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Sämmtliche Märchen. Einzige vollständige vom Verfasser besorgte Ausgabe

Hans Christian Andersen: Sämmtliche Märchen. Einzige vollständige vom Verfasser besorgte Ausgabe - Kapitel 50
Quellenangabe
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authorHans Christian Andersen
titleSämmtliche Märchen. Einzige vollständige vom Verfasser besorgte Ausgabe
publisherVerlag von Johann Friedrich Hartknoch
printrunNeunzehnte vermehrte und verbesserte Auflage
illustratorL. Hutschenreuter und V. Petersen
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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Der Freundschaftsbund.

So eben haben wir eine kleine Reise gemacht und schon verlangt uns nach einer größern. Wohin? Nach Sparta, nach Mycene, nach Delphi! Es giebt hundert Orte, bei deren Namen das Herz von Reiselust pocht. Es geht zu Pferde die Bergpfade hinauf, durch Gestrüpp und Gesträuch; der einzelne Reisende erscheint wie eine ganze Karawane. Selbst reitet er mit seinem Agojat voraus, ein Packpferd trägt Koffer, Zelt und Proviant, ein paar Gensdarmen folgen zu seinem Schutze nach. Kein Wirthshaus mit weichen Betten erwartet ihn nach der ermüdenden Tagesreise, das Zelt ist oft sein Dach in der großen, wilden Natur, der Agojat kocht einen Pilau Derselbe wird aus Hühnern, Reis und Carri bereitet. zum Abendessen; tausend Mücken umschwärmen das kleine Zelt, es ist eine klägliche Nacht und morgen führt der Weg über stark angeschwollene Flüsse; sitze fest auf Deinem Pferde, daß Du nicht fortgespült wirst!

Welcher Lohn wird Dir für diese Beschwerden? Der größte, reichste! Die Natur offenbart sich hier in ihrer ganzen Größe, jeder Fleck ist historisch, Augen und Gedanken schwelgen. Der Dichter kann es besingen, der Maler in reichen Bildern darstellen, aber den Duft der Wirklichkeit, der auf ewig hineindringt und in der Seele des Beschauers bleibt, vermögen sie nicht wiederzugeben.

In vielen kleinen Skizzen habe ich versucht, eine kleine Strecke von Athen mit seiner Umgebung anschaulich zu machen, und dennoch, wie farblos steht das gegebene Bild, wie wenig zeigt es Griechenland, diesen trauernden Schönheitsgenius, dessen Größe und Kummer der Fremde nie vergißt!

Der einsame Hirte droben auf dem Felsen würde durch eine einfache Erzählung einer seiner Lebensbegebenheiten vielleicht besser, als ich mit meinen Bildern, Demjenigen das Auge öffnen können, der in einigen Zügen das Land der Hellenen schauen will.

Laß ihn denn reden! spricht meine Muse; wohlan! Eine Sitte, eine hübsche, eigenthümliche Sitte soll dem Hirten dort auf dem Berge Stoff für seine Erzählung bieten, nämlich:

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