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Schloß Avalon. Erster Band

Willibald Alexis: Schloß Avalon. Erster Band - Kapitel 6
Quellenangabe
authorWillibald Alexis
titleSchloß Avalon. Erster Band
publisherF. A. Brockhaus
year1827
pages302
correctorreuters@abc.de ohne Rechtschreibprüfung
senderbruce.welch@gmx.de
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Viertes Capitel.

Ein Advocat und ein Alderman
Eine Staatskarosse und eine Perücke?
Braucht, wer Comödien schreiben kann,
Zum Lustspiel wohl noch andere Stücke?

Thomson.

 

Die Freunde hatten England in dem Augenblicke betreten, wo es der Hofpartei gelungen war, die letzten krampfhaften Anstrengungen ihrer Gegner für die alte Freiheit zu unterdrücken. Als die Volkspartei, in den Parlamentern und im Ministerium siegte, hatte sie sich nicht begnügt für die Erhaltung und festere Begründung der Freiheiten des Landes zu arbeiten; im Eifer des Factionenkampfes waren ihre Sprecher aus der Vertheidigung in den Angriff übergegangen; die Wuth des gegen den Katholicismus ergrimmten Volkes hatte, wie ein reißender Strom, alle Gränzen durchbrochen, und noch sahen die geblendeten Parteihäupter nicht das Ziel des nicht mehr zu bändigenden Tobens, als schon das andere Extrem dastand, geboren gleich der Minerva, damit, jenen unwandelbaren Beschlüssen zufolge, im Kampfe der Wuth mit der Wuth und des Wahns mit dem Wahne, die ewige Wahrheit siegend hervortrete. Das papistische Complott hatte Alle umstrickt, von denen man fürchtete, daß sie den Despotismus der Stuarts begünstigten. Aber während man die Beschuldigung gegen diese, als hätten sie alle Protestanten ermorden und den Protestantismus in England ausrotten wollen, ins Unglaubliche steigerte, verloren die Ankläger selbst den Glauben in der Nation. Die erwiesene Infamie der Zeugen öffnete mehr und mehr die Augen, und indem die Hofpartei voll schlauer Arglist der Verfolgungssucht der bischöflichen Kirche gegen die Nichtconformisten gewähren ließ, bedurfte es nach der Trennung der Protestanten nur einiger energischen Schritte des Königs, um die Volkspartei ganz aus dem Felde zu schlagen.

Eben hatte Karl unerwartet das stürmische Oxforder Parlament aufgelöst, sein katholischer Bruder war gleich nach seiner Zurückberufung, trotz des Testeides in Aemter und Würden wieder eingesetzt, und noch hörte man an jedem Orte mit Entrüstung oder mit Jubel über diese Maasregel sprechen. Wie man sich bewaffnet zu jenem Parlamente gestellt hatte, so waren die Parteien auch wieder bewaffnet auseinander gegangen, und jede Taverne gewann ein kriegerisches Ansehen, wo ein Parlamentsglied, oder dessen Anhänger auf ihrem Heimwege verweilten.

Robert begegnete überall nur Parteien. Hier sprach sich Entrüstung und Wuth, dort die triumphirende Siegesfreude aus, jene Stimmungen jedoch mit Furcht vermischt, da die Helden des Volks aus dem früheren Misbrauch der eigenen Macht entnehmen mochten, daß die Sieger das volle Vergeltungsrecht ausüben würden. Die große Menge, ermüdet von den vorgehenden Factionsauftritten, und der damit verbundenen Unsicherheit, war über den Ausgang zufrieden, indem, wenn auch der Sieg der Volkspartei den Wünschen des Herzens angemessener gewesen, dieser doch Unordnungen ohne Ende voraussehen ließ. Aber den Heimkehrenden führte der Zufall meist in jene Factionskreise, wo die Erbitterung herrschte, so daß ihm sein Entschluß, ein müßiger Zuhörer zu bleiben, alle Ueberwindung kostete. Gern entzog er sich dann dem Haufen und suchte an einsameren Orten Unterkommen. Auch jetzt war er aus einem Flecken voller Politik seitwärts abgeritten von der großen Straße, um auf einem Nebenwege vielleicht ein ruhiges Nachtquartier zu finden. Kaum aber war sein erschöpftes Pferd in den Stall gebracht, als ihm aus der Schenkstube die Frage entgegen tönte: »Und was hat das papistische Complott gestürzt, wer hat die Stuarts gehoben und das Papstthum wieder ins Land gebracht? Wer, als die Prälaten, wer als die bischöfliche Kirche!«

Robert starrte auf der Schwelle zurück, da ihm aber keine Wahl blieb, suchte er den entferntesten Winkel am Fenster, um von der politischen Controverse, die sich in eine religiöse aufzulösen drohte, entfernt zu bleiben.

