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George Gordon Noël Byron: Sardanapal - Kapitel 8
Quellenangabe
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typedrama
authorGeorge Byron
titleSardanapal
publisherVerlag von Phillip Reclam jun.
seriesLord Byrons sämtliche Werke
volumeDritter Band
translatorAdolf Seubert
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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Fünfter Act.

Erster Auftritt.

Die gleiche Halle im Palast.

Myrrha und Balea.

Myrrha (am Fenster). Der Tag bricht endlich an. O welche Nacht
Ging ihm voraus! Wie schön war sie am Himmel,
Obwol ein Sturm sie unterbrach, der sie
Durch diesen Wechsel schöner nur gemacht;
Wie schrecklich auf der Erd', wo Friede, Hoffen
Und Lieb' und Lustbarkeit in einer Stunde
Von Menschenleidenschaft zertreten ward
Zu einem Menschenbrei, wo sich noch nicht
Ein Element vom andern hat getrennt,
Noch stets im Kampf! Und mag die Sonne heut'
So hell sich heben, und zu Dunst zerstreun
Die Wolken, der noch lieblicher als selbst
Der wolkenlose Plan mit goldnen Zinnen,
Schneebergen, Wellen, purpurner als selbst
Des Oceans, den Himmel wandelnd in
Ein hold phantastisch Erdenbild,
So deutlich, daß wir's fast für wirklich halten
Und so verschwimmend doch, daß wir es kaum
Für mehr als nur ein Traumbild nehmen können,
So flüchtig ist's am Himmel hingestreut!
Und dennoch hakt es in die Seele sich
Und sänftigt sie und mischt sich so mit ihr,
Daß Sonnenaufgang, Sonnenniedergang
Der Liebe Stunde trägt und die des Grams,
Wer sie nicht kennt, kennt auch die Reiche nicht,
Wo jene Zwillingsgenien – die uns
Veredeln stets und säubern unsre Herzen,
So daß wir ihren sanften Tadel nicht
Für alle lauten Freuden geben möchten,
Die je die Luft mit ihrem Lärm erfüllt –
Die Schlösser baun, wo ihre Gläub'gen ruhn
Und athmen, wenn auch kurz; doch athmen sie
In dieser kurzen süßen Ruh' genug
Vom Himmel ein, um ihnen Kraft zu geben,
Daß sie die übrigen, gemeinen Stunden
Mit ihren Lasten tragen und durchträumen
In stillem Duldersinn; wenn scheinbar auch
Wie alle andern mühbelad'nen Wesen
Beschäftigt mit dem zugewies'nen Theil
Von Freud' und Leid, zwei Namen für ein Fühlen,
Das unser inn'rer, ruheloser Kampf
Bald so bald anders nennt, obschon sein Sinn
Uns auch beim eifrigsten Bemühn um Glück ,
Entgeht.

Balea. Wie ruhig gebt Ihr Euch doch den
Gedanken hin! Mögt Ihr den Sonnenaufgang,
Der unser letzter sein kann, so betrachten?

Myrrha. Deshalb betracht' ich eben ihn und werf'
Dem Aug', das nicht mehr ihn wird sehen, vor,
Daß es zu oft, zu oft ihn sah, und Dem'
Dabei die schuld'ge Ehr' und Lust nicht gab,
Der diese weite Erde davor schützt,
Daß sie so schwach nicht wird, wie ich es bin
In dieser Form. – Komm, schau hinan zu dem
Chaldäer-Gott! Wenn ich ihn so beschau',
Bekehr' ich beinah mich zu eurem Baal.

Balea. Wie er den Himmel jetzt beherrscht, so hat
Die Erde einmal er beherrscht.

Myrrha. Und jetzt
Beherrscht er sie weit mehr. Nie hatte noch
Ein Erdenkönig halb die Macht und Hoheit,
Die sich in einem Sonnenstrahle birgt.

Balea. Er ist wahrhaft ein Gott.

Myrrha. Dafür hält auch
Der Grieche ihn, doch manchmal meine ich,
Die mächt'ge Kugel müsse eher wol
Der Aufenthalt von Göttern sein als selbst
Von den unsterblichen Beherrschern Einer.
Jetzt bricht er durch die Wolken und erfüllt-
Mein Aug' mit Licht, daß ganz die Welt verschwimmt.
Ich seh' nichts mehr.

Balea. Horch! – habt Ihr nichts gehört?

Myrrha. Nein! Ihr habt's nur gemeint: sie fechten ja
Jetzt außerhalb des Walls, und nicht wie in
Der letzten Nacht in den Gemächern selbst.
Zur Festung ward seit jener tück'schen Stunde
Das Königshaus; und hier im Mittelpunkt,
Der eingefaßt von großen Höfen liegt,
Von pyramidenhaften Königshallen,
Die eine nach der andern man zuerst
Erobern muß, eh' man bis dahin dringt,
Wohin durch Ueberfall sie damals kamen, –
Sind wir selbst vor dem Laute der Gefahr
So abgesperrt wie – vor dem Ruhm.

