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Sagen aus Franken

: Sagen aus Franken - Kapitel 13
Quellenangabe
titleSagen aus Franken
typelegend
created20010114
modified20170929
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Die dicken Türme

Die Nürnberger Mauer war so dick, der Graben so tief und die Nürnberger Türme so hoch und stark, daß kein Feind wagte, die Stadt anzugreifen. Da kam die Zeit, dass man Kanonen gießen konnte, die man weither über Land fuhr. Der Markgraf Albrecht Alcibiades hatte auch Kanonen dabei, und als er draußen auf dem Rechenberg sich lagerte, schob er von dort lange Zeit in die Stadt. Sehr zum Ärger der Nürnberger, die gar nichts dagegen machen konnten.

Die Nürnberger hatten zwar eine ganze Anzahl Kanonen, die standen hinter den Mauern und konnten nicht hinausschießen. Der Rat aber wagte nicht, die Kanonen aus der Stadt hinauszufahren und draußen vor den Toren aufzufahren. Dort hätten sie frei schießen Können, aber es wäre schwer gewesen, sie gegen einen Überfall der markgräflichen Reiter zu schützen. So mußten denn die Nürnberger Kanonen hinter den Mauern und hinter den geschlossenen Toren stehen und die Nürnberger mußten ertragen, daß die markgräflichen Kanonen ohne Erwiderung in die Stadt hereinschossen.

Als der Markgraf abgezogen war, ließ der Nürnberger Rat schleunigst vier starke Türme an der Stadtmauer mit dicken Mänteln aus Steinquadern umgeben. Oben in der Höhe wurde eine breite Plattform gerichtet, wo man Kanonen aufstellen konnte. Vier solche dicke Türme, die heute noch das Wahrzeichen von Nürnberg sind, wurden damals gebaut.

 


 

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