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Sagen aus Mecklenburg-Vorpommern

: Sagen aus Mecklenburg-Vorpommern - Kapitel 110
Quellenangabe
titleSagen aus Mecklenburg-Vorpommern
typelegend
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modified20170929
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Der Teufel holt eine Hexe

In einem Dorfe bei Wartenburg lebte vor vielen Jahren eine alte Frau, von der die Leute sagten, daß sie hexen könne. Jedem, der zu ihr kam, bot sie kleine Quarkkäschen zu essen an. Und wer davon nahm wurde sterbenskrank. Es war aber sonderbar: die alte Frau, die auch von den Quarkkäschen aß, blieb gesund und rüstig. Kein Dienstbote wollte mehr bei der Alten bleiben. Da kam eines Tages ein junger Bursche ins Dorf und fragte nach Arbeit. Der Krugwirt wies ihn an die Alte, erzählte ihm aber, welche Macht sie habe. Der Bursche lachte nur und meinte, da könnte er sich ja noch etwas verdienen, wenn er die Alte umbrächte. – Er ging also zu der Alten und fragte nach Arbeit. Die behielt ihn gleich. Dann sagte sie, er habe wohl Hunger und brachte einen Teller mit Quarkkäschen auf den Tisch. Der Bursche nahm eins in die Hand, machte ein Kreuz und wollte hineinbeißen. Da zersprang es mit einem lauten Knall, und eine schwarze Gestalt sprang heraus, die sich auf die Hexe stürzte und mit ihr durch den Kamin sauste, einen Qualm und Gestank zurücklassend. – Der Bursche aber ging zum Pfarrer. Der Pfarrer weihte das Haus, das nun dem Burschen gehörte, da sich keiner fand, der es kaufen wollte.

 


 

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