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Saly's Revolutionstage

Ulrich Hegner: Saly's Revolutionstage - Kapitel 20
Quellenangabe
typefiction
booktitleSaly's Revolutionstage
authorUlrich Hegner
year1828
firstpub1814
publisherG. Reimer
addressBerlin
titleSaly's Revolutionstage
pages260
created20130527
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Wir kamen ruhig nach Basel. – Von allem, womit uns der Spion bedroht, und was die Bauern im 66 Geiste gesehen, war nichts anzutreffen. Nur herrschte, je näher wir der Stadt kamen, eine auffallende Stille auf den Straßen; und hier und da trafen wir auf einzelne Männer zu Pferde, die wie Eilbothen davon trabten. Auch saß in einem Wirthshause, wo wir einen Augenblick hielten, ein breiter junger Bauernsohn hinter dem Tische, stolz auf eine Kokarde, die er am Hute trug. Ich hätte aber nicht auf seine Hoffart geachtet, wäre ich nicht durch meinen Begleiter aufmerksam gemacht worden, der mir ins Ohr raunte: dieß sey das Kennzeichen der Patrioten; wir werden bald auch solche tragen, wie er sicher wisse.

Er konnte sich wirklich nicht satt an der Kokarde sehen, und je mehr er darnach sah, desto mehr that der Bauer breit damit, und je breiter dieser that, desto mehr beneidete ihn mein Gefährte; es machte ihn ganz unruhig, und er maß schon auf seinem eignen Hute den Platz aus, wo künftig die seinige stehen sollte.

Auch dieß wird wirken, dachte ich; wozu sich ein vernünftiger Mann durch die beredtesten Gründe kaum verleiten läßt, dazu braucht es bey hundert jungen Laffen nur eines solchen sinnlichen Zeichens.


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