Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Startseite    Genres    Neue Texte    Alle Autoren    Alle Werke    Lesetips    Shop    Information    Impressum
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > >

Sagen aus Bayern

: Sagen aus Bayern - Kapitel 26
Quellenangabe
titleSagen aus Bayern
typelegend
senderhille@abc.de
created20020117
modified20170929
Schließen

Navigation:

Der Bock bein Auraer Kreuz

In alten Zeiten gingen allabendlich junge Burschen und Mädchen aus Burgsinn nach Aura, um sich dort zu vergnügen. Auf ihrem Weg kamen sie auch an einem Steinkreuz vorbei, das man auf der höchsten Stelle des Pfades errichtet hatte. Immer wieder ermahnten die Alten der beiden Dörfer die jungen Leute eindringlich, nicht zu spät nach Hause zu gehen. Denn in der Nähe des Kreuzes sei nach Mitternacht schon mehrmals ein ungewöhnlich großer Bock gesehen worden. Lachend schlugen sie aber alle guten Ratschläge in den Wind und gingen wie ehedem abends nach Aura. Eines Tages vergnügten sie sich besonders ausgelassen, und es wurde sehr spät, bis sie sich auf den Rückweg machten. Als sie am Kreuz vorbeikamen, vernahmen sie ein Rascheln, und da sprang auch schon ein riesiger Bock aus dem Gebüsch hervor. Er spießte eines der Mädchen auf seine Hörner und rannte blitzschnell davon, ohne daß ihre Begleiter eingreifen und es verhindern konnten. Mehrere Tage lang suchten die Bewohner der beiden Orte nach der Verschwundenen, doch sie wurde nie wieder gesehen. Wegen der feurigen Augen und der schwarzen Hörner, die das Ungeheuer hatte, glaubten die Leute, der Teufel sei in Gestalt dieses Bockes erschienen und habe das Mädchen geholt. Noch lange nach diesem Vorfall mieden die Leute der Umgebung den Weg über das Auraer Kreuz zu nächtlicher Stunde.

 


 

 << Kapitel 25  Kapitel 27 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.