Leute vom Gefolge eines heimkehrenden Parlamentsgliedes lagen mit den einheimischen Besuchern der Schenke, Pächtern und Krämern, im Streite. Die bewaffneten Diener des großen Herrn brachten allen Ingrimm gegen die Maasregeln der Regierung mit, welche von den Pächtern und Krämern meist gebilligt wurden. Jene warfen Diesen Wankelmuth in ihren Gesinnungen vor, Diese Jenen Uebermuth und Lust zu Störung und Unfrieden. Jene schmähten auf die Diaconen, Doctoren, Pröbste, Bischöfe und Erzbischöfe, die sich wie die Wetterfahne umgedreht hätten, und ein kleiner Krämer, der sich auf die Seite der Bewaffneten schlug, nannte sie geradezu das Erzübel Englands. Ein Alderman aber sprach von der nothwendigen Ordnung und Ruhe und der Obrigkeit.

»Die Obrigkeit mußte zu Ansehn kommen, denn Obrigkeit ohne Ansehn ist ein Land ohne Einwohner. Darum war es gut daß die Herren Prälaten sich umgedreht haben vom Complott; und es also kam, wie es gekommen ist.«

Der kleine Krämer biß sich in den Nagel und rief schmerzlich aus seinem Winkel: »Damit der Papismus ebene Wege findet in England, und sie uns die Religion nehmen! O du selige Zeit, als der Geist Gottes in die Zeugen fuhr und sie jeden Tag mehr wußten und mehr aussagten von den Gräueln in Israel, daß es ein Erstaunen war vor dem Herrn! – Da ließ ich mir die Prälaten gefallen, aber jetzt, seit sie vom Jerobeam bestochen –«

»Was bestochen!« fuhr der Alderman auf, und »bestochen! bestochen!« wiederholte die andere Partei, woraus sich ein Tumult entspann, der zu ernsthaften Folgen hätte führen können, indem die Bürger, mehr aus Unwillen, die Dienerschaft hier das große Wort führen zu sehn, als aus Eifer für die Sache des Königs und der Ordnung, sich erhoben, wenn nicht die Aufmerksamkeit Aller auf einen neuen Gegenstand wäre gerichtet worden. Der kleine Krämer, welcher sich beim allgemeinen Aufstande wohlweislich hinter den Schenktisch zurückgezogen hatte, rief plötzlich aus:

»Da sitzen ja die Männer des Volks, da ist Sanson, da ist Macnamara!«

Zwei Männer mit nicht empfehlenden Gesichtern, die in Roberts Nähe von der übrigen Gesellschaft getrennt saßen, fuhren erschreckt wie Eulen vorm Tageslicht zusammen. Ihre Mienen zeigten deutlich, wie ihnen an dieser Entdeckung wenig gelegen sei. Doch wurden sie mit stürmischer Freude von dem Krämer und den Leuten aus dem Gefolge bewillkommt. »Das sind die braven Männer,« sagte jener, »die unverzagt gegen die Papisten gesprochen und die Jesuiten angegeben haben.« Robert erinnerte sich, daß beide Männer unter den verrufensten Zeugen genannt worden, und begriff es daher leicht, weshalb sie kaum eingestehen wollten die Helden und Märtyrer zu sein, zu welchen die erhitzte Menge sie machen wollte. Während sie ihnen die Hände drückten, ihre Thaten erhoben und nicht begreifen konnten, wie man Männer ihres Verdienstes, Landstreichern gleich, umherirren lasse, brachten Beide mit sichtlicher Verlegenheit viel Verworrenes von Verfolgungen, Unterdrückungen und dergleichen vor.

Sanson hatte eben von der Verfolgung des Londoner Aldermans Pilkerton erzählt, der zu einem ungeheuern Strafgelde verurtheilt worden, weil er geäußert: Der Herzog von Dock käme zurück, um, wie er einst die Stadt angezündet, jetzt allen Protestanten die Kehlen abzuschneiden; als staubbedeckt ein wandernder Handelsmann seinen armseligen Bündel auf den Tisch warf und die letzten Worte aufgriff.

»Was kümmert Euch der Londoner Alderman, da ganz London brennt.«

» Brennt, brennt!« rief man von allen Seiten herzudrängend, während der Hausirer sich mit einem Tuche den Schweiß von der Stirne wischte. »York, die Jesuiten, oder König Karl, wer hat es angesteckt?«

»Die werden Euch allesammt bald auf dem Pelz sitzen, wenn Ihr so frech und unrespectirlich redet.«

Man drang um so heftiger in die Aufklärung, als der schelmische Krämer sie verzögerte. »Wenn ich sage, es brennt, so braucht Ihr das gerade nicht von puren Feuerflammen zu verstehen, denn es brennt mancherlei, was kein Licht ist und kein Feuer, wie z. B. Schläge.«

»Die Du in reichem Maaße bekommen kannst.«

»Und die man Euch in noch weit reicherem Maaße wiedergeben wird.«

»Hier sind zwei Aldermänner unter uns,« – sagte ein wohlgenährter Handwerker aus dem nächsten Städtchen.

