Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > >

Sagen aus Niedersachsen

: Sagen aus Niedersachsen - Kapitel 13
Quellenangabe
titleSagen aus Niedersachsen
typelegend
created20020117
senderhille@abc.de
modified20170929
Schließen

Navigation:

Der Göttinger Wald

Die Waaker erzählen, der Göttinger Wald habe ursprünglich bis an den Tweschweg ihnen gehört und sei erst auf folgende Weise an die Göttinger gekommen. Die Waaker hatten sich um den Wald wenig bekümmert, und so war es zugegangen, daß die Göttinger sich einen Teil davon anmaßten. Darüber entstand nun ein Prozeß zwischen beiden. Da nun niemand die Grenze genau zu bestimmen vermochte, trat eine alter Hirt aus Herberhausen auf und sagte, er wisse sie genau anzugeben; denn er habe in dem Wald viele Jahre lang das Vieh gehütet. Darauf mußte er sich zu einem Göttinger Ratsherrn in den Wagen setzen, und dieser fuhr mit ihm an Ort und Stelle. Der Hirt aber dachte, etwas müßten die Waaker doch wohl behalten, und ging dann so dicht an dem Feldrain hin, daß nur der schmale Streifen Waldes Neu-Waake gegenüber, welcher der Streitforst heißt, liegen blieb und den Waakern zugesprochen wurde. Als die Waaker nun sahen, wie er so die Grenzen abging und fast den ganzen Wald den Göttingern zuwandte, riefen sie ihm laut zu, sie wollten, daß er Hals und Beine bräche. Der Wunsch ging auch schnell in Erfüllung; denn als der Hirt wieder in den Wagen steigen wollte, fiel er und brach das Genick.

 


 

 << Kapitel 12  Kapitel 14 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.