Balea. Doch sind
Sie schon einmal so weit gelangt.

Myrrha. Ja! doch
Durch Ueberraschung nur, und wurden rasch
Durch Tapferkeit hinausgeworfen. Jetzt
Beschützen Muth uns hier und Wachsamkeit.

Balea. Möcht's ihnen doch gelingen!

Myrrha. Also beten
Jetzt Viele wol, doch mehr noch fürchten es.
'S ist eine angstbewegte Stund'! Ich strebe
Sie fern von den Gedanken mir zu halten,
Doch ach! umsonst.

Balea. Es heißt, des Königs Haltung
Im gestriges Gefecht hab' die Rebellen
Kaum mehr erschreckt, als seine Treuen selbst
Erstaunt.

Myrrha. Das niedre Volk, das eine Horde
Von Sklaven bildet, läßt sich leicht erschrecken,
Leicht in Erstaunen setzen. Aber brav
Hat er's gemacht.

Balea. Nicht wahr, er schlug Belesis?
So hörte ich von den Soldaten sagen.

Myrrha. Der Schändliche ward nieder zwar geworfen,
Doch wieder losgemacht, um nun vielleicht
Ob seinem Sieger noch zu triumphiren,
Der ihn bei seinem Fall verschont, und so
Durch dieses Mitleids Unbedachtsamkeit
Die Krone setzt aufs Spiel.

Balea. Horch!

Myrrha. Ihr habt Recht,
Es nah'n sich Schritte, aber langsam, schwer.

(Soldaten tragen Salimenes herein, der einen Wurfspieß in der Seite stecken hat. Sie setzen ihn auf eines der Ruhebetten, mit denen das Gemach ausgestattet ist.)

Myrrha. O Zeus!

Balea. Nun ist's vorbei!

Salimenes. Nein, sag' ich, nein!
Haut mir den Schuft zusammen, der das sprach,
Wenn ein Soldat er ist.

Myrrha. Schont sein! Das ist
Er nicht; 's ist nur ein Schmetterling des Hofs,
Der mit im Pompe eines Königs flattert.

Salimenes. So laßt ihn leben denn!

Myrrha. Wie's du auch wirst,
Ich hoff's!

Salimenes. Gern lebt' ich diese Stunde, aus
Und diesen Kampf. Doch ich bezweifle es.
Weshalb trugt ihr mich her?

Soldat. Weil's der Monarch
Befahl. Als Euch der Wurfspieß traf und ihr
In Ohnmacht sankt, befahl ausdrücklich er,
Daß man hierher Euch trag'.

Salimenes. Das war nicht schlecht
Gemacht; denn da ich starr, betäubt, wie todt
Da lag, so konnte dieser Anblick die
Soldaten muthlos machen – doch – es ist
Umsonst! – Ich fühle, wie mein Leben ebbt.

Myrrha. Laß mich die Wunde sehn, ich bin im Heilen
Nicht ungeschickt. In meinem Vaterland
Belehrt man drin die Frau'n. Da dort der Krieg
Beständig ist, sind wir an solche Schau
Gewöhnt.

Soldat. Am besten wär's, man zög' den Spieß
Heraus.

Myrrha Nein, nein! das darf nicht sein!

Salimenes. So ist's
Mit mir vorbei?

Myrrha. Ich fürchte sehr, daß mit
Dem Blut, das dann der Waffe eilends folgt,
Dein Leben flieht.

Salimenes. Ich fürcht' das nicht. Wo war
Der König, als ihr von dem Fleck, wo ich
Getroffen ward, hinweg mich trugt?

Soldat. An Ort
Und Stelle, und ermuthigte mit Stimme
Und That die banggewordnen Truppen, die
Euch fallen sahn und nun nach rückwärts wankten.

Salimenes. Habt ihr gehört, wem der Befehl zunächst
Nun übertragen ward?

Soldat. Ich hörte nichts.

Salimenes. So eile hin, und melde ihm, es sei
Mein letzter Rath, daß Zamis meinen Posten
So lang' bekleide, bis die noch gehoffte,
Wenn gleich verzögerte Verbindung mit
Susa's Satrapen, Ofratanes, sei
Geschehn. Jetzt laßt mich hier; denn unsre Schaar
Ist nicht so groß, daß ihr dort fehlen dürftet.

Soldat. Doch, Prinz –

Salimenes. Fort, sag' ich! Dieser Höfling da
Und dieses Weib sind für ein Krankenzimmer
Gerade recht. Da ihr mich auf dem Feld
Nicht sterben ließet, will ich, wenigstens
Hier keine müßigen Soldaten um
Mich sehn. – Fort, fort! Thut, wie ich euch befahl! (Die Soldaten ab.)