»Die es zum längsten gewesen sind, wenn sie nicht tanzen wollen nach ganz anderer Leute Pfeifen. Ja, ja, meine Herren Aldermänner und wer mit einem Sheriff verwandt, mit den Rechten der freien Städte ist es aus. London hat am längsten gepfiffen, es ist doch aus, und ich möchte die Stadt sehen, deren Bürger so gute Lungen haben, wie die reichen dicken Herren aus der City.«

Man bestürmte den Hausirer mit Fragen. Er ließ sich nicht länger ersuchen und kramte die ganze Unglücksbotschaft aus.

»Aller ihrer Rechte sind sie quitt, alle Wahlrechte Londons verloren, ihre Charten eingezogen, nicht das letzte Loch bleibt ihnen frei, und die so hochmüthig im Complott sprachen, müssen sich jetzt schmiegen und biegen, wenn sie nicht den Kopf unter die Schlinge stecken wollen.«

Hundert Fragen drängten sich, daß man kaum eine verstand. Der Krämer mochte den Inhalt rathen: »Weshalb das geschehen, das solltet Ihr doch begreifen können. Weil Jedermann lieber Hund ist als Hase. Daß die Jury den Grafen Shaftesbury losgesprochen, hat die Herren am Hofe vor allem verdrossen, da wurde es der Stadt zugedacht und allmälig eingetränkt. Nach mancherlei Flausen hat man jetzt die Stadt förmlich verklagt mit einer Bill quo warranto, oder wie sie es nennen. Es ist ihr bewiesen worden, sie hatte ihr Recht verwirkt, haarklein, wie sich das von selbst versteht, wenn den Richtern befohlen wird, so und so sollt Ihr sprechen. Da sind alle ihre Rechte eingezogen worden, und wären sie aus den Zeiten Colbrand des Riesen; die Krone wählt nun alle Mayors und Sheriffs nach Wohlgefallen und setzt die Jurys ein, und wehe dem, der vor eine solche Jury gestellt wird.«

Beide Parteien schienen durch den allgemeinen Schreck über diese Nachricht versöhnt. Zwar sprach sich der Zweifel auf einigen Gesichtern aus, auf den meisten aber hatte sich die Furcht gelagert. Einige tobten und drohten, England werde das nicht dulden. Doch der Krämer setzte lächelnd hinzu: »man spreche von großen Städten, deren Aldermänner stolzer wie Spanische Dons waren, und die doch aus Schreck ihre Charten dem Könige zu Fuße legen wollten, um sie als Almosen wieder zu erhalten.«

Roberts Aufmerksamkeit war bei jeder neuen Botschaft wider Willen mehr und mehr gefesselt worden. Er hatte sich aufgerichtet und auf beide geballte Hände gestützt, blickte er den Krämer an, dessen intriguantes Gesicht den Handelsmann zu verrathen schien, der auch diese Art von Waare nur des Profites wegen losschlüge.

»Kerl, Du lügst,« donnerte er ihn an. »Keine Corporation kann nach Englands Gesetzen ihre alten Rechte verwirken, nur ihre Verwalter sind strafbar.«

Der Krämer lachte schalkhaft, wie Einer der seiner Sache so gewiß ist, daß er es nicht der Mühe werth achtet, den Widerspruch zu beseitigen. Der Tumult wurde größer, aber draußen rollte eine mächtige Carosse jener Zeiten vorüber. Es bedurfte nur eines Blickes auf die Livrey der Vorreiter, des Kutschers und der sechs hinten aufstehenden Bedienten, und eines noch tiefern Blickes auf einen Lockenkopf im Wagen, um Robert den Lordmayor von London, den Umsturz von Londons Rechten, den Krämer und sich selbst vergessen zu lassen. Er wollte das Fenster aufreißen, vergebens. Er wollte zur Thür hinaus, hier hatten sich die Politiker in der Hitze des Streites so zusammengedrängt, daß es ihm erst nach Verlust mehrerer Minuten möglich ward, durchzubrechen, und über die Schwelle hinaus nach der Hausthüre zu stürzen. Trotz der Schwerfälligkeit des Wagens war dieser aber schon eine so geraume Strecke fortgefahren, daß man ihn kaum mit bloßem Auge in der ungeheuern Staubwolke entdecken mochte. Er rief nach dem Stallknecht, nach der Hausmagd, jedoch vergeblich, alles war drinnen Aug und Ohr. So mußte er selbst den Weg zum Stall suchen und seinen ermüdeten Klepper aus der besten Beschäftigung des Heufressens losreißen. Erst als er mit dem hastigen Zäumen des Thieres beinahe fertig war, kam der Wirth, dem der Verlust von Londons Freiheiten nicht so ans Herz ging um darüber auch den Verlust seiner Zeche zu verscherzen.

