Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > >

Sagen aus Westfalen

: Sagen aus Westfalen - Kapitel 10
Quellenangabe
titleSagen aus Westfalen
typelegend
created20020117
senderhille@abc.de
modified20170929
Schließen

Navigation:

Das Hufeisen auf dem Überwassers-Kirchhofe

Als die Liebfrauen-Kirche in Münster gebauet wurde, sah der Teufel mit großem Verdruß diesem herrlichen Bau zu und sann auf allerlei Mittel, das gottgefällige Werk zu hintertreiben. Endlich beschloß er, durch List die Sinne des Baumeisters zu betören, schminkte sich, flocht seine Haare in Zöpfe und kam mit schönen Frauenkleidern angetan und mit seidenen Handschuhen und köstlichen Edelsteinen ausgeziert auf dem Bauplatz. Allein der Baumeister ließ sich nicht irremachen, auf seinen Maßstab gestützt hörte er unbewegt die Reden der schönen Frau und wies selbst Geld und Edelsteine, welche sie ihm bot, mit Verachtung zurück. Da ergrimmte der Teufel, stampfte zornig mit dem Fuß auf den Boden und verschwand mit Hinterlassung eines argen Gestankes. Sein Pferdefuß aber hatte sich in den Stein, auf welchen er trat, abgedrückt, so daß die Spur des Hufeisens noch heutigentages auf dem Überwassers-Kirchhofe sichtbar ist.

 


 

 << Kapitel 9  Kapitel 11 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.