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Sagen aus Schleswig-Holstein

: Sagen aus Schleswig-Holstein - Kapitel 3
Quellenangabe
titleSagen aus Schleswig-Holstein
typelegend
created20020117
senderhille@abc.de
modified20170929
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Ertrunkene gehen wieder und kündigen ihren Tod an

Die Wiedergänger nennt man auf Sylt Gongers. Man darf einem Gonger nicht die Hand reichen, sie verbrennt, wird schwarz und fällt ab.

Wem ein solcher Gonger begegnet, der erschrickt nicht, sondern wird vielmehr betrübt. Der Gonger meldet sich aber nicht in der nächsten Blutsverwandtschaft, sondern im dritten oder vierten Gliede. In der Abenddämmerung oder bei Nacht läßt er sich sehen in der Kleidung, in der er ertrunken ist. Er sieht dann zur Haustür hinein und lehnt sich mit den Armen darauf, geht auch sonst im Hause herum, verschwindet aber bald und kommt am folgenden Abend um dieselbe Zeit wieder. Nachts öffnet er, gewöhnlich in schweren aufgezogenen Stiefeln, die voll Wasser sind, die Stubentür, löscht mit der Hand das Licht aus und legt sich dem Schlafenden auf die Decke. Am anderen Morgen findet man einen kleinen Strom salzigen Wassers in der Stube, das dem Ertrunkenen von seinen Kleidern abgetröpfelt ist. Lassen sich die Verwandten durch dieses Zeichen noch nicht überreden, so erscheint der Gonger so lange wieder, bis sie es glauben.

 


 

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