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Sagen aus Mecklenburg-Vorpommern

: Sagen aus Mecklenburg-Vorpommern - Kapitel 89
Quellenangabe
titleSagen aus Mecklenburg-Vorpommern
typelegend
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modified20170929
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Festmachen

Die Fischer am Kurischen Haff, welche mit ihrem Fang den Markt der Stadt Memel zu besuchen pflegen, besitzen die Kunst, jeden, der sich während ihrer Abwesenheit unterfängt, etwas vom Wagen zu stehlen, solange festzumachen, bis sie wiederkommen. So sah vor etwa 100 Jahren die Frau F. mit eigenen Augen, daß ein Kerl bei dem Wagen eines solchen Fischers auf dem Markte festgemacht stand. Der kurische Fischer, der sein Fuhrwerk verlassen hatte, kam endlich zurück, sprach den Kerl mit einigen Zeremonien wieder los und jagte ihn sodann mit Peitschenhieben fort. Der Kerl schrie fürchterlich und erzählte, er sei, sobald er etwas von dem Wagen habe nehmen wollen, ganz gelähmt worden, was auch nicht eher, als bis der Fischer die ihm unverständlichen Worte gesprochen, übergegangen sei. Daher wagt es niemand, von dem Wagen eines kurischen Fischers, mag er auch ganz ohne Aufsicht dastehen, etwas zu stehlen.

 


 

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