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Sagen aus Schwaben

: Sagen aus Schwaben - Kapitel 149
Quellenangabe
titleSagen aus Schwaben
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Spuk bei Ludwigshafen

Zwischen Ludwigshafen am Bodensee und Bodman dehnt sich vom Seeufer bis gegen das Dorf Espasingen ein Landstrich aus, der den Namen Hangen führt und von der Stockacher Ach durchflossen wird. Über diesen Bach führt eine Brücke, die sogenannte Hutbrücke. Bei der Brücke soll ehedem ein Galgen gestanden haben. Deshalb ist es auch in dieser Gegend nicht ganz geheuer. Allerlei Spuk wird da getrieben.

Eines Abends wollte ein Knabe aus Ludwigshafen einmal auf einem der Nußbäume, die hier standen, Nüsse holen. Während er auf dem Baume saß, kam über das Feld her eine weiße Gestalt, in weißem Gewand und weißem Strohhut, ging dreimal um den Baum herum und dann wieder zurück über das Feld. Dem Knaben ward es unheimlich, er ließ die Nüsse im Stich, glitt von dem Baum herunter und rannte heim.

Ein andermal wollte nachts ein Jäger bei Mondschein aus einem Entenstand, den er hier errichtet hatte, Enten schießen. Aber statt der Enten sah er einen Fuchs über das Feld kommen. Der schlich am Ufer hin und her und ließ so die Enten nicht näher kommen. Da schoß der Jäger auf den Fuchs, der dann sogleich verschwand. Folgenden Tages erfuhr der Jäger, daß man im benachbarten Bodman einer alten Frau, welche allgemein als Hexe galt, Schrotkörner aus dem Leibe hat schneiden müssen.

 


 

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