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Schein und Sein

Wilhelm Busch: Schein und Sein - Kapitel 55
Quellenangabe
typeanthology
booktitleSchein und Sein
authorWilhelm Busch
publisherInsel Verlag
addressLeipzig
noteInsel-Bücherei Nr. 478, vor 1945 erschienen
titleSchein und Sein
pages1-74
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1909
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Immerhin

          Mein Herz, sei nicht beklommen,
    Noch wird die Welt nicht alt.
Der Frühling ist wiederkommen,
    Frisch grünt der deutsche Wald.

Seit Ururvätertagen
    Stehen die Eichen am See,
Die Nachtigallen schlagen,
    Zur Tränke kommt das Reh.

Die Sonne geht auf und unter
    Schon lange vieltausendmal,
Noch immer eilen so munter
    Die Bächlein ins blühende Tal.

Hier lieg ich im weichen Moose
    Unter dem rauschenden Baum,
Die Zeit, die wesenlose,
    Verschwindet als wie ein Traum.

Von kühlen Schatten umdämmert,
    Versink ich in selige Ruh;
Ein Specht, der lustig hämmert,
    Nickt mir vertraulich zu.

Mir ist, als ob er riefe:
    Heija, mein guter Gesell,
Für ewig aus dunkler Tiefe
    Sprudelt der Lebensquell.


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