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Sagen aus Niedersachsen

: Sagen aus Niedersachsen - Kapitel 36
Quellenangabe
titleSagen aus Niedersachsen
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Der gebannte Bösewicht

Im kleinen Schlosse zu Wolfenbüttel hat ehemals ein vornehmer Herr gewohnt. Der hatte viel Bosheit zu Lebzeiten ausgeübt, und als er nun gestorben war, konnte er deswegen keine Ruhe finden im Grab, spukte nächtens herum und erschreckte die Bewohner im Schlosse. Die waren übel dran, wußten aber keinen Rat, wie sie den bösen Gast loswerden konnten. Zuletzt wandten sie sich an eine alte Frau in der Stadt, die als Hexe verschrien war, und baten um ihre Hilfe. Was die Hexe sie geheißen, haben sie ausgeführt. Das geschah so. Es kam eines Abends spät jemand mit einer Kutsche angefahren, der befahl dem Geist: Im Namen des Bösen, steige ein! Dem vermochte der Spukende nicht zu widerstehen und nahm Platz. Der Kutscher fuhr ihn nach der alten Gerichtstätte, die da hinten am Lechelnholz liegt, am alten Weg nach Braunschweig. Es war Mitternacht, als sie dort ankamen. Nun befahl der Kutscher dem Geist: Im Namen des Bösen, steig aus! Der gehorchte. Kaum war er ausgestiegen, da wendete der Diener und fuhr rasch weg. Der Geist rief und schalt, aber es half ihm nichts. Der Kutscher sah sich nicht um, hieb auf seine Pferde ein und kam so glücklich in Wolfenbüttel wieder an. So wurden die Leute im Schlosse ihres schlimmen Gastes ledig.

 


 

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