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Sagen aus Schwaben

: Sagen aus Schwaben - Kapitel 78
Quellenangabe
titleSagen aus Schwaben
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Der Teufelsstein

Dle Wendelinskapelle bei Nußbach in der Nähe von Oberkirch stand früher noch weiter vom Dorf entfernt, auf dem Platze, wo jetzt ein Bildstock einrichtet ist. Damals wollte der Satan sie zertrümmern. Er lud mit Hilfe anderer Teufel den größten der »zwölf Steine« auf seine Achsel und ging damit durch das große Rappenloch auf den Berg gerade über der Kapelle. Dort begegnete er einem alten Männlein, das ihn fragte, was er vorhabe. Er antwortete: »Den Schweinestall da unten, worin ein paar alte Säue grunzen, will ich mit dem Stein zusammenwerfen!« Dabei zeigte er auf die Kapelle, in der ein paar alte Frauen beteten. Das Männlein redete ihm zu, vorerst seine Last abzulegen und auszuruhen. jedoch der Teufel schlug es ab, weil er allein den Stein nicht mehr in die Höhe bringen könne. »Ich bin stark genug«, erwiderte das Männlein, »und will dir wieder helfen.« Der Teufel ließ sich bewegen, seine Last abzusetzen. Kaum aber war dies geschehen, so verschwand das Männlein, und der Satan mußte den Felsen liegen und die Kapelle stehen lassen. Das Männlein aber war unser Heiland gewesen. Noch jetzt liegt der Fels, den man den Teufelsstein nennt, auf dem Platze. Nachts treibt dort der Böse sein Wesen; manchmal fährt er unter Peitschenknallen mit sechs Geißböcken daher.

 


 

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