Myrrha. Du tapf'rer hoher Geist! Muß denn so bald
Die Erde dich entbehren?

Salimenes. Edle Myrrha!
Ein solches Ende hätt' ich mir erwählt,
Wenn ich den König und das Reich damit
Erretten konnt'. So wie es ist, hab' ich
Sie wenigstens nicht überlebt.

Myrrha. Ach du
Wirst blässer!

Salimenes. Deine Hand! Der Speer im Leib
Verlängert meinen Schmerz nur, ohne mir
Die Kraft zu lassen, noch Etwas zu thun.
Ich riß ihn aus und mit ihm auch mein Leben,
Könnt' ich nur hören, wie's mit dem Gefecht
Jetzt steht,

Sardanapal und Soldaten treten auf.

Sardanapal. Mein liebster Bruder!

Salimenes. Und die Schlacht,
Ist sie verloren?

Sardanapal (muthlos). Ich bin hier.

Salimenes. Ich säh'
Dich lieber so. (Zieht den Speer aus der Wunde und stirbt.)

Sardanapal Und so soll man mich sehn,
Wenn den Entsatz, das letzte schwache Rohr,
An das sich unsre matte Hoffnung klammert,
Nicht Ofratanes bringt.

Myrrha. Hast du nicht noch
Die Botschaft von dem Sterbenden empfangen,
Du möchtest Zamis übertragen den
Befehl?

Sardanapal Jawol!

Myrrha. Und wo ist Zamis?

Sardanapal Todt.

Myrrha. Altada?

Sardanapal Nah' dem Tod.

Myrrha. Und Pania? Sfero?

Sardanapal Am Leben noch ist Pania, Sfero flüchtig,
Vielleicht gefangen auch. Ich bin allein!

Myrrha. Und ist denn Alles aus?

Sardanapal Noch mag der Wall,
Wenn auch nur dünn besetzt – vorausgesetzt,
Daß nicht Verrath uns überwältigt – halten;
Jedoch im offnen, Feld –

Myrrha. Ich dacht', es wär'
Von Salimenes fest beschloss'ne Sache,
Erst dann zu wagen eine Ausfallsschlacht,
Wenn ihr durch den erwarteten Succurs
Verstärkt –

Sardanapal Ich setzte meinen Willen durch.

Myrrha. Der Fehler war der Fehler eines Helden.

Sardanapal Jedoch verhängnißvoll! – O theurer Bruder!
Könnt' ich zurück dich rufen, freudig gäb'
Ich diese Reiche hin, von denen du
Die Zierde warst, das Schwert, der Schild, der Eine,
Deß Ehre alles Andere gesühnt!
Doch weinen will ich nicht um dich; du sollst
Betrauert werden, so wie du's gewollt
Am meisten schmerzt es mich, daß du dies Leben
Verlassen konnt'st im Glauben: ich werd' das,
Wofür du starbst, verächtlich überleben:
Die alte Königswürde unsres Hauses!
Erring' ich wieder sie, so will ich dir
Das Blut von Tausenden als Sühne opfern,
Die Thränen von Millionen – die der Edeln
Sind dein bereits! – Wo nicht, so treffen wir
Uns wieder bald, wenn weiter lebt der Geist
In uns. Dann lies'st in meinem du und läßt
Gerechtigkeit mir widerfahren. Laß
Die Hand mich noch einmal, die warm noch, fassen,
Dein Herz, das nicht mehr schlägt, an dieses drücken,
Das jetzt so schmerzlich klopft. (Umarmt den Leichnam). Nun traget mir
Den Leichnam weg.

Soldat. Wohin?

Sardanapal. In mein Gemach!
Legt unter meines Thrones Himmel ihn,
Als ob der König selbst dort läg'. Nenn dies
Geschehen, sprechen weiter wir davon,
Welch Todtenfest wir solcher Asche schulden.

(Die Soldaten ab mit dem Leichnam des Salimenes.) Pania tritt auf.

Sardanapal. Hast du die Wachen ausgestellt, mein Freund?
Und die Befehle nach dem Plan ertheilt?

Pania. Ich hab' gehorcht, mein König!

Sardanapal. Hält auch noch
Der Muth der Leute vor?

Pania. Mein Fürst?

Sardanapal. Ich weiß
Genug! Wenn zwei Mal ein Monarch was frägt,
Und eine Frag' erhält als Antwort auf
Die Frage, ist's ein schlimmes Zeichen. – Nun,
Sie sind entmuthigt?

Pania. Salimenes Tod
Und das Triumphgeschrei der Feinde, da
Er fiel, hat sie –

Sardanapal. Entflammt sollt's heißen, nicht
Gelähmt. Doch finden wir die Mittel schon,
Aufs Neue zu beleben ihren Muth.

