Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Max Eugen Burckhard >

Scala santa

Max Eugen Burckhard: Scala santa - Kapitel 14
Quellenangabe
typenarrative
booktitleScala santa
authorMax Burckhard
year1911
firstpub1911
publisherDeutsch-Österreichischer Verlag
addressWien
titleScala santa
pages216
created20140727
sendergerd.bouillon@t-online.de
Schließen

Navigation:

Biskra

Wenn die trauliche Weihnachtszeit vorüber ist und der Dezember und mit ihm das Jahr zu Ende geht, dann regt sich in gar vielen mächtig die Sehnsucht nach dem Süden, und dann gehen sie vielleicht nach – Abbazia oder Meran oder an den Gardasee oder an die Riviera oder nach Dalmatien oder nach Neapel, Amalfi oder Capri oder »gar« nach Sizilien. Und da finden sie gelegentlich ein paar hübsche Tage, und die andere Zeit – Kälte oder Scirocco oder wohl beides in wechselndem Mischungsverhältnis.

So wenigstens ist es mir immer ergangen. Nur einmal habe ich es getroffen. Freilich habe ich mich's da nicht verdrießen lassen, fünf Tage und fünf Nächte fast ununterbrochen zu fahren. Zuerst bis Neapel und dann mit dem schlechtesten der kleinen italienischen Dampfschiffe über Palermo nach Tunis. Und dann ging es einen Tag lang dahin durch Hochland und niederen Baumwuchs in einem Schnellzug, der Speisewagen mit der heimischen Firmabezeichnung »Ringhofer« mit sich führte. Noch ziemlich europäisch. Nur gelegentlich wurde man an einen anderen Weltteil gemahnt. 202 So einmal, da bei Ankunft des Zuges eine Reiterin in rasender Eile von fernem Gehöft herangaloppierte, gleich mit dem Pferd über den Zaun des Perrons setzte, um ihre Briefe noch rechtzeitig in den Postwagen werfen zu können, und schon wieder davonjagte, bevor sich der Zug noch kaum recht in Bewegung gesetzt hatte. Oder wenn man die verdächtigen Kerle sah, die in der Grenzstation zwischen Tunis und Algier den Reisenden ihr Gepäck aus den Wagen rissen, um es zur Zollrevision zu schleppen, Kerle, die ganz den Eindruck machten, als wären sie Teilnehmer gewesen an jener Attacke auf den Bahnhof, der vor etlichen Jahren das Gebäude samt den Beamten zum Opfer gefallen war, weil ein Haufe rasenden Volkes jenes angezündet und diese den Flammen überliefert hatte.

Und am nächsten Tage war es weiter gegangen, wieder in einem Eilzug, über das Atlasgebirge hinüber, bis bei El Kantara sich der einzige, unbeschreibliche und unvergeßliche Blick auf die Wüste öffnet und nun der Reisende von Palmenhain zu Palmenhain dahinfliegt und endlich in Biskra, am Ende der Bahnlinie, den Zug wie ein Träumender verläßt, oder vielmehr wie einer, der sich nicht recht klar werden kann, ob er wachend oder schlafend – träumt.

Biskra, das ist ein Aufenthalt, in dem wir zur Winterszeit unsern Norden vergessen können, ohne aufdringlich unangenehm an den Süden 203 gemahnt zu werden. Mitte Januar war ich angekommen und zwei Monate habe ich dort verbracht, und Schnee habe ich während dieser Zeit nicht gesehen, außer an den fernen Hängen des Atlas, und einen einzigen Tag hat es geregnet. Und die wundervolle Luft, die aus der Wüste herauswallte, und der erquickende Wind, der von den Höhen herabstrich! Ein Wind, wie ich ihn nie geahnt habe, ein Wind, der, wenn er anwuchs, nur die Lebenslust und Lebensfreude erhöhte und fast berauschend wirkte, ein Wind, der nicht aufhörte, angenehm zu sein, selbst wenn er sich zum Sturme steigerte. Einst wollte ich um den Vorsprung einer Felswand biegen, aber eine Stunde mühte ich mich vergebens damit ab. Hut, Taschentücher, alles, was ich lose an mir trug, war im Nu davongeflogen, wenn ich nur versucht hatte, von der geschützten Seite des Berges um eine scharfe Schneide an die Wetterseite zu gelangen – und doch, wie wohltuend, wie göttlich war dieser Wind, wenn er auch fast durch die Knochen blies.

