Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > >

Sagen aus Schwaben

: Sagen aus Schwaben - Kapitel 52
Quellenangabe
titleSagen aus Schwaben
typelegend
created20020117
senderhille@abc.de
modified20170929
Schließen

Navigation:

Das silberne Messer

Bei Fleischwangen in der Federseegegend, da wo einst die Burg des Ritters Hans von Ringgenburg stand, erschien vor Zeiten oft ein schönes Fräulein in schwarzseidenem Gewand auf dem Felde bei den Schnittern und brachte ihnen einen Krug Wein und ein Laiblein schneeweißen Brotes. Das Fräulein hatte alleweil ein silbernes Messerlein dabei und sagte immer dazu: »Gebt mir mein Messerlein wieder, sonst bin ich verloren!« Lange ging es so gut, und die Knechte und Mägde gaben das Messerlein immer wieder zurück. Aber einmal war ein roher Geselle unter ihnen, der behielt es. Und so sehr das Fräulein auch bat und flehte, der Knecht gab es nicht heraus. Da raufte sich das Fräulein das Haar, zerriß sein seidenes Kleid und verschwand, als ob die Erde es verschlungen hätte. Seitdem ist es nimmer gesehen worden.

 


 

 << Kapitel 51  Kapitel 53 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.