Pania. Solch ein Verlust könnt' einen Sieg umfloren.

Sardanapal. Wer fühlt dies ach! wie ich? Doch eingesperrt
In diesen Wall selbst, sind wir stark und draußen
Gibt's Schaaren noch, die sich durch Heere schlagen,
Um ihres Herrschers Haus als das zu schaun,
Was es einst war – als ein Palast, nicht als
Gefängniß oder Burg.

Ein Officier tritt hastig ein.

Sardanapal. Dein Antlitz scheint
Ein Unheil zu verkünden, sprich!

Officier. Ich wag'
Es nicht.

Sardanapal. Du wagst es nicht? Da Tausende
Sich zu empören wagen, in der Hand
Das Schwert! – Das ist doch seltsam. Bitte! brich
Dies zartgefühlte Schweigen, das den König
Zu kränken scheut. Wir können Schlimm'res hören,
Als du zu sagen hast.

Pania. Mach fort! Du hörst's.

Officier. Der Wall, der uns an Stromes Rand umschloß,
Ist eingestürzt. Der Euphrat, angeschwellt
Vom Regen dieser letzten Tage, schoß
Mit Macht vom Hochgebirge her und über
Die Ufer flutend riß er ein das Werk.

Pania. Das ist ein böses Omen! Heißt's nicht längst:
Die Stadt werd' niemals weichen einem Feind,
Bis auch der Strom ihr feindlich tret' entgegen.

Sardanapal. Das Omen macht mir nichts, der Wallbruch wol!
Wie viel vom Wall ist denn hinweggerissen?

Officier. Wol gegen zwanzig Stadien.

Sardanapal. Und das
Liegt Alles offen nun dem Feind?

Officier. Für jetzt
Verhindert schon des Stromes wilde Wuth
Den Angriff dort; doch wenn er sinkt
In sein gewohntes Bett, und dann von Böten
Wie sonst befahren werden kann, fällt der
Palast in Feindes Hand.

Sardanapal. Das soll er nicht!
Und hätten sich auch Menschen, Elemente,
Ja alle Götter gegen mich verschworen,
Der nie sie reizte, soll mein Vaterhaus
Doch eine Höhle nicht für Wölfe werden,
Sich drin zu mästen und zu heulen – nie!

Pania. Wenn Ihr's genehmigt, eil' ich nach dem Ort
Und treff' zur Sicherung des leeren Raums
Vorkehrungen, wie Zeit und Zeug erlauben?

Sardanapal. Geh' gleich dahin, und bring' so schnell als es
Genaue Untersuchung mag verstatten,
Bericht vom wahren Zustand dieses Werks
Der Wasser mir. (Pania und der Officier ab.)

Myrrha. Daß nun die Welle auch
Sich gegen dich empört!

Sardanapal. Die ist mir ja
Nicht unterthan, mein Kind! Man muß verzeihn,
Da man sie doch nicht strafen kann.

Myrrha. Es freut
Mich, daß die Vorbedeutung dich nicht schreckt.

Sardanapal. Darüber bin ich jetzt hinaus. Ein Omen
Kann nichts mir sagen, was seit Mitternacht
Ich mir nicht selbst gesagt. Verzweiflung kommt
Derartigem zuvor.

Myrrha. Verzweiflung?

Sardanapal. Nein!
Nicht grad' Verzweiflung. Wenn wir Alles wissen,
Was kommen kann, und wie wir ihm begegnen,
Mag unser Entschluß, wenn er fest nur ist,
Ein edleres Bezeichnungswort verdienen.
Doch was sind Worte jetzt! Wir haben ja
Mit ihnen fast und Allem abgeschlossen!

Myrrha. Mit Einem nur noch nicht, dem Letzten, Größten
Für jeden Menschen: mit der That, die Alles
Krönt, was da war und ist und sein noch wird,
Mit jenem Ding, das Allen ist gemein,
Wie auch Geburt, Geschlecht und Sprache sei,
Gesicht und Farbe, Klima, Zeit, Gefühl,
Mit jenem einzigen Verbindungspunkt,
Nach dem's uns zieht, für den wir einst geboren
Und das geheimnißvolle Labyrinth
Betreten haben, das man Leben nennt.

Sardanapal. Da unser Faden bald nun abgelaufen.
So seien wir noch fröhlich! Wer nichts mehr
Zu fürchten hat, mag lächeln über das,
Was einstmals ihn geschreckt, wie Kinder, wenn
Sie eines Popanz wahres Wesen schaun.

Pania tritt wieder ein.

Pania. Es ist, wie dir gemeldet ward. Ich habe
Nun eine doppelte Bewachung hin-
Gestellt, die ich vom Walle nahm, wo er
Am stärksten ist, um jene Lücke, die
Der Strom gerissen, besser, zu bewachen.

