Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > >

Sagen aus Schwaben

: Sagen aus Schwaben - Kapitel 54
Quellenangabe
titleSagen aus Schwaben
typelegend
created20020117
senderhille@abc.de
modified20170929
Schließen

Navigation:

Hexenritt

In der Gegend von Leutkirch lebten einmal ein Mann und eine Frau. Die Frau war eine Hexe und war viele Nächte nicht zu Hause. Ihr Mann merkte das wohl, wußte aber nicht recht warum. Einmal schlich er ihr nach und schaute von der Stube durch ein Fenster in die Küche hinein. Die Frau war gerade dabei, einen Besenstiel mit Salbe zu bestreichen. Hierauf setzte sie sich darauf und fuhr zum Kamin hinaus. Der Mann hörte sie rufen: »Hopp, hopp un neane na!« Der Mann besann sich nicht lange und machte es ebenso. Auch er fuhr wie ein Wetter durchs Kamin. Er gelangte nach einer langen Luftfahrt in einen riesigen Saal, wo großer Hexentanz war. Es ging über die Maßen lustig zu, von Mitternacht bis zum Morgen. Auf einmal hörte er ein Munkeln im Gewühle und Läuten. Husch! Alles stob auseinander und war wie weggeblasen. Der gute Mann wußte nicht, was das zu bedeuten habe. Er vernahm von ferne eine Frühglocke. Auf einmal saß er auf einem weiten, öden Felde, wo nichts als Gräber und Totengerippe zu sehen waren. Er war in einer wildfremden Gegend. Zwei Jahre brauchte er, bis er wieder in seine Heimat kam.

 


 

 << Kapitel 53  Kapitel 55 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.