Das gehört nämlich auch zu den seltsamen Zaubern von Biskra, die Berge. In die Wüste hinein verlaufen da die letzten Ausläufer des Atlas. Das sind wohl hohe Berge, aber ihr Fuß liegt tief unter mächtigen Schichten von Lehm, Geröll und Sand, und nur die Gipfel sehen heraus aus diesem erstarrten Meere. Und so kann man die herrlichsten Hochtouren machen, und die vieltausendjährige Arbeit der Elemente hat einem 204 den »Anstieg« erspart. Da heben sich die Zinnen und Hänge gleich unmittelbar aus der Ebene, und um zu den verschiedenen »Wandeln«, »Bändern« und »Kaminen« zu gelangen, braucht man nichts, als ein oder zwei Stunden durch die »Ebene« zu reiten oder zu marschieren.

Und wie lohnt sich solch ein Spaziergang in dem Reiche der Wüste – zur Winterszeit. Was da für kleine, zarte, liebliche Blümlein aus dem »unfruchtbaren« Boden sprießen, wo nach einem Regenschauer eine Senkung nur einen Rest von Feuchtigkeit länger zurückgehalten hat! Aber auch an seltsamen Früchten fehlt es da nicht. Da liegt auf einmal im öden Gestein eine goldig schimmernde Orange. Nur fehlt ihr der Saft, wenn sie auch mit Hilfe ihres viele Meter langen, flach am Boden dahinlaufenden Stengels sich alle Feuchtigkeit zugeführt hat, deren sie habhaft werden konnte; und der hineinbeißen wollte, würde wohl greulich das Gesicht verziehen, denn die schöne Frucht schmeckt gallig bitter. Wohl darum, weil die Coloquinte so trügerisch lockt und so wenig hält, was sie verspricht, schreiben die Araber ihr verborgene Kräfte zu: ihr dürftiger Inhalt gilt als Heilmittel gegen den Stich des Skorpions und soll von den Araberinnen in ähnlicher Absicht verwendet werden, wie von unseren heimischen Bauernmädchen der Absud des Lebensbaumes, mit dem diese künftiges Leben zu töten suchen, bevor es wirklich gelebt hat.

205 Die herrlichste Anregung da unten am Rande der Wüste bietet aber das wechselnde Spiel der Farben am Himmel auf der in der Ferne sich verlierenden Erde und in jenem Grenzgebiete, wo beide so ineinander verfließen, daß man nicht sagen kann, wo diese aufhört und jener beginnt. Und am besten kann man dieses sich bei jedem Wechsel der Beleuchtung im Augenblick verändernde Farbenspiel verfolgen von einem jener Hügel aus, die sich, Sendlinge des Gebirges, schon in der Wüste erheben. So gleich von den nächst gelegenen Höhen aus, die »Dünen« genannt. Hier hat der vom Winde angetriebene Sand eine Reihe richtiger Felskuppen in richtige Dünen verwandelt, in Sandberge, die sich in wechselnder Form um das feste Skelett von Wänden und Spitzen bewegen, die wirkliche Gestalt des Berges bald hier, bald dort freilegend oder verhüllend.

