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Sagen aus Mecklenburg-Vorpommern

: Sagen aus Mecklenburg-Vorpommern - Kapitel 116
Quellenangabe
titleSagen aus Mecklenburg-Vorpommern
typelegend
created20020117
senderhille@abc.de
modified20170929
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Die drei Särge

Es war im Jahre 1913 in der Gegend von Memel. Als da einmal ein Nachtwächter in der Nacht die Mitternachtsstunde auspfiff, trat aus dem Schatten ein kleines Männchen zu ihm und bat: »Pfeif doch dreizehn! « Der Nachtwächter lachte und sagte: »Das gibt es doch gar nicht! « Da verschwand das Männchen. In der nächsten Nacht kam es wieder und bat ihn diesmal viel eindringlicher: »Pfeif doch dreizehn!« Der Wächter wies es wieder ab. Aber die Sache kam ihm doch merkwürdig vor, und er ging am nächsten Morgen zum Amtsvorsteher und erzählte ihm alles. Der riet ihm: »Wenn das Männchen wiederkommt, dann pfeif ruhig einmal dreizehn.« In der dritten Nacht tat es der Nachtwächter wirklich. Da sah er drei Särge vor sich stehen. Einer war voll Blut, einer voll Wasser, und der dritte war leer. Und das war eine Voraussagung des Krieges. In dem ersten Sarge, da war das viele Blut, das fließen sollte. In dem zweiten waren die Tränen, und der dritte Sarg bedeutete das arme, leere Ostpreußenland, das die Russen ausplündern würden.

 


 

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