Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > >

Sagen aus Schwaben

: Sagen aus Schwaben - Kapitel 103
Quellenangabe
titleSagen aus Schwaben
typelegend
created20020117
senderhille@abc.de
modified20170929
Schließen

Navigation:

Das Mädchenkreuz im Freiburger Münster

Am Tage vor Fronleichnam hütete einst ein Mädchen auf dem Freiburger Schloßberg seine Rinderherde. Plötzlich fing eines der Tiere an, mit seinem Horn den Boden aufzureißen, und grub endlich eine silberne Scheibe heraus. Auf ihr war in erhabener Arbeit ein Kruzifix zwischen Maria und Johannes dargestellt. Das Mädchen rief Leute herbei, damit sie in der Stadt den Fund bekanntmachten. Bald erschien eine Prozession, um die Scheibe mit Kreuz und Fahne in das Münster zu bringen. Am Fundort errichtete man ein hölzernes Kreuz und sorgte zugleich für lebenslängliche Pflege des Tieres, das die Scheibe gefunden hatte. Das Mädchen ging, sobald es erwachsen war, ins Kloster. Weil man ihr das Scheibenkreuz verdankt, wird es bei Bittgängen stets den Mädchen vorangetragen und deshalb auch Mädchenkreuz genannt. Das hölzerne Kreuz auf dem Feld fiel dreimal dem Blitzschlag zum Opfer. Nach dem dritten Mal erbaute man weiter unten ein Kruzifix aus Stein.

 


 

 << Kapitel 102  Kapitel 104 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.