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Sagen aus Schwaben

: Sagen aus Schwaben - Kapitel 134
Quellenangabe
titleSagen aus Schwaben
typelegend
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Das Münchinger Weiblein

Auf dem Weg zwischen Münchingen und Bonndorf geht das kopflose Weiblein – es hat den Kopf unterm Arm. Es tut niemand etwas zuleide, es geht nur so neben den Leuten her. Will man es sich aber vom Leibe schaffen oder schilt man es gar, so springt es einem auf die Schultern oder führt die Leute irre. Bei der Kapelle zwischen Münchingen und Bonndorf verschwindet es. Das Weiblein soll zu seinen Lebzeiten seinen Mann umgebracht haben, um einen andern heiraten zu können. Deshalb muß sie zur Strafe geistern, bis ein Jüngling, der nachts um zwölf Uhr an Walpurgis geboren wurde, sie an seinem 20. Geburtstag erlöst.

 


 

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