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Sagen aus Westfalen

: Sagen aus Westfalen - Kapitel 38
Quellenangabe
titleSagen aus Westfalen
typelegend
created20020117
senderhille@abc.de
modified20170929
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Hostienwunder

In Laer erzählte man mir folgende Geschichte. Ein ungläubiger Offizier hatte immer davon gehört, daß die Katholiken so sehr an die heilige Kommunion glaubten. Da wollte er doch die Probe auf das Exempel machen. Er bot drei Soldaten greulich viel Geld, dann sollten sie die Hostie nicht hinunterschlucken, sondern im Mund behalten und mit in die Wirtschaft nehmen. Die Soldaten haben das auch getan. Und wie sie nun die Hostie in das Bier taten, ist dieses zu Blut geworden. Und die Männer wurden mit einem Male ganz schwarz, bloß die Fingerspitzen, womit sie die Hostie aus dem Mund genommen und in das Bier getan hatten, waren weiß geblieben. Da war denn der Schrecken unter den Leuten groß. Und sie ließen einen Pater kommen, der sagte, die drei müßten ewig fortleben. Sie brauchten ihnen aber kein Essen zu geben und sollten sie nur einmauern. Da haben sie eine Ecke vom Zimmer abgetrennt, und darin sitzen die drei Spötter bis auf den heutigen Tag. Wo sich die Geschichte zugetragen hat, weiß man nicht genau zu sagen.

 


 

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