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Sagen aus Oberösterreich

: Sagen aus Oberösterreich - Kapitel 17
Quellenangabe
titleSagen aus Oberösterreich
year1947
publisherVerlag Carl Ueberreuter, Wien
typelegend
modified20170929
senderharald.aichmayr@netway.at
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Die melkenden Weiber

Eine seltsame Begegnung aber hatte ein Bauer, als er von Bodendorf gegen Kollerschlag zu um die Mitternacht nach Hause ging. Es schien der Mond ,und die Landschaft war hell und alles leicht zu erkennen. Der junge Bauer ging munter seines Weges und dachte eben an das Mädchen seiner Wahl, bei dem er den Abend verbracht hatte.

Da stockte plötzlich sein Fuß an einer Wegbiegung. Saßen da am Rain des Kleefeldes vier alte Weiber, ganz fremde, deren Gesichter er nie gesehen, hatten in der Mitte ein Grastuch liegen und jedes zog an einem der vier Zipfel, als melkte es eine Kuh.

Als sich der Bauer ein wenig gefaßt, schlug er das Kreuzzeichen. Da erhob sich ein lautes Zischen und die Weiber waren samt ihrem Grastuch verschwunden. Zurück blieb nur leichter, aber ganz deutlicher Schwefelgeruch.

Am Morgen aber gaben in dem benachbarten Dorf die Kühe keine Milch, als wären sie schon gemolken gewesen.

 


 

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