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Russische Volksmärchen

Anton Gotthelf Dietrich: Russische Volksmärchen - Kapitel 7
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titleRussische Volksmärchen
publisherWeidmann'sche Buchhandlung
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4. Märchen vom Ritter Iwan, dem Bauersohne.

In einem Dorfe lebte ein unbemittelter Bauer mit seiner Frau. Drei Jahre hatten sie keine Kinder, aber das vierte Jahr wurde seine Frau schwanger und gebar einen Sohn, dem sie den Namen Iwan gaben. Der wurde fünf Jahr alt und konnte noch nicht gehen. Vater und Mutter wurden traurig und beteten zu Gott, daß er ihrem Sohne gesunde Füße geben möchte, aber so viel sie auch beteten, er mußte sitzen und konnte seine Füße nicht brauchen drei und dreißig Jahre lang.

Eines Tages ging der Bauer mit seiner Frau in die Kirche zur Messe; da kam um dieselbige Zeit ein Bettler an das Fenster ihrer Hütte und bat Iwan, den Bauersohn, um ein Almosen. Iwan, der Bauersohn, antwortete: »Ich möchte dir ein Almosen geben, aber ich kann nicht von der Stelle aufstehen.« – Da sprach zu ihm der Bettler: »Stehe auf und gib mir Almosen, deine Füße sind gesund und geheilt.«

Iwan, der Bauersohn, stand den Augenblick auf von seinem Sitze und wurde sehr froh, daß seine Füße gesund waren. Er rufte den Bettler in seine Hütte und gab ihm zu essen. Darauf bat ihn der Bettler um einen Trunk Bier, und Iwan, der Bauersohn, ging sogleich und brachte Bier, aber der Bettler trank es nicht, sondern befahl ihm, das volle Gefäß zu leeren, und er trank es aus bis auf den Grund. Da fragte ihn der Bettler: »Nun, Iwanuschka, wie viel Kraft fühlst du jezt in dir?« – »Sehr viel!« antwortete ihm Iwan. »So lebe wohl nun!« sprach darauf der Bettler und verschwand. Und Iwan blieb in großer Verwunderung stehen.

Bald darauf kamen sein Vater und seine Mutter, und als sie ihren Sohn gesund sahen, verwunderten sie sich und fragten ihn, wie er sich von seiner Krankheit befreit habe. Da erzählte ihnen Iwan Alles, und die Alten meinten, das sei kein Bettler, sondern ein heiliger Mensch gewesen, der ihn von der Krankheit befreit, und sie fingen an, zu schmausen und sich lustig zu machen. Iwan aber ging, seine Kraft zu versuchen; er kam in den Küchengarten, ergriff eine Stange, stieß sie bis in die Mitte in den Boden und redete so stark, daß das ganze Dorf sich umdrehte. Dann ging er in die Hütte zurück und wollte von seinen Aeltern Abschied nehmen und um ihren Segen bitten. Da begannen die Alten bitterlich zu weinen und baten ihn, er möchte wenigstens eine kurze Zeit noch bei ihnen weilen; aber Iwan achtete ihrer Thränen nicht und sprach: »Wenn ihr mich nicht fortlassen wollt, so werde ich von selbst gehen.« Da segneten ihn die Aeltern, und Iwan, der Bauersohn, betete, verneigte sich nach allen vier Seiten und nahm Abschied von Vater und Mutter. Darauf ging er vom Hofe aus rechts, und er ging, wo seine Augen gerade hinsahen, und wanderte zehn Tage und zehn Nächte. Da kam er in ein Reich; aber kaum war er in die Stadt getreten, als sich ein großes Geschrei und Getöse erhob, worüber der Zar also erschrak, daß er befahl auszurufen, wer dieses Getöse beseitigen würde, der solle seine Tochter zur Gemahlin erhalten, und ihr wolle er das halbe Reich als Mitgift geben.

Als Iwanuschka dies vernahm, begab er sich auf den Zarenhof und befahl dem Zaren zu melden, daß er dieses Getöse beseitigen wolle. Der Thorwächter hörte dies, ging zu dem Zaren und sagt' es ihm. Der Zar befahl sogleich, Iwan, den Bauersohn, zu ihm zu rufen, und als er zu ihm kam, sprach der Zar: »Mein Freund, ist es wahr, wessen du dich gegen den Thorwächter berühmt hast?« – »Ja, es ist wahr, ich habe mich dessen gegen ihn berühmt,« antwortete Iwan, der Bauersohn, »und verlange von dir weiter nichts dafür, als daß du mir das schenkst, was dieses Getöse verursacht.« – Da sagte der Zar mit Lächeln: »Recht gern, nimm es, wenn du es brauchen kannst.« Iwan, der Bauersohn, verneigte sich vor dem Zaren und ging von ihm.