Dort ist auch ein herrliches Terrain für Sonnenbäder, und wer Lust hat, kann da Stunden lang in Sand und Sonne sich ergehen, wie der liebe Gott ihn geschaffen hat. Nur mag er zusehen, daß es ihm dabei nicht ergehe, wie es mir ergangen ist. Skorpione und giftige Schlangen gibt es im Winter dort freilich nicht. Aber da ich im Sande eine Art kräftiger Käfer entdeckt hatte, ließ mir mein Forschergeist keine Ruhe, herauszukriegen, mit welchen besonderen Eigenschaften Mutter Natur diese Käfer zum Leben 206 im Sande wohl ausgestattet habe, oder was sie etwa bei diesem Leben erlernt hätten. Ich deckte also einzelne Käfer mit Haufen Sandes zu, aber wenn ich dann nachsah, lagen sie auf demselben Fleck und hatten sich nicht das kleinste Stück weiter fortarbeiten können. Und ich legte Gruben an mit steilen Wänden, und auf den Boden der Gruben setzte ich die Käfer, aber keiner konnte herausklettern, und wenn sie's versuchten, purzelten sie immer wieder zurück. Und da ich ein paar Stunden erfolglos mit derartigen Studien verbracht hatte, gab ich meine Bemühungen endlich auf, an der Vernunft und Bildungsfähigkeit dieser Wüstenbewohner verzweifelnd. Aber als ich mich nun daran machte, aus meinem Rucksack das Mittagbrot hervorzuholen, das man mir fürsorglich im Hotel eingepackt hatte, da fand ich, daß die Käfer den Weg zu dem an der Spitze des eingerammten Bergstockes hängenden Rucksack trefflich gefunden hatten und daß der ganze Rucksack voll Käfer, der Proviant aber fast alle geworden war. So waren die eben um ihrer Dummheit willen geschmähten Käfer doch klüger gewesen als ich.

So harmlos sind die Abenteuer, die des Fremdlings harren, wenn er, wie ich es fast täglich getan habe, da unten einsam in der Wüste und auf den Bergen herum streift. Das Gefühl der Sicherheit und des Mutes zu solchen Exkursionen aber gewinnt er, wenn er sieht, wie friedlich 207 in Biskra selbst die Franzosen, Araber und Neger mitsammen leben. Es besteht sogar eine gemeinsame Schule für die Christenkinder und die kleinen Heiden, und so sieht man denn auf der Straße allenthalb das kleine Volk in bunter Farbenmischung spielen und sich balgen. Am seltsamsten aber mutet es einen wohl an, wenn gelegentlich ein zerlumptes, schwarzes Kabylenmädchen sein Bettelsprüchlein in gutem Französisch zum Vortrag bringt.

Aber auch wer in weniger harmloser Weise sich an der Art fremder Völker zu erfreuen wünscht, mag in Biskra auf seine Rechnung kommen. Denn der schöne und intelligente Stamm der Ouled Nails sendet seine schönsten und klügsten Töchter nach Biskra, daß sie dort von den Fremden sich eine stattliche Mitgift gewinnen, die ihnen dann zu Hause einen würdigen Freier zuführt. Und in ihren bunten Gewändern beleben sie das Bild des Marktplatzes und der Straße, und wer Lust hat, mag sich am Abend auch das groteske Schauspiel ansehen, das diese tanzenden Mädchen und – die Amerikanerinnen und Engländerinnen bieten, die sich, von ihren arabischen Führern geleitet, derlei entzückt ansehen.

