoheit zu Gefallen in diesem Augenblick ein Römisch Katholischer zu sein, Ihnen im Voraus Sündenabsolution zu ertheilen.«

Der Herzog nickte wohlgefällig und fuhr zu seinem Vertrauten gewendet fort: »Thomas Armstrong, laß Deinen Namen walten, und sei stark nicht mit dem Arm allein, sondern auch mit dem Kopf. Wir wollen ihn alle noch kühn erheben, den Kreaturen meines Oheims York zum Trotz.«

»Hoheit dafür stimm auch ich,« entgegnete der Vertraute. »Da es aber weit schwerer hält, meinen Kopf, der ich keines Königs Sohn bin, länger aufrecht zu erhalten, ohne daß er in eine Schlinge geräth, rathe ich zu einer Vorsicht, deren freilich, der Himmel wolle es, der Herzog von Monmouth lange noch nicht bedarf.«

»Toms,« sprach der Herzog, »man sagt am Hofe Du wärst mein Verführer.«

»Dieß Mal soll man sich wenigstens dort getäuscht haben,« sagte Armstrong, »und wir wünschen, daß es noch oft zu Euer Hoheit und des Landes Gedeihen so geschehe.«

Monmouth blickte umher: »Ich sehe Ihr seid alle derselben Meinung. Wenn mich denn jeder verlassen will, so giebt auch allen der Herzog von Monmouth hiermit den Abschied, und sich selbst zugleich mit. Ein jeder nach der Verabredung zu unsern Freunden, und Ferguson mag für uns beten, daß uns der Wind günstig ist.«

Nach einem ehrfurchtsvollen doch kurzem Abschiede zerstreuten sich die Reiter auf verschiednen Wegen; auch Robert wollte den seinigen verfolgen, als er gewahrte, daß dieser mit dem vom Herzog erwählten zusammentraf.

»Freund Fletcher,« redete Monmouth ihn an, »eigentlich sollte ich Euch den Eid der Treue und Verschwiegenheit abfordern; doch traue ich jedem Engländer mit so offnem Gesichte ein Herz fürs Vaterland zu, das nicht erst durch Schwüre braucht gebunden zu werden. Ihr seid der Sohn eines Ehrenmannes, und werdet mich doch hoffentlich nicht aus Rache verrathen, weil ich Euren Namen verwechselte?«

Robert wußte nicht, was er erwiedern sollte. Der Herzog fuhr daher nach einigen prüfenden Mitten fort:

»Ich war offen gegen Euch, und hoffe das Gleiche von Sir Robert fordern zu können. Wohlan, berichtet dem Sohne Eures Königs, was ein englisches Herz von dem Euren wissen darf.«

Der Herzog hatte mit dieser Aufforderung wohl wenig an die Angelegenheiten des Herzens gedacht, welche Robert beschäftigten. Robert aber ganz von ihnen eingenommen, glaubte nur von ihnen reden zu dürfen, und es traf sich, daß, was er berichtete, des Herzogs volle Theilnahme gewann. Nachdem er mit kurzen Worten das Schicksal seines Vaters, so weit es mit dem seinigen zusammenhing, erzählt, fuhr er fort:

»Mein Vater hatte einen Freund, wie es deren wenige in den Zeiten unserer bürgerlichen Unruhen mag gegeben haben an Sir William Tennison. Das Glück diesem günstiger, ließ ihn in England verharren, während Fletcher von Salton seine ruhmvollen Tage in trauriger Verbannung schließen mußte. Da das Erbgut meines Vaters nur in seinem Schwerte und dem Muthe der Saltons bestand, wäre sein trostloser Aufenthalt in der Fremde noch durch den Mangel gedrückt worden, hätte nicht Sir William mit ächter Großmuth bis auf bessere Zeiten sein Gut, ich möchte sagen, mit ihm getheilt. Ich selbst hatte in Tennisons Schlosse meine Kinderjahre verlebt. Miß Anna, seine einzige Tochter, war die Gespielin meiner Jugend. Als wir nach der Restauration fliehen mußten, waren die Gefühle kindlicher Freundschaft schon zu einer Neigung gesteigert, welche einen Schmerz bei der Trennung erzeugten, dessen Grund wir uns damals nicht anzugeben wußten. Mein Vater ließ im fremden Dienste das Schwert nicht rosten, das er für England so lange geführt und ich erlernte unter ihm das rohe Handwerk des Krieges. Miß Annens Bild verschmolz in mir mit dem der fernen Heimath; diese glücklichen Träume sollten zur Wirklichkeit werden, als ein Brief des alternden Sir William für meinen Vater ankam. Ehe der Tod ihn überkäme, wünschte er die Verbindung der Tennisons und Saltons inniger zu knüpfen. Er bot dem Sohne seines Freundes die Hand seiner Erbin. Ich sollte Ruhm und Reichthum der Tennisons erben und durch die Hand der Gespielin meiner Jugend für das Leben beglückt werden. Mein Vater drückte mich entzückt ans Herz, versichernd dieses sei der erste Hoffnungsstrahl, der ihm aus England komme, er steckte den Brief in die Brusttasche und ging in die Schlacht. Eine Kugel durchbohrte seine Brust, sie hat auch den Brief durchlöchert. Nachdem ich meine Pflicht als Sohn und Soldat erfüllt, kehre ich nach England zurück und hier –«

»Findet Ihr den alten Tennison todt,« unterbrach ihn der Herzog, ich will aber nicht wünschen, daß es auch Eure Hoffnungen sind.«

»Wohl scheint diesen Hoffnungen der Tod zu drohen,« sagte Robert den Vorfall auf der Landstraße erzählend.

»Und Eure andern Hoffnungen?« fragte der Herzog.

»Ich hoffe durch des Ritter Sidneys Einfluß eine Stelle bei der Armee zu erhalten. Sonst habe ich im Vaterlande nichts zu suchen.«

»Ja, man muß sich ganz, vielleicht blindlings, seinen Freunden anschließen,« hub der Herzog nach einigem Schweigen an, »denn wo die Sectionswuth das Vaterland zerreißt, ist sie es auch allein, welche ein Vaterland wieder schafft. Algernon Sidneys kurzer Einfluß am Hofe ist eben so schnell verschwunden, als der des edlen Essex, und doch blickt das Vaterland auf Beide als seine Retter. Halten alle Freunde Englands zusammen, so hoffe ich, soll noch Alles sich zum Bessern wenden, auch mit Sir Alexander Tennison und seiner hübschen Nichte,« setzte er lächelnd hinzu. Dann fuhr er nach einer Pause fort:

»Sir Robert, ich reite jetzt einen Gang, der weniger mit dem Vaterlande zusammenhängt; da Ihr mir aber Eure Herzensangelegenheiten so offen vertraut, hoffe ich, Ihr werdet auch mein Vertrauen ehren, wenn ich Euch zum Begleiter bei einem Ritt erwähle, wo die erste Bedingung die Verschwiegenheit bleibt.«

Roberts Herz war gewonnen, er gelobte was der Herzog verlangte und wäre in diesem Augenblicke für ihn in den Tod gegangen.

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