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Sagen aus Hessen

: Sagen aus Hessen - Kapitel 22
Quellenangabe
titleSagen aus Hessen
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Die Werra

Die Werra hat ihren Ursprung in einem Grund der alten gefürsteten Grafschaft Henneberg, die Gabel genannt. Ihren Namen wollen etliche herführen von Guerra oder Werra, ist so viel als Gewerr oder Gewirr – wegen der verwirrten Schlangen-Krümmung ihres Laufes, und des Streits oder Kampfs (Guerra), welchen sie mit andern an sich nehmenden Flüssen hat. Und von diesem alten keltischen Stammwort Wehr (ist so viel als Krieg) wollen einige das Wort Germani als Guerman, Gens d'armes, Werreman (das ist ein Kriegsmann) herführen.

Von den Druiden haben wir in unserm Hessenland an der Werra ein gewisses Wahrzeichen behalten, woher der Name Trittenberg (ist so viel als der Druidenberg), wo jetzt Treffurt liegt, von ihnen übrig geblieben. Auch ist der liebliche Weibername Gertrud (Druytgen, mein Druytchen), Truten Freund – ist so viel wie treuer oder vertrauter Freund – in Hessen noch allgemein.

Ein Götz, Stuffo genannt, ist gestanden an der Werra in dem Eichsfeld auf einem hohen Berg, Staufenberg genannt. Wenn das Volk denselben angerufen, hat der Teufel durch ihn geredet, daher wird selbiger Ort noch das Stuffen-Loch oder Stuffons-Höhle genannt. Etliche halten dafür, aber ohne Grund, daß des Götzen Stuffo Bildnis auf dem Berg eine Meile Weges von Gießen, wo jetzt das Städtlein Staufenberg liegt, gestanden habe.

 


 

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