Nur eines ist schrecklich in Biskra. Und das ist ein englischer Roman, den ein Engländer geschrieben hat und den jeder lesen muß, der nach Biskra kommt, ob er will oder nicht. Der Roman heißt, wie ich hier zur Warnung mitteilen will, »The Garden of Allah«. Mit dem Garten Allahs 208 ist aber nicht etwa der herrliche Park gemeint, voll Palmen und exotischer Pflanzen, den sich in Biskra ein Schwärmer angelegt hat und der jetzt um die Kleinigkeit von einigen hunderttausend Francs zu verkaufen ist, sondern der Garten Allahs ist die Wüste. Und in diese Wüste macht in unserem Roman eine junge Engländerin ihre Hochzeitsreise mit einem Fremdling, den sie in »Afrika« kennen gelernt und geheiratet hat, ohne ihn zu fragen, wer und was er sonst im Leben sei. Und da sie dann tief im Innern der Sahara erfährt, der liebende Gatte sei ein dem Trappistenkloster in Tunis entsprungener Mönch, kehrt sie mit ihm um, führt ihn nach Tunis und schickt ihn wieder in sein Kloster hinein, ihm mit keiner Silbe verratend, daß sie ein Pfand seiner Liebe in der Welt zurückbehält, in die er geflohen war und aus der sie ihn wieder verstößt. Und dies alles geschieht nicht zur Strafe und aus Haß, sondern aus Liebe und – Religiosität. Dieses Buch religiöser Grausamkeit und Unduldsamkeit könnte einem die ganze Wüste verekeln. Und sie ist doch so schön, so herrlich schön, die Wüste.

Einige von den Eindrücken, die ich da unten selber gewonnen hatte, oder die mir dort bei der Erinnerung an liebe Landsleute aufstiegen, mögen noch in ein paar »Afrikanischen Gesängen« wiedergegeben werden, die ich der geliebten Wüste vor Aisha, Fatma oder anderen anvertraute: 209

 

Aisha

            »O holdes Mädchen vom Stamm Ouled Nail,
Was zeigst du am Fenster die braunen Brüste,
Statt die knospenden keusch zu verbergen
Und nur dem zärtlichen Freund sie zu gönnen?«

»Ich zeige am Fenster die braunen Brüste,
Statt sie in bunte Lappen zu hüllen,
Um die dunkeln, feurigen Knaben
Meines Volkes an mich zu locken.«

»O holdes Mädchen vom Stamm Ouled Nail,
Was klirren die silbernen Spangen wie Ketten
Dir an den schmalen Knöcheln der Füße,
Wenn du, dich wiegend, die Gassen durchschreitest?«

»Mir klirren die silbernen Spangen wie Ketten,
Wenn ich die schlanken Schenkel erhebe,
Daß meines Stammes Männer es wissen,
Daß ich Liebe spendend mich nahe.«

»O holdes Mädchen vom Stamm Ouled Nail,
Was klingen und glitzern viel hundert Münzen
Dir am dunkeln, nackten Halse,
Wenn du die Glieder im Tanze wiegest?«

»Die klingenden, glitzernden, funkelnden Münzen
Habe ich alle von dummen Fremden,
Die meiner Freunde Freuden bezahlen
Und mich wohl gar dann in Liedern besingen.«

 

Mohammed

        Als ich zur Mittagsstunde
Im Palmenschatten schlief,
Da hob sich's aus dem Grunde
Und eine Stimme rief:

»Ein Gott ist nur der wahre
Und ich bin sein Prophet!
Rasiere deine Haare
Und folge Mohammed.«

Doch ich, im Traume, schnalze:
»Du fängst mich nicht, Prophet,
Das ist dieselbe Walze,
Die jeder Bonze dreht!«

Doch lauter mahnt's: »Bekehre
Dich eiligst, folge mir!
Bedenke, meine Lehre
Gönnt dir der Frauen vier.«

Da zuckten meine Glieder
Gleichwie in wildem Lauf,
Der Angstschweiß troff mir nieder,
Und schreiend fuhr ich auf.

 

Fremdenrecht

        Jedem darf ich »Tepp« hier sagen,
Weil doch keiner es versteht,
Wodurch von dem Wohlbehagen
Freilich viel verloren geht.

Ach! Daß ich's in Heimatsgauen
Nur in leisem Flüsterlaut
Darf den Winden anvertrauen,
Wenn mir vor der Dummheit graut!

 

Fatma und Ahmed

          Freunde hab' ich gewonnen
Hier in der fernen Fremde.
Nicht aus der bunten Schar,
Die in Hochmut sich spreitzend
Schnatternd die Säle erfüllt:
Fahrendes Volk jedoch auch,
Freilich wie's draußen hauset
In des Negerdorfes
Lehmigen, dunkeln Hütten.