»Saht Ihr nicht den Wagen vorbeifahren mit den sechs Füchsen? Es war doch Sir William Tennisons Staatscarosse?« bestürmte Robert den Wirth.

»Freilich war sie es. Sie hat nichts verloren seit der Zeit. Das Silber von den Beschlägen ist seit der Restauration neu aufgelegt worden.«

»Und drinnen saß Miß Anna Tennison?«

»Freilich, es ist ja die Nichte Seiner Ehrwürden. Sie wird wohl mit ihm nach London fahren, an den Hof, auf die Bälle, in die Comödienhäuser, oder wo es sonst den Herrn Prälaten gefällt, ihre Nichten und Töchter hinzuführen.«

»Aber ihr Vater, Sir William Tennison, ist nicht mit.«

»Nein, das war ein Mann, der dem Herrn diente, der würde nicht mit nach den Hofe und nach den Comödien fahren.«

»Mensch, es war ein Mann? Was willst Du damit sagen? Er ist doch nicht.« –

»Todt, todt, Sir! Sein Leichenzug, – er starb in London, und mochte nicht da beerdigt liegen – hielt auf dem Wege nach seiner Schloßgruft bei mir an. Sr. Ehrwürden, der Dechant sprach ihm die Leichenrede, die aber wenig nach sonst schmeckte, wo er Gott zu den Zeiten der reinen Andacht verehrte.«

Robert strich mit dem Arm über das Gesicht, als wolle er einen Schwindel oder die Aufwallung eines unangenehmen Gefühls verbergen und überwinden. Mit der Hand winkte er einen Abschiedgruß dem Wirthe und gab seinem Pferde die Sporen. In einer Wolke Staubes, trabte er taub und blind, bis sein Thier erschöpft innen hielt. Erst jetzt kam er zum Bewußtsein, aber nur zur Hälfte. Auf einem Seitenwege eilten zwei Fußgänger heran. Als sie über die Hecke des Weges sprangen, glaubte er in ihnen die beiden verdächtigen Gesellen zu erkennen, welche als die Zeugen Sanson und Macnamara von den Politikern der Schenke waren erkannt worden. Sie mußten mit übermenschlichen Kräften gelaufen sein, wenn sie ihn eingeholt hatten. Wahrscheinlicher wurde es, daß sie die Schenkstube vor ihm, während des Tumultes heimlich verlassen hatten, worauf auch ihr Schreck zu deuten schien, als sie den Reiter dicht neben sich erblickten. Von Roberts Geistesabwesenheit zeugte, daß er ihnen mit der Frage entgegenkam, ob die Carosse mit Sechsen noch weit vor ihm sei? Der Eine lachte:

»Was auf Eurem Wege vor Euch, Herr Ritter, passirt, können wir eben nicht angeben, da wir keine Propheten sind, aber alles was hinter uns liegt, darüber kann mein Freund und ich Euch zeugen, wie Ihr es verlangt.«

Der Andere warf einen misbilligenden Blick dem Sprecher zu: »Die Carosse, Sir, die Ihr sucht, habt Ihr bereits hinter Euch zurückgelassen. Wir sahens von der Wiese aus, wie Ihr blind daran vorübersprengtet. Kaum zwei hundert Schritt, und sie holt Euch ein.«

Robert erröthete und warf den Leuten ein Silberstück zu. Der es empfing, sah den andern zweifelhaft an, beide darauf den Geber. »Steck es ein,« sagte endlich der andere, ohne daß Einer sich um den Dank bekümmerte. Indessen kam wirklich die große Staubwolke näher, aus der die Vorreiter, die sechs Füchse und endlich der Wagen hervorblickten. Robert jagte herzklopfend zurück und ihnen entgegen. Die Vorreiter hielten an, die Diener sahen sich nach ihren Waffen um, da das plötzliche Heransprengen eines bewaffneten Reiters auf offener Straße in jenen Zeiten als kein günstiges Zeichen galt. Aus der Kutsche blickte ein rundes Gesicht unter einer langen Perücke heraus, dessen behagliche Züge sich merklich verfinsterten, als der junge Reiter geradesweges auf den Kutschenschlag zueilte. Zwei weibliche Stimmen kreischten laut auf, vermuthlich als sie die vom Schreck bestimmte Rückwärtsbewegung ihres männlichen Begleiters gewahrten, und die Diener hinten fragten vorgebeugt, ob sie ihre Pistolen losfeuern sollten, als Robert im nächsten Augenblicke, eine Quaste des Kutschenschlages festhaltend, dem Kutscher ein kriegerisches Halt zurief. Roberts ganze Erscheinung, sein in die Stirn gedrückter Federhut, das kriegerische Aeußere zu einer Zeit, wo alles, was in Londons Nähe lebte und nicht zu den Puritanern gehörte, einer geschmacklosen Mode sich befliß; ein Zittern in seiner Bewegung, vielleicht auch der Umstand, daß in der Ueberraschung ihm die Worte fehlten, alles dies konnte nur den Verdacht bestärken. Die Kutsche hielt, ein Kammermädchen schrie laut auf: »Barmherzigkeit und Gnade!« während ihre Gebieterin in peinlicher Ungewißheit bereit schien, sich selbst vor den ältern Mann mit der Perücke zu stürzen, für den Fall, daß dessen Leben bedroht wäre.

