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Schein und Sein

Wilhelm Busch: Schein und Sein - Kapitel 51
Quellenangabe
typeanthology
booktitleSchein und Sein
authorWilhelm Busch
publisherInsel Verlag
addressLeipzig
noteInsel-Bücherei Nr. 478, vor 1945 erschienen
titleSchein und Sein
pages1-74
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1909
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Unfrei

      Ganz richtig, diese Welt ist nichtig.
    Auch du, der in Person erscheint,
Bist ebenfalls nicht gar so wichtig,
    Wie deine Eitelkeit vermeint.

Was hilft es dir, damit zu prahlen,
    Daß du ein freies Menschenkind?
Muß du nicht pünktlich Steuern zahlen,
    Obwohl sie dir zuwider sind?

Wärst du vielleicht auch, sozusagen,
    Erhaben über gut und schlecht,
Trotzdem behandelt dich dein Magen
    Als ganz gemeinen Futterknecht.

Lang bleibst du überhaupt nicht munter.
    Das Alter kommt und zieht dich krumm
Und stößt dich rücksichtslos hinunter
    Ins dunkle Sammelsurium.

Daselbst umfängt dich das Gewimmel
    Der Unsichtbaren, wie zuerst,
Eh du erschienst, und nur der Himmel
    Weiß, ob und wann du wiederkehrst.


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