Zwei gleich der Freunde fand ich,
Ahmed heißet der eine,
Fatma aber die andre.
Fünf der Jahre zählt Ahmed,
Fast das Doppelte Fatma.
Bruder und Schwester sind sie,
Von der Mutter aus sicher,
Möglich auch, daß ein Vater
Zufällig beide gezeugt hat.
Doch vieler Völker Blut
Ward seit Jahrhunderten schon
Für diese Kinder vermischt.
Neger, Araber, Kabylen,
Römer und Griechen wohl gar,
Und, wer weiß, vielleicht dann
Etwas christlicher Einschlag.

Denn verachtet man auch
Dieses dunkle Gezücht,
Das sein Glaube allein
Schon zur Hölle verdammt,
Mit den feurigen Mädchen
Nimmt man's nicht so genau.

Zieh' ich des Morgens hinaus
In die einsame Fläche,
Dann wohl geleiten sie mich,
Mich mit Sprüngen umkreisend,
Beide, Fatma und Ahmed,
Treulich ein tüchtiges Stück.
Bis ich die Säumigen mahne,
Daß sie die Arbeit ruft,
Manches lockende Sousstück
Ihnen für immer entgeht,
Wenn sie zur rechten Zeit
Nicht zur Stelle sind,
Bettelnd die Fremden umringend,
Die nach behäbigem Frühstück
Bummelnd die Straßen durchzieh'n.

Lesen und Schreiben haben
Meine kleinen Freunde
Wohl bislang nicht gelernt.
Aber wohlgeschult
Sind sie in manchen Künsten,
Für des Lebens Kampf
Beide trefflich gerüstet,
Und was etwa noch fehlt,
Lehret wohl ratend ein Freund.
Trefflich stibitzt schon Ahmed
Mir aus der Tasche den Zucker,
Neulich auch nahm er drei Sous mit,
Die sich im Sacke verirrt:
Reichlich ward er belobt.
Fatma aber schmückt sich
Mit dem seidenen Bande,
Das ich ihr jüngst geschenkt.
Bald am offenen Halse
Trägt sie's, bald im Haar
Oder am nackten Knie
Und sie lächelt kokett –
Noch koketter als sonst –
Wenn die Schleife im Winde
Ihren Körper umflattert.

Ahmed! O wie schade,
Daß, wenn in Jahren ich wieder
Hierher lenke den Schritt,
Ich dich nicht grüßen werde
Als Deputierten des Volkes
Oder als eines der Häupter
Provinzieller Verwaltung,
Schade um dein Talent!

Fatma! Mir blutet das Herz,
Wenn mich des Jammers gemahnet,
Daß deine herrlichen Gaben
Hier im Sande verwehen,
Du nicht als leuchtender Stern
An den Stätten der Kunst
Tugend und Unschuld allabendlich
Treulich verkörpern wirst –
Und am schimmernden Tag auch,
Wenn es gerade dir Spaß macht:
Nimmer fehlte es wahrlich
Dir an der gläubigen Schar!

 

Bei den Kabylenzelten

            Kinder stürzen herbei,
Deren farbige Lumpen
Nirgends das glänzende Braun
Des geschmeidigen Körpers bergen.

Hell schimmern blendende Zähne,
Es heben sich kleine Hände
Und, bittend erst, dankt schon das Auge
Für noch nicht erhaltene Gabe.

Aus dem Zelt lugt die Mutter heraus,
Triefäugig, ein zahnloses Scheusal,
Und im Hintergrunde erscheint
Der Vater, ein dreckiger Flegel.

Trauriges Los des Wechsels!
Doch, ihr Kabylenkinder,
Nicht nur bei eurem Stamm
Herrscht dieses Jammergesetz!

 


 

 << Kapitel 13 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.