Sardanapal. Du hast getreulich deine Pflicht gethan,
Und weil, mein braver Pania, jenes Band,
Das uns vereint, nun bald sich lösen wird,
So nimm, ich bitte, diesen Schlüssel hier: (Gibt ihm einen Schlüssel.)
Er öffnet ein geheim erbaut Gemach
In meiner Kammer hinter jenem Bett,
– Das eine bess're Last als jemals trägt,
Obwol ein groß Geschlecht von Herrschein schon
In seinem goldenen Gefüge lag,
Da's nun umschließt, was Salimenes war –
Such' den geheimen Raum, zu dem dies führt,
Von Schätzen ist er voll. Nimm sie für dich,
Für dein Gefolg'. Genügend ist's, um euch,
Und wärt ihr noch so Viele, zu bereichern.
Laß alle Sklaven frei; und wer nur den
Palast bewohnt, was sein Geschlecht auch sei,
Soll ihn in dieser Stunde noch verlassen.
Die königlichen Boote, einst zur Lust
Erbaut, sie sollen jetzt zur sichern Flucht
Euch dienen. Laß ins Wasser sie und schiff'
Dich ein. Der Strom ist breit und angeschwollen
Und läßt sich – mächt'ger als der König – nicht
Von diesen Meut'rern commandiren. Flieh,
Sei glücklich!

Pania. Unter Eurem Schutz! wenn Ihr
Die Euch Getreuen selbst begleiten wollt.

Sardanapal. Nein, Pania! Das darf nicht sein! Zieh' hin
Und überlasse meinem Schicksal mich.

Pania. Es ist zum ersten Mal, daß ich Euch nicht
Gehorch', allein –

Sardanapal. So wagt's ein Jeder, mich
Am Bart zu zupfen, und die Keckheit hier
Aefft den Verrath von draußen nach? Frag' mich
Nichts mehr, 's ist mein Befehl, mein letzter ist's,
Willst du ihm widerstreben? Du?

Pania. Nicht doch –
Nicht doch!

Sardanapal. So schwör', daß du gehorchen willst,
Wenn das Signal ich geb'.

Pania. Mit schwerem, doch
Getreuem Herzen, Herr! versprech' ich's dir.

Sardanapal. Das ist genug! Jetzt lasse Reisig bringen
Und Tannenzapfen und verwelkte Blätter,
Kurz solche Dinge, die leicht Feuer fangen,
Auch Cedern schaffe her und sein Gewürz
Und Specerei'n und mächt'ge Scheiter Holz,
Um einen großen Holzstoß zu erbaun;
Auch Weihrauch bring' und Myrrhen, denn ich will
Den Scheiterhaufen hohem Opfer weihn,
Und häuf' es rund um jenen Thron.

Pania. O Herr!

Sardanapal. Ich hab's gesagt, und du hast mir geschworen.

Pania. Und würd' mein Wort auch ohne Eidschwur halten.

( Pania ab.)

Myrrha. Was sinnest du?

Sardanapal. Bald sollst du das erfahren,
Was nimmermehr die Welt vergessen wird.

Pania lehrt mit einem Herold zurück.

Pania. Mein König! im Begriff zu thun, was du
Gebotst, ward mir der Herold zugeführt,
Der um Gehör ersucht.

Sardanapal. Er möge sprechen.

Herold. Arbaces, unser König –

Zardanapal. Wie? ist schon
Gekrönt der Mensch? Doch weiter!

Herold. Und Belesis,
Der neugesalbte Hohepriester auch –

Sardanapal. Von welchem Teufel oder Gott? Denn mit
Dem neuen Könige erhob sich sicher
Ein neuer Altar auch. – Doch fahre fort!
Du bist ja da, um deiner Herren Willen
Hier zu verkünden, nicht mir Red' zu stehn.

Herold. Und Ofratanes –

Sardanapal. O der hält zu uns!

Herold (zeigt einen Ring). Glaubt mir, er ist im Lager jetzt der Sieger,
Seht seinen Siegelring.

Sardanapal. Er ist's, fürwahr!
Ein würdiges Triumvirat! Du bist
Zur rechten Zeit gestorben, armer Bruder,
Daß du nicht auch noch den Verrath gesehn.
Der Mann war dein getreuer Freund und mein
Vertrauenswürdigster Satrap. – Mach fort!

Herold. Sie bieten dir das Leben an und lassen
Die Wahl dir, einen Wohnort auszusuchen
In einer der entfernteren Provinzen,
Wo du bewacht, doch als Gefangner nicht,
In Frieden deine Tage mögst beschließen,
Mit der Bedingung, daß du die drei Prinzen
Als Geisel lieferst aus!

Sardanapal (ironisch). Die edeln Sieger!

Herold. Der Antwort harre ich.

