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Schein und Sein

Wilhelm Busch: Schein und Sein - Kapitel 58
Quellenangabe
typeanthology
booktitleSchein und Sein
authorWilhelm Busch
publisherInsel Verlag
addressLeipzig
noteInsel-Bücherei Nr. 478, vor 1945 erschienen
titleSchein und Sein
pages1-74
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1909
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Gründliche Heilung

                Es saß der fromme Meister
    Mit Weib und Kind bei Tisch.
Ach, seine Lebensgeister
    Sind nicht wie sonst so frisch.

Er sitzt mit krummem Nacken
    Vor seinem Leibgericht,
Er hält sich beide Backen,
    Worin es heftig sticht.

Das brennt wie heiße Kohlen.
    Au, schreit er, au, verdammt!
Der Teufel soll sie holen,
    Die Zähne allesamt!

Doch gleich, wie es in Nöten
    Wohl öfter schon geschah,
Begann er laut zu beten:
    Hilf, Apollonia!

Kaum daß aus voller Seele
    Er diesen Spruch getan,
Fällt aus des Mundes Höhle
    Ihm plötzlich jeder Zahn.

Und schmerzlos, Dank dem Himmel,
    Schmaust er, wie sonst der Brauch,
Nur war es mehr Gemümmel,
    Und lispeln tät er auch.

Pohsit! Wie klingt so niedlich
    Des Meisters Säuselton.
Er trank, entschlummert friedlich,
    Und horch, da schnarcht er schon.


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