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Sagen aus Hessen

: Sagen aus Hessen - Kapitel 65
Quellenangabe
titleSagen aus Hessen
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Frankfurts Gründung

Karl der Große hat dreißig Jahre mit den heidnischen Sachsen Krieg geführt, um sie zu unterwerfen und zum Christentum zu bekehren. Einmal wurde er von den Sachsen geschlagen und von ihnen bis zu den Ufern des Mains zurückgetrieben. Hier geriet er in große Not; denn weder Brücke noch Schiffe waren vorhanden, um über den Main zu gelangen. Auch konnte er vor Nebel keinen Durchgang finden. In dieser Not rief er zu Gott um Hilfe. Und siehe, da teilte sich der Nebel, und Karl sah eine Hirschkuh ihre jungen über den Strom führen. Die Franken folgten den Tieren und gelangten glücklich ans andere Ufer. Als nun die Sachsen kamen, konnten sie die Franken nicht weiter verfolgen; denn sie kannten die Furt nicht und konnten sie in dem herrschenden Nebel auch nicht finden. Bald darauf kehrte Karl mit neuer Heeresmacht an den Main zurück, besiegte und unterwarf die Sachsen. An der Stelle, wo er mit seinem Heer den Strom durchschritten hatte, gründete er eine Ansiedlung; denn es war eine schöne und fruchtbare Gegend. Er nannte den Ort zum Andenken an seine wunderbare Errettung der Franken Furt oder Frankfurt. Später erbaute er eine kleine Pfalz in Frankfurt und hielt sich gern darin auf. Sein Sohn Ludwig der Fromme errichtete einen neuen Palast, welcher der Saalhof genannt wurde. Davon hat die Saalgasse bis heute ihren Namen. Ludwig der Deutsche, der Sohn Ludwig des Frommen, ist mit seiner Gemahlin im Saalhof gestorben.

 


 

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