»Es ist nur Einer Herr Dechant,« flüsterte ein Mann in der Kutsche, der als Kammerdiener gelten konnte, dem Geistlichen zu. Aber diesem schien der Muth gänzlich entsunken. Der Reiter hielt keine Pistole vor und zog kein Schwert, dennoch sprach der Dechant mit schwacher Stimme:

»Gilt es unserm Gelde, oder meinem Leben?«

»Sir Alexander Tennison,« sagte Robert, durch die Verlegenheit des Andern ermuthigt, »Alexander Tennison, habt Ihr Eure alten Freunde ganz vergessen?«

»Barmherzigkeit!« rief der Geistliche und wäre auf die Knie gesunken, hätte der beengte Raum diese Bewegung zu vollenden gestattet. »Seid Ihr ein Presbyterianer, so bedenkt, ich habe niemals blutig Eure Gläubigen verfolgt, wie der Bischof von Andrews, den Ihr mit Recht erschlugt; ich habe ein Auge zugedrückt, wenn Eure Prediger durch meine Diöcese schlichen; ich bin auch kein Bischof und habe nur nachgeben müssen, als sie mich nöthigten; bedenkt auch wie Dr. Sharps Mörder bestraft wurden, und ein ganzes Land darunter litt.«

Miß Anna hatte bisher schweigend, aber mit sprechender Bewegung, den ganzen Vorgang bewacht. Den zarten, in einem mit Pelz verbrämten Reisemantel umschlossenen Leib über den Oheim gebeugt, umfaßte sie ihn mit der Rechten, während ihr linker Arm halb bittend, halb wie zum Schutz gegen den Fremden erhoben war. Jeder Zug in dem feinen Gesichte sprach Leben und den höchsten Grad theilnehmender Besorgniß aus. Der halb geöffnete Mund, der durchdringende Blick der dunkelschwarzen Augen, das fein gerundete Kinn, die Fülle der Locken, welche sich in schöner Unordnung um das Köpfchen vordrängten, vereinigten sich zu einem Reize, dem auch ein wirklicher Räuber kaum widerstanden hätte. Als Robert im Begriff war zu antworten, zückte es wie ein Blitz über das Gesicht der Bittenden. Der Blick ängstlicher Besorgniß verwandelte sich in den der Freude, und sie rief:

»Ja, er ist es, Robert Fletcher!«

Bei den Worten erhob auch der Dechant zum ersten Male die bisher niedergeschlagenen Augen, ohne deshalb durch den Ton seiner Stimme zu verrathen, daß die Besorgniß gänzlich entwichen wäre.

»Robert Fletcher! – der Sohn des Republikaners.« –

»Ja ich bin es, Robert Fletcher, Saltons Sohn. – Haben drei Jahre im Auslande mich so verändert, daß Ew. Ehrwürden, mich nicht wieder kannten?«

Die von Überraschung zitternde Stimme des jungen Mannes brachte den auf das Aergste gefaßten Dechanten wieder in etwas zur Besinnung. Mit fragenden Blicken betrachtete er den Reiter, während er seine Worte dehnte:

»Und Robert Fletcher – auf offener Landstraße – Fürwahr ich erinnere mich – doch bitte ich um Erklärung – womit ich dienen kann?«

»Um Gottes Willen, man hält mich doch nicht für einen Wegelagerer, einen Straßenräuber? – Im nächsten Gehöft erfuhr ich, daß mir das Glück lächele, und ich hier den würdigen Bruder meines väterlichen Freundes, Miß Annen, leider nicht mehr den trefflichen Sir William antreffen würde, – und ich eilte« –

»Ei, ei!« – hub der Dechant an – »dies lautet freilich anders. Wir in England konnten nach dem wilden Geist der Jugend und dem Fanatismus der Sekten leicht zu andern Vorstellungen verführt werden. – Aber, es freut mich, Sir Robert, recht sehr Sir Robert, daß Ihr von dem Schwindel nicht mit ergriffen seid.«