Sardanapal. Was Antwort, Sklave?
Seit wann entscheiden Sklaven denn das Loos
Der Könige?

Herold. Seitdem sie frei geworden.

Sardanapal. Sprachrohr der Meuterei! Du wenigstens
Sollst des Verrathes Strafe fühlen, bist
Du gleich sein Stellvertreter nur. He Pania!
Laß seinen Kopf von unsern Wällen schleudern
Ins Lager der Rebellen, in den Strom
Den Leib! Hinweg mit ihm! (Pania und die Wachen ergreifen ihn.)

Pania. Nie habe ich
Mit größerem Vergnügen Euch gehorcht.
Hinweg mit ihm, Soldaten! Doch befleckt
Die Königshall' nicht mit Verrätherblut.
Macht's draußen aus mit ihm!

Herold. Ein einzig Wort:
Mein Amt ist heilig, König!

Sardanapal. Ist's etwa
Das meine nicht, daß du so kommen kannst
Und wagst's zu bieten, daß ich's niederlege?

Herold. Ich habe dem Befehl gehorcht, weil, wenn
Ich's weigerte, das gleiche Loos mich traf,
Das jetzt mir droht, da ich gehorcht.

Sardanapal. So sind
Monarchen denn, die eine Stunde alt,
Ganz so despotisch wie die Könige,
Die schon als Wickelkind im Purpur lagen
Und von Geburt an auf dem Throne saßen!

Herold. Mein Leben hängt an einem Hauch von Euch,
Das Eurige – in Demuth sprech' ich's aus –
Ist ohne Zweifel wen'ger kaum bedroht.
Ist es nun schön, wenn Ihr die letzte Stunde
Von einem Haus, wie Nimrod's, noch benützt,
Um einen armen Herold hinzuwürgen,
Der friedlich, waffenlos, sein Amt erfüllt,
Und Alles so zu kränken, was nicht nur
Als heilig zwischen Mensch und Menschen gilt,
Nein, was uns noch mit heilg'rem Band
An unsre Götter knüpft?

Sardanapal. Da hat er Recht.
Laßt frei ihn ziehn! Mein letzter Lebensact
Soll keiner sein des Zorns. – Da, Bursche! nimm

(Gibt ihm einen goldenen Becher von einem danebenstehenden Tische.)

Den gold'nen Becher hier! Trink deinen Wein
Daraus und denke meiner oder schmelz'
Zur Barre ihn, und denke nichts als was
Er wiegt und werth.

Herold. Ich dank' Euch doppelt für
Mein Leben und dies köstliche Geschenk,
Das es noch werther macht. – Doch soll ich nicht
Auch eine Antwort haben?

Sardanapal. Ja! Ich bitte
Um eine Stunde Waffenruh, mich zu
Bedenken.

Herold. Eine Stunde nur?

Sardanapal. Nur eine!
Wenn sie verflossen ist, und deine Herrn
Vernehmen nichts von mir, so will das heißen,
Daß die Bedingung ich verworfen hab'.
Dann mögen sie nach Gutbefinden handeln.

Herold. Ich werde nicht verfehlen, Euern Willen
Getreulich zu berichten.

Sardanapal. Noch ein Wort!

Herold. Ich werd' es nicht vergessen, was es sei.

Sardanapal. Empfiehl Belesis mich und sage ihm:
Eh' dieses Jahr vergeht, beruf' ich vor
Mein Antlitz ihn.

Herold. Wohin?

Sardanapal. Nach Babylon!
Von dort aus wird er wenigstens dann vor
Mein Antlitz treten.

Herold. Wörtlich werd' ich's ihm
Vermelden! (Herold ab.)

Sardanapal. Pania! – nun, lieber Pania!
Geh' rasch an das, was ich befahl.

Pania. Mein König,
Bereits sind die Soldaten abgeschickt
Und schau, da kommen sie!

(Soldaten treten ein und erbauen einen Holzstoß um den Thron.)

Sardanapal. Noch höher, Freunde!
Und dichter noch! Und macht es so, daß nicht
So rasch der Grund in dünner Flamme sich
Verzehr', noch auch sich löschen lass' durch das,
Was dienstbefliss'ne Hilfe bringen könnte.
Mein Thron soll recht die Mitte davon sein;
Ich möchte ihn den neuen Herren nur
Mit unlöschbarer Glut befrachtet lassen.
Baut mir das Ganze auf, als gält's die Burg
Von unsrem größten Feinde zu entflammen.
– Nun sieht's was gleich! – Was meinst du, Pania?
Reicht das für eines Königs Leichenfest?

Pania. O Herr, für eines Königreichs! Ach jetzt
Versteh' ich Euch!

Sardanapal. Und tadelst mich?

Pania. O nein!
Laßt mich den Holzstoß nur in Flammen setzen
Und mit Euch theilen ihn.

