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Schatzkästlein des Gevattersmanns

Berthold Auerbach: Schatzkästlein des Gevattersmanns - Kapitel 27
Quellenangabe
authorBerthold Auerbach
titleSchatzkästlein des Gevattersmanns
publisherJ. G. Cotta'scher Verlag
year1862
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20171209
projectid129b741d
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Eine fremde Hand

schlägt dein eigen Kind. Du kommst dazu und erfährst, daß das Kind es wohl verdient hat, und du weißt, daß der Lehrer oder wer es sonst eben gezüchtigt, im Allgemeinen ein wohlwollender Mensch und dem Kinde zugethan ist; und dennoch, wie du so dein eigen Kind gezüchtigt siehst, dreht es dir das Herz im Leibe um. Warum denn? Weil du doch Niemand die Liebe für dein eigen Fleisch und Blut zutraust, wie dir selbst, und das läßt sich nicht überwinden.

Gieb aber auch auf dich selber Acht, ob nicht oft deine eigene Hand, die das Kind züchtigt, eine fremde ist, ob du nicht oft in Mißmuth über ganz Anderes eine Unfolgsamkeit oder eine Unart an deinem Kinde mit einer Härte bestrafest, die das Vergehen bei weitem nicht verdiente.

Hüte dich, daß deine eigene Hand nicht die fremde sei.

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