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Sagen aus Hessen

: Sagen aus Hessen - Kapitel 10
Quellenangabe
titleSagen aus Hessen
typelegend
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Das durstende Heer

Einst war Karl mit seinem Heer in die Gebirge der Gudensberger Landschaft eingerückt, siegreich, wie einige erzählen, nach andern fliehend. Die Krieger schmachteten vor Durst. Der König saß auf schneeweißem Schimmel; da spornte er sein Pferd, daß es mit dem Huf heftig auf den Boden trat und einen Stein aus dem Felsen schlug, in welchem die Spuren seines Trittes zurückblieben. Aus der Öffnung sprudelte die Quelle mächtig, das ganze Heer wurde getränkt. Das Wasser dieser Quelle, welche Glißborn heißt und an der Morgenseite des Odenbergs liegt, ist hell und eisig kalt und besitzt die Eigenschaft, daß es ohne Seife reinwäscht; aus stundenweiter Entfernung, aus Besse und anderen Orten, kommen die Weiber dahin, ihr Weißzeug zu waschen. – Der Stein mit dem Huftritt ist in die Gudensberger Kirchhofsmauer eingesetzt und noch heute zu sehen.

 


 

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