Myrrha. Der Dienst ist mein.

Pania. Wie? eines Weibs?

Myrrha. Es ist Soldatenpflicht,
Zu sterben für den Kriegsherrn; warum soll
Das Weib denn nicht mit dem Geliebten sterben?

Pania. Das ist ganz ungeheuerlich!

Myrrha. O nicht
So sehr, als, Pania, du glaubst. Indessen
Leb' du! – Ade! der Holzstoß ist bereit.

Pania. Ich würd' mich schämen, meinen Herrn zu lassen,
Daß nur ein Weib sein Ende theilen sollt'!

Sardanapal. Schon allzu Viele sind als Herold mir
Voraus ins Grab geeilt. Zieh fort von hier,
Bereich're dich!

Pania. Und leb' als Hund!!

Sardanapal. Denk', was
Du schwurst; unwiderruflich, heilig ist's!

Pania. So leb' denn wohl!

Sardanapal. Durchsuche gründlich mein
Gemach. Nimm's nicht so schwer, das Gold zu holen.
Bedenke, was du läßt, fällt an die Brut,
Dich mich gestürzt. Hast du dann Alles sicher
Nach deinen Booten fortgebracht, so laß,
Wenn du das Schloß verläßt, noch einen langen
Trompetenstoß ertönen; denn das Ufer
Ist zu entfernt, der Strom zu rauschend jetzt,
Als daß von dorther noch ein Echo käme.
Dann flieh' und schaue unterwegs zurück,
Setz' dann die Fahrt im Euphrat weiter fort,
Und wenn du Paphlagonien erreichst,
Woselbst die Königin mit meinen Söhnen
An Cotta's Hof in Sicherheit verweilt,
So melde ihr, was du beim Scheiden sahst
Und bitte sie, deß eingedenk zu sein,
Was ich bei einem trübern Scheiden sprach.

Pania. O laß mich diese königliche Hand
Nur einmal noch an meine Lippen drücken,
Und reich' sie den Soldaten auch, den Armen,
Die ja so gern für dich gestorben wären.

(Pania und die Soldaten drängen sich um ihn und küssen ihm die Hand und den Saum des Kleides.)

Sardanapal O meine treu'sten, meine letzten Freunde!
Nicht allzuweich laßt uns einander machen.
Geht rasch! Jed' Lebewohl sollt' schnell sein, wenn's
Für ewig ist, sonst macht's die Augenblicke
Zur Ewigkeit, und lastet noch mit Thränen
Des Lebens letzte traur'ge Körner Sands.
Geht und seid glücklich! Glaubet mir, ich bin
Jetzt nicht mehr zu beklagen, – oder mehr
Ob des Vergangnen als der Gegenwart –
Denn unsre Zukunft steht ja in der Hand
Der Götter, wenn es welche gibt. Das werd'
Ich bald nun wissen. – Jetzt lebt wohl – lebt wohl!
(Pania und die Soldaten ab.)

Myrrha. Das waren brave Leute! 's ist ein Trost.
Daß unsre letzten Blicke noch auf liebe
Gesichter trafen.

Sardanapal. Und auf liebliche,
Mein holdes Herz! – Doch höre mich! Wenn du
In diesem Augenblick – denn jetzt stehn wir
Am Rand! – ein innerlich Entsetzen fühlst
Vor jenem Sprung ins Jenseits durch die Flammen,
So sag's! Ich werd' nicht weniger dich lieben,
Ja mehr vielleicht, weil der Natur du folgst,
Und noch ist's Zeit, daß du entrinnen kannst.

Myrrha. Soll eine von den Fackeln ich entzünden,
Die bei der ew'gen Lampe draußen liegen,
Vor Baals Altar, dort in dem Vorgemach?

Sardanapal Thu so! Ist deine Antwort dies?

Myrrha. Du sollst
Es sehen. (Myrrha ab.)

Sardanapal (allein). Sie ist fest. – Ihr, meine Väter,
Zu denen ich, nun komm', durch meinen Tod
Vielleicht gereinigt von den groben Flecken
Zu sinnlicher Natur! ich möchte nicht,
Daß euer alter Königssitz vom Fuß
Empörten Bauernvolks geschändet werde.
Wenn euer Erb' ich nicht erhalten konnte,
Wie ihr mir's ließt, nehm' ich den schönern Theil,
Den Schatz, die Säle und die heil'gen Reste
Von Waffen, Beute und Erinnrungszeichen,
Worin die wüste Brut gewühlt nur hätte,
Jetzt mit zu euch in jenem Element,
Das Alles löst und ganz der Seele gleicht.
Weil's nur den kleinsten Theil des Stoffes nicht
In seiner Glut verzehrt. Und dieser Brand
Des königlichsten aller Scheiterhaufen
Soll nicht nur eine Säule sein von Feuer
Und Rauch, ein Leuchtthurm für den Horizont
Von einem Tag, und dann ein Aschenberg,
Vielmehr ein Licht, Jahrhunderten zu leuchten,
Rebell'schen Völkern, allzu üpp'gen Fürsten.
Die Zeit wird manches Volks Annalen
Und manches Helden hohe Thaten löschen,
Wird Reich um Reich, wie dieses erste Reich
In Nichts verwehn; doch aufbewahren wird
Sie meine That, ja als ein Werk sie nennen,
Das Wen'ge nachzuahmen wagen, Keiner
Verachten wird, wenn Mancher auch ein Leben
Vermeiden mag, das solch ein Ende nahm.

