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Sagen aus Westfalen

: Sagen aus Westfalen - Kapitel 16
Quellenangabe
titleSagen aus Westfalen
typelegend
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modified20170929
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Der böse Geist

Eine halbe Stunde von hier steht ein kleines Häuschen, worin noch vor zehn Jahren eine Bauernfamilie wohnte, die dieses Häuschen von dem nahe wohnenden Schulzen gemietet hatte. jetzt steht es seit mehreren Jahren leer, und die Familie mußt es wider Willen verlassen, weil ein Geist sich darin umtreibt, der ihnen keine Ruhe lassen wollte. Oft wenn die Frau morgens nach den Kühen sehen wollte, hatte der Geist einer den Hals umgedreht oder einem Kalbe die Füße mit Stroh aneinander gebunden und es im Stalle aufgehängt. Auch lärmte es nachts auf dem Boden und in der Küche, warf Stühle, Töpfe und anderes Gerät durcheinander und ließ keinen schlafen. Wer auch um Mitternacht vorn aus der großen Tür ging, der bekam eine tüchtige Ohrfeige, und es wurden ihm die Augen dergestalt verblendet, daß er das Haus nicht wiederfinden konnte und in der Gegend umherirrte, bis der Morgen anbrach. Nun geht die Sage, daß der Geist durch einen Baum, der bei der Erbauung dieses Häuschens aus der Davert geholt und in den vor alten Zeiten ein sehr böser Geist gebannt, mit hineingebracht sei. Die Davert aber ist ein sieben Stunden langer Wald, in der Gegend von Ottmarsbocholt, und der größte in unserem Lande, in den aus der ganzen Gegend alle bösen und unruhigen Geister verwiesen werden.

 


 

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