»Und weiter nichts?« wollte Robert im Unmuth ausrufen; aber er unterdrückte die Aufwallung und blieb stumm. Der Dechant fuhr in ruhigerm Tone fort:

»Es freut mich Euch wiedergesehn zu haben, wie und wo dies auch geschehen, wenn es auch jetzt bei uns in England nicht Sitte ist, auf der Landstraße Besuche anzunehmen. Doch, doch, lieber Robert Euer Vater ist ja wohl todt, der alte Salton – wurde er nicht in Genf von zwei Irländern ermordet?«

»Wie ich glaube, daß es der Welt bekannt ist,« sagte Robert, »fiel er vor sechs Monaten, am Rheine gegen die Franzosen.«

»Recht, recht, ich verwechsle ihn mit dem Königsmörder Lesly. – Ihr mögt Euch auch recht brav gehalten haben, aber die Kleidung sieht noch immer etwas puritanisch aus. Nun Sir Robert, es hat uns beide gefreut, Euch wohl gesehn zu haben; wir fahren nach London, auf Wiedersehn!«

Der Kutscher knallte mit der Peitsche, Robert mochte noch nicht weichen: »Auch mein Weg geht nach London. Wäre mein Pferd nicht zu müde, würde ich mir die Ehre geben, den Wagen zu begleiten, da ich mehrere dringende Angelegenheiten Euer Ehrwürden mitzutheilen habe.«

»Würde uns sehr erfreuen,« sagte der Dechant sich verneigend, »aber strengt Euer Pferd ja nicht an. Sie sind bedeutend im Preise gestiegen seit dem letzten Wettrennen und Eure Casse – Ihr nehmt mir den väterlichen Rath wohl nicht übel, Herr Fletcher. – Dann schafft Euch auch in London einen andern Hut an, wie sie die jungen Cavaliere tragen, und wir wollen uns dort recht aussprechen, Herr Fletcher. Ich rechne auf Euren Besuch.«

Während der Dechant auf diese Art dem jungen Reiter seine väterliche Theilnahme bewies, gab er dem Kutscher Anweisung, die Pferde anzutreiben, da die Gegend unsicher und bei dem erfahrnen Aufhalt kaum zu hoffen sei, daß sie vor Mitternacht den nächsten Flecken erreichen würden. Robert sah stumm und starr der fortfliegenden Carosse nach. Nicht einmal den Hut hatte er die Besinnung gehabt abzuziehn. Aber als der Wagen hinter einem Gehölz verschwand, wischte er eine Thräne ab, die sich mit Gewalt aus seinem Auge drängte.

»Das hatte ich nicht erwartet!« sagte er nach einer Weile. »Nimmermehr! Guter Vater, als Du aus dem gebrochenen Auge mich freudig anschautest, froh, wie Du sagtest, weil Deinem Sohne eine freudige Rückkehr in das geliebte England bereit sei, – hättest Du damals gedacht, wie alle die Rosengewölke in einem Augenblicke verwehen und ein Sturm heranziehen könnte! Und Sie!« – Er hätte in dem Momente viel darum gegeben, wenn Jemand während des ganzen Vorfalls neben ihm gestanden und Miß Annen beobachtet hätte. Ihn selbst hatte die Unruhe, das peinliche Gespräch mit dem Oheim, die gewisse Erwartung, daß er ihn zu sich in den Wagen einladen würde, daran gehindert. Er war berechtigt dies und mehr zu erwarten. Doch einen Blick hatte er wahrgenommen, gesehen, gehört, in sich aufgenommen, die Seeligkeit, welche aus Annens Auge leuchtete, aus ihrem Munde sprach, sich in ihrer ganzen Bewegung regte, als sie im Moment des Wiedererkennens ausrief: »Robert Fletcher!«

»So ist nicht Alles verloren!« sprach er sich zu, Staub und Schweiß von der Stirn wischend, und ritt, so viel sein ermüdetes Thier vermochte, des Weges fort. Die Kräfte seines Rappens reichten aber nicht weit. Schon dunkelte es und die Gegend wurde eher wilder, als daß sie die Spur einer nahen Ansiedelung verrieth. Zu des Reisenden eben nicht großer Freude hatte er indessen die beiden Wanderer eingeholt, ehe es so finster geworden, um sie nicht zu unterscheiden. Ihnen ausweichen war bei der Enge des Weges unzulässig, schnell bei ihnen vorüberzureiten, verbot die Ermüdung des Pferdes, mit dessen Trabe beide leicht geschenkelte Männer leicht Schritt hielten, wo sie nicht gar zum Spott und zur Schande des Reiters den Renner einholen konnten. Mit der Finsterniß schien der Muth beider Männer zu wachsen; denn wie scheu sie am Tage mit den Worten zurück gehalten, um so dreister führten sie jetzt das von Robert nur einsylbig unterstützte Gespräch. Es ist hier nöthig, die Gestalt beider zu beschreiben, daß man urtheilen könne, in wiefern dem Reisenden ihre Gesellschaft für den weiteren Nachtritt keine erwünschte Zugabe erscheinen mochte.

