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Sagen aus Mecklenburg-Vorpommern

: Sagen aus Mecklenburg-Vorpommern - Kapitel 143
Quellenangabe
titleSagen aus Mecklenburg-Vorpommern
typelegend
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Der Fünflöcherstein bei Zarrentin

Vor alten Zeiten hausten an vielen Orten des Pommerlandes Riesen. Sie waren den Bewohnern des Landes zumeist feindlich gesinnt. Vor allem gerieten sie in Wut, wenn Kirchen gebaut wurden.

Nahe bei dem pommerschen Dorf Zarrentin liegt ein riesiger Stein. Darin sind fünf Löcher, eigentlich Fingerabdrücke, zu sehen.

Als man einst daranging, an dieser Stätte eine Kirche zu errichten, ärgerten sich die Riesen, die bisher dort gewohnt hatten, und zogen sich vor den neuen Bewohnern an die Ostsee zurück. Besonders hatten sie es auf den hohen Kirchturm des Dorfes Sassen abgesehen. Sie beschlossen, ihn mit einem großen Stein einzuwerfen.

In der Gegend von Stralsund versammelten sie sich, um dies auszuführen. Einige Riesen wurden besonders gut gefüttert, damit sie fähig seien, den Wurf aus der weiten Entfernung kunstgerecht vorzunehmen. Einer bekam täglich Rindfleisch, ein anderer Schweinefleisch und ein dritter Hammelfleisch. Dem mit Rindfleisch gefütterten gelang der Wurf. Der Turm stürzte ein, der Stein flog aber noch weiter , er liegt heute nahe beim Dorf Zarrentin. Auch die fünf Löcher, die Eindrücke der Fingerspitzen des Riesen, sind noch deutlich zu erkennen.

 


 

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