Myrrha kehrt mit einer angezündeten Fackel in der einen Hand und einer Schale
in der andern zurück.

Myrrha. Sieh da die Lampe, die uns leuchten soll
Zum Sternenkreis!

Sardanapal Und diese Schale hier?

Myrrha. Es ist die Sitte meines Vaterlands,
Trankopfer darzubringen unsern, Göttern.

Sardanapal Und meine ist's, den Menschen sie zu bringen.
Ich habe meine Sitte nicht vergessen,
Und bin ich auch allein, will einen Trunk
Zum Angedenken manchen frohen Mahls
Ich thun.

(Sardanapal nimmt die Schale, trinkt und schüttelt die umgekehrte Schale aus. Wie ein Tropfen fällt, ruft er:)
Und dieses Opfer hier gehört
Dem trefflichen Belesis!

Myrrha. Ei warum
Verweilt dein Geist bei diesem Manne mehr
Als beim Genossen seiner Schlechtigkeit?

Sardanapal. Der ist Soldat nur, Werkzeug, eine Art,
Von Menschenschwert in eines Freundes Hand,
Der Andre ist der eigentliche Hebel
Des kriegerischen Puppenmanns. Jedoch
Ich werfe sie aus meiner Seele nun! –
Hör', Myrrha, folgst du wirklich mir
Ganz frei und ohne Furcht?

Myrrha. Und glaubst du denn,
Ein Griechenmädchen wag' aus Liebe nicht,
Was Inderwittwen des Gebrauchs halb thun?

Sardanapal. Dann haben wir des Zeichens nur zu harren.

Myrrha. Lang' dauert's, bis es schallt.

Sardanapal. Und jetzt leb' wohl,
Ein letzt Umarmen noch!

Myrrha. Umarmen ja,
Doch nicht das letzte schon! – noch eines kommt.

Sardanapal. Ja, wenn das Feuer unsre Asche mischt.

Myrrha. Und rein wie meine Lieb', soll sie befreit
Von Erdenschmutz und ird'scher Leidenschaft,
Sich bleich mit deiner mischen. Ein Gedanke
Nur quält mich noch.

Sardanapal. Der ist?

Myrrha. Daß Freundeshand
Nicht, unsern Staub in Eine Urne senkt.

Sardanapal. Nur um so besser! Lieber, möge sie
Des Himmels Wind in alle Lüfte tragen,
Als daß die Hand von Sklaven und Verräthern
Sie noch befleckt. In diesem flammenden
Palast, der Riesenwälle rauchendem
Ruin errichten wir ein edler Denkmal,
Als dies Aegypten einst in seinen Bergen
Von Ziegelstein ob todten »Fürsten« that,
Vielleicht auch »Färsen«, denn Niemand weiß ja recht,
Ob diese stolzen Pyramiden für
Monarchen waren, oder Apis Stamm
Erbaut. Was wollen solche Maale heißen,
Die urkundlos vergess'ne Größen feiern?

Myrrha. So leb' denn wohl, du Erde! lebe wohl
Du schönster Erdenfleck, mein Ionien!
Sei du noch frei und schön, und weit entfernt
Von der Zerstörung Hand! Mein letzt Gebet
Sei dein, dein meine letzten Erdgedanken,
Nur einer nicht.

Sardanapal. Und der?

Myrrha. Ist dein!

(Die Trompete Pania's tönt aus der Ferne.)

Sardanapal. Horch!

Myrrha. Jetzt! –

Sardanapal. Ade Assyrien! Heiß hab' ich dich
Geliebt, mein Vater-, meiner Väter Land!
Und mehr als Heimat denn als Königreich!
Ich sättigte mit Lust und Frieden dich;
Dies ist mein Lohn! So danke ich dir nichts,
Auch nicht ein Grab. – Jetzt, Myrrha! (Er besteigt den Holzstoß.)

Myrrha. Bist bereit?

Sardanapal. Wie deine Fackel dort.

(Myrrha zündet den Holzstoß an.)

Myrrha. Es brennt! Ich komme!

(Während Myrrha vorwärts springt, um sich in die Flammen zu stürzen, fällt der
Vorhang.)

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