Macnamara war eine unförmlich große Gestalt. Durchaus mager, mit einer ganz kahlen Platte, einem langen Gesichte, wo jede Muskelbewegung sichtbar wurde, röthlichem Backenbarte, und einer krampfhaften, unaufhörlichen Beweglichkeit der Hüften, glich er in der That einem Individuum, das wenigstens einmal am Galgen gehangen und nur dem Zufall seine Rettung verdankte. Sein Halstuch war nur lose umgewunden, und der Kopf schien in fortwährender Bewegung, als fürchte er die Zeit, wo ihm dies erlaubt sei, verstreichen zu lassen. Alle Glieder schienen über ihr natürliches Maas hinausgedehnt und gereckt und die Gelenke wie von der Folter schlaff. Doch war seine Gesichtsfarbe gesund und mehrere lange weiße Zähne traten, Hauern gleich, besonders beim Sprechen aus dem großen Munde. Auch seine Kleidung, zerrissene dunkle Beinkleider und eine rothe unförmliche Weste, weit länger, als die längste Mode seit Menschengedenken, stimmten zu jener Vermuthung. Einen Rock mochte er von jener hohen Station gerettet haben, den er aber aus Schonung, oder der Hitze des Tages wegen, unter dem Arme trug. Dieser Galgenphysiognomie ungeachtet, in der man die Bereitwilligkeit und Fähigkeit zu jeder schlechten That lesen konnte, lag darin doch eine spitzbübische Offenheit, ja eine gewisse Freundlichkeit, welche ihm unbedingt den Vorzug würde verschafft haben, so oft es eine Wahl zwischen ihm und seinem Begleiter gegolten hätte.

Sanson schien seinem Gesichte nach nicht so oft vom Galgen heruntergefallen zu sein, als ihn verdient zu haben. Kleiner, zusammengedrängter von Gestalt, verrieth sein schattirtes Gesicht mit den tief liegenden Augen, heraustretenden Backenknochen und der rothen Nase mancherlei Studien. Er trug eine rostige Brille, einen schäbigen, dunkeln Rock und einen Knotenstab. Seine Sprache verrieth einen Mann, der einmal durch die Vorsäle der Gelehrsamkeit gegangen war, und der Stolz, der sich in seinen Redefloskeln und in seinem Gange kund that, ließen auf einen ehemaligen Dorfschulmeister oder Unterbeamten schließen, der seine ganze Autorität im Umgange mit dem niedrigsten Pöbel erlernt hatte.

Diese Männer gingen unserm Reiter zu beiden Seiten. Er versah sich in jedem Augenblicke eines Angriffs, wo er dann allein auf seine Kraft und Stoßwaffen rechnen konnte, indem beide Burschen, geübt in ihrem Handwerk, ihn schwerlich zum Loßschießen der Pistolen würden kommen lassen. Mit aller Vorsicht hielt er deshalb seinen Dolch sorgfältig versteckt unter dem Mantel, während seine Augen die unwillkommnen Begleiter rechts und links beherrschten, und bereitete sich, bei jeder verdächtigen Bewegung, die als Signal hätte gelten können, die Sporen in die Seiten des Pferdes zu setzen, um wenigstens einen Vorsprung zur Vertheidigung zu gewinnen. Doch blieb seine Sorge lange Zeit eitel. Die Wanderer unterhielten sich auf vertrauliche Weise über allerlei Angelegenheiten, und wenn der Eine dem Andern, was wohl häufig zu geschehen pflegte, einen Wink gab, so galt dies augenscheinlich nur, ihn an irgend ein von beiden bestandenes Abenteuer zu erinnern. Erst als sie um eine Ecke bogen und eine kühle Abendluft ihnen entgegenstrich, glaubte Robert, die Schurken wollten ans Werk gehen, denn Macnamara blieb zurück, augenscheinlich um ihn von hinten anzugreifen. Der Reiter riß sein Pferd seitwärts und donnerte heraus:

»Dem ersten, der es wagt, mir zu nahe zu treten; fliegt die Kugel durch den Kopf, und mit dem zweiten will ich es aufnehmen.«

»Sehr wohl, Herr Ritter,« sagte der Irländer mit lächelnder Stimme. »Aber den Rock darf ich doch anziehn, da mich der Zugwind incommodirt und es kalt wird.«

Robert überlief es heiß, daß er Furcht vor den Schurken gezeigt. Ja sie schienen sogar ihn zum Besten zu haben, indem bald einer bald der andere verdächtige Bewegungen machte, pfiff, lief, zurückblieb, bis Robert aus ihrem Gespräche sich völlig überzeugte, daß er vor ihnen sicher seines Weges ziehen könne. Er sah daraus, es waren, wenn auch nicht uneigennützige, doch wüthende Freunde der Freiheit, welche sich der einen Partei, die jetzt im Unterliegen war, völlig hingegeben hatten. Flüche gegen den Herzog von York, gegen den Papismus, ja gegen König Karl selbst drückten die Herzensmeinung beider vermuthlich verfolgten Ehrenmänner aus.

