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Sagen aus Oberösterreich

: Sagen aus Oberösterreich - Kapitel 44
Quellenangabe
titleSagen aus Oberösterreich
year1947
publisherVerlag Carl Ueberreuter, Wien
typelegend
modified20170929
senderharald.aichmayr@netway.at
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Die Lambacher Wappensage

Um das Jahr 90 nach Christi Geburt lebte am Attersee der reiche Römer Sulpitius. Seine Tochter Flavia schickte er zur Erziehung nach Rom. Als das Mädchen nach Jahren aus dem Süden zurückkehrte, war sie Christin geworden. Der empörte Vater verlangte, daß sie vom neuen Glauben ablasse. Flavia weigerte sich, und auch alles Bitten der Mutter half nichts.

So verstieß der Vater sein Kind. Während eines furchtbaren Gewitters wurde das Mädchen nackt in ein Boot gebunden und auf den Wellen der reißenden Ager ausgesetzt. Vor Angst und Erschöpfung fiel Flavia in Ohnmacht. Bei der Mündung der Ager in die Traun wurde das Schifflein an Land geschwemmt. Ein Hirte, der gerade Holz am Fluß sammelte, fand die Bewußtlose. Auch andere Hirten eilten herbei. Sie befreiten das Mädchen von seinen Fesseln und nahmen es bei sich auf.

Nach dem Tod des grausamen Vaters ließ die Mutter durch Knechte nach ihrem Kinde suchen. Sie fanden Flavia unter den Hirten und brachten sie der überglücklichen Mutter zurück.

Noch öfters besuchte Flavia ihre Lebensretter, die Hirten am Lämmerbach.

Aus dem Wort »Lämmerbach« wurde Lambach. Im Wappen des Marktes ist Flavias Geschichte dargestellt.

 


 

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