Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > >

Sagen aus Schlesien

: Sagen aus Schlesien - Kapitel 32
Quellenangabe
titleSagen aus Schlesien
typelegend
created20020117
senderhille@abc.de
modified20170929
Schließen

Navigation:

Gestorbene Mutter holt ihr Kind nach

Als ich ein kleines Mädel war, erzählt eine Patschkauerin, da saß ich einmal, mit meinem kleinen Bruder auf dem Schoße, in der Helle am Ofen. Es war eigentlich mein Stiefbruder, und die Mutter war ihm gestorben; der Vater hatte zum zweiten Male geheiratet, und meine Mutter hatte mich mit in die Ehe gebracht. Wie ich so sitze, da sehe ich auf einmal eine Helligkeit und eine unbestimmte Erscheinung im Herrgottswinkel (das ist die Ecke, wo das Kruzifix angebracht ist). Der Kleine auf meinem Schoße streckt die Händchen aus und schreit: »Da, da!« weil er auch die ungewöhnliche Lichterscheinung sah. Dann war alles wieder wie vorher. Als dann der Vater hereinkam, da habe ich ihm erzählt, was wir bemerkt hatten. Da hat er gleich gesagt: »Es wird die Mutter gewesen sein, sie wird den Kleinen holen!« Kaum 14 Tage nachher ist der Knabe wirklich gestorben. Es war also so, die verstorbene Mutter hatte sich ihn geholt.

 


 

 << Kapitel 31  Kapitel 33 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.