Robert zog mancherlei Nachrichten über Englands gegenwärtigen Zustand ein; und was ihn mit diesen verdächtigen Freunden des gemeinen Wohls am meisten versöhnte, war, daß ihre Lippen nicht wie bei den Puritanern überströmten von Bibelsprüchen und frommen Exclamationen, sondern kernige Flüche ihre frommen Wünsche begleiteten. Auch gaben sie sich Mühe, ihren berittenen Gefährten zu ähnlich offener Mittheilung zu verleiten, und Sanson warf mehrere Male die Versicherung hin, er müsse den Ritter, auf dessen Stirn die Vaterlandsliebe deutlich geschrieben stehe, schon irgendwo gesehen haben, wo es gegolten; er wäre vermuthlich aus der Fremde, oder Verbannung heimgekehrt, um zu sehen was sich thun ließe, und dergleichen. Robert hielt es indessen nicht für geeignet, diese Freunde des Landes zu seinen Vertrauten zu erwählen.

Als die Nacht immer mehr hereinbrach, äußerte sich bei ihnen die Besorgniß, von der großen Straße abgekommen zu sein, und der Ritter, seit drei Jahren in England fremd, mußte sich ganz ihrer Leitung überlassen. Nach einem halben Nachtmarsche stießen sie endlich auf eine unwirthliche Herberge, wo sein ermattetes Pferd, das er die letzte Zeit schon am Zaume führen müssen, ihn durchaus einzukehren nöthigte. Was ihm indessen unangenehmer als die schlechte Beschaffenheit des Nachtquartiers erschien, war, daß seine Begleiter es mit ihm theilen wollten.

Ungewohnt des Zuspruchs Vorüberreisender bot den erschöpften Wanderern die Herberge kaum das, was zur nothdürftigen Stillung des Hungers und Durstes hinreichte und für die Nachtruhe mußte sich Robert eine gemeinsame Streu mit den beiden papistischen Zeugen gefallen lassen. Nachdem er sein Pferd gehörig versorgt und die Thüre des Stalles, so gut es ging, verrammelt hatte, indem er sich von beiden Bettgenossen der nächtlichen That des Odysseus um so eher versehen zu können glaubte, als ihnen das Beutepferd den Weg zur Flucht bahnte, legte er sich, so weit es die Streu erlaubte, von ihnen entfernt nieder. Als er den Mantel übergedeckt, zog er wieder den Dolch aus der Scheide und umklammerte ihn so fest, daß er hoffen konnte, selbst der Schlaf werde ihm denselben nicht entreißen. Sein Kopf ruhte auf dem Sattel, unter diesem das Paar geladene Pistolen, und indem sein Schwert neben ihm lag, glaubte er als Rittersmann, auch in der Gesellschaft von Leuten, die eben nicht besser erschienen als Wegelagerer, ruhig schlafen zu können.

Doch wachte er nach kurzer Zeit, vom Traume erweckt, oder einem unbedeutenden Geräusche gestört, wieder auf. Es war dunkel, nur vom Kamine leuchtete der letzte matte Wiederschein der aufglimmenden Kohlen. Neben ihm rasselte es im Stroh. Er hielt den Dolch aus. Doch mochte es nur Macnamara gewesen sein, der seine liegende Stellung veränderte. Auch Sanson schien davon aufgeschreckt.

»Was träumst Du?« rief er den Gefährten an.

»Was ich träume? von einem großen Beutel mit Gold. Ich griff durch eine Spalte, aber als ich die volle Hand herauszog, wurde die Ritze so klein, daß ich stecken blieb, davon erwachte ich.«

»Schurkischer Sohn des grünen Erin. Das kommt vom gottlosen Träumen. In der Nacht ist nicht zu spaßen, in der Nacht muß man ehrlich sein, das heißt, wenn man schläft, sonst haben sie Gewalt über uns.«

»Sanson, was meinst Du zu dem Braten neben uns?«

»Still, daß er nicht aufwacht! Er ist zu mager; wir müssen ihn mästen, daß er fetter für uns wird. Ich lege mich aufs andre Ohr, bis Morgen kommen vielleicht gute Träume.«

Beide schliefen ein, und auch Roberts Augen schlossen sich wieder so fest, als hätten seine Ohren nichts von der dunkeln Drohung vernommen.

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