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Sagen aus Schwaben

: Sagen aus Schwaben - Kapitel 48
Quellenangabe
titleSagen aus Schwaben
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modified20170929
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Schrättele in Herbertingen

Oft müssen gewisse Personen als Schrättele gehen, weil es ihnen von andern angetan worden ist. So hatte vor nicht langer Zeit ein Bauer in Herbertingen eine Magd, die alle Nacht ihre Wanderung antreten mußte. Die Kinder des Bauern hörten öfters, als sie schon im Bett waren, ein Geräusch in der Kammer der Magd. Bei frischgefallenem Schnee konnte dann festgestellt werden, daß die Magd nachts die Kammer und das Haus verließ. Der Bauer stellte sie zur Rede, und nach langem Drängen gestand die Magd, daß sie nichts dafür könne, denn es sei ihr »angetan«. Hierauf fragte der Bauer, ob ihr nicht zu helfen sei, worauf sie erwiderte: »Nur dann, wenn ich im Hause zerbrechen kann, was ich will!« Das wurde ihr vom Bauer zugestanden. Nachts darauf lag der Hund tot in seiner Hütte. Das Mädchen aber war befreit. Der Bauer entließ sie zwar aus seinem Dienst, aber hin und wieder durfte sie doch noch einen Laib Brot bei ihm holen.

 


 

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