Er kam zu dem Thorwächter und verlangte von ihm hundert Mann Arbeitsleute. Der Thorwächter gab ihm sogleich, was er verlangt hatte. Da nahm sie Iwan, der Bauersohn, und befahl vor dem Schlosse ein Loch zu graben. Und als die Arbeiter die Erde ausgeworfen hatten, erblickten sie eine eiserne Thüre mit einem kupfernen Ring. Diese Thür hob Iwan auf mit einer Hand und sah ein Ritterroß mit Pferdegeschirr und Ritterrüstung, und als das Roß einen seiner würdigen Reiter erblickte, fiel es vor ihm auf die Knie und sprach mit Menschenstimme: »Ei sieh da! du guter Jüngling, Iwan Bauersohn, mich hat der starke Ritter Lukopero hier hereingestellt, ich harre deiner gerade drei und dreißig Jahre und konnte dich kaum erwarten. Setze dich auf mich und reite, wohin dir nöthig ist, ich will dir treu und ehrlich dienen, wie ich meinem starken und berühmten Ritter Lukopero gedient habe.« Da sattelte Iwan, der Bauersohn, sein gutes Roß, gab ihm einen Zügel von gewirktem Bande, legte ihm einen tscherkassischen Sattel auf und schnallte ihm zehn Gurte um, von schemachanischer Seide. Er setzte sich auf dieses Roß und schlug es auf die Hüfte, und das Roß ergrimmte und erhob sich von der Erde höher, als der Wald, Berge und Thäler ließ es zwischen seinen Füßen, mit seinem Schweife bedeckte es große Flüsse, aus seinen Ohren ließ es dichten Dampf gehen, aus den Nasenlöchern Flammen. Da kam Iwan, der Bauersohn, in eine unbekannte Gegend und ritt in ihr gerade dreißig Tage und dreißig Nächte, und gelangte in's chinesische Reich. Hier stieg er ab von seinem guten Rosse und ließ es ins freie Feld laufen. Er selbst ging in die Stadt und kaufte sich eine Blase, zog sie über den Kopf und ging um den Zarenhof. Da fragten ihn die Leute, von wannen er gekommen wäre, was er für ein Mensch sei, welches Vaters und welcher Mutter Sohn. Er aber antwortete auf alle ihre Fragen nur: »Ich weiß nicht.« Da hielten ihn alle für einen Narren und erzählten von ihm dem chinesischen Zaren. Der Zar ließ ihn zu sich rufen und fragte ihn, von wo er herkäme und wie er sich nenne. Aber er antwortete auch dem Zaren: »Ich weiß nicht.« Darauf befahl der Zar, ihm vom Hofe fortzujagen. Aber es begab sich, daß da ein Gärtner war, welcher den Zaren bat, er solle ihm diesen Narren übergeben, damit er ihn bei der Gartenarbeit brauchen könne. Und der Zar überließ ihm den Iwan. Der Gärtner nahm ihn und führte ihn in den kaiserlichen Garten und befahl ihm, den Garten zu reinigen. Er selbst aber ging hinweg.

Iwan, der Bauersohn, legte sich unter einen Baum und schlief ein. In der Nacht erwachte er und brach alle Bäume im Garten um. Früh morgens kam der Gärtner in den Garten und entsetzte sich, als er dieses sahe; er ging zu Iwan, dem Bauersohne, und fing an, ihn zu schimpfen, und fragte ihn, wer diese Bäume alle umgebrochen habe. Er aber antwortete ihm nur: »Ich weiß nicht.« Der Gärtner fürchtete sich, dies dem Zaren zu sagen; aber die Tochter des Zaren sah aus ihrem Fenster und wunderte sich über die Verwüstung und fragte den Gärtner, wer dies Alles gethan hätte. Der Gärtner antwortete, daß der »Ich weiß nicht« diese kostbaren Bäume zerbrochen habe, und bat zugleich, sie solle ihrem Vater nichts davon sagen, und versprach ihr, den Garten in bessern Zustand zu setzen, als er vorher war.

Iwan schlief die andere Nacht nicht, sondern trug aus dem Brunnen Wasser und begoß die zerbrochenen Bäume, und früh morgens fingen sie an zu wachsen, und als die Sonne erschien, schlugen sie aus und wurden noch besser, als vorher. Als der Gärtner in den Garten kam, erstaunte er über die Veränderung, aber er fragte nun schon nicht darnach den Ich weiß nicht, weil er von ihm niemals eine Antwort bekam. Als die Zarentochter erwacht, von ihrem Lager aufgestanden war und in den Garten blickte, sah sie ihn in besserm Zustande, als vorher, und ließ deßwegen den Gärtner zu sich rufen und fragte, wie es zugegangen, daß der Garten wieder in so kurzer Zeit in so guten Zustand gekommen. Der Gärtner antwortete: er könne dies selbst nicht begreifen, und daraus erkannte die Zarentochter große Weisheit in dem Ich weiß nicht. Von dieser Zeit an liebte sie ihn mehr, als sich, und schickte ihm Essen von ihrem Tisch.

Der chinesische Zar hatte drei Töchter, die schön waren; die älteste hieß Duasa, die mittelste Skao, die jüngste, welche sich in Iwan, den Bauersohn, verliebt hatte, hieß Lotao. Eines Tages berief der Zar alle seine Töchter zu sich und sprach zu ihnen: »Meine lieben Töchter, schöne Prinzessinnen, es ist nun die Zeit gekommen, da ihr euch ehelich verbinden sollt, und ich habe euch vor mich gerufen, um euch zu sagen, daß ihr euch aus benachbarten Ländern Prinzen zu Bräutigamen erwählt.« Die zwei ältesten nannten sogleich zwei von ihnen geliebte Zarewitschs, und die jüngste fing an, ihren Vater mit Thränen zu bitten, daß er sie dem Ich weiß nicht zur Frau geben möchte. Der Zar erstaunte, als er dies von seiner Tochter hörte, und sagte alsdann: »Bist du von Sinnen gekommen, meine Tochter, daß du den Narren Ich weiß nicht zum Manne haben willst, der kein Wort sprechen kann?« – »Laßt ihn immer einen Narren sein,« antwortete sie ihm, »aber ich bitte Euch, mein Herr Vater, erlaubt, daß ich ihn zum Manne nehme.« »Wenn du nicht anders willst,« sprach der Zar sehr traurig, »so nimm ihn meinetwegen.« Bald darnach schickte der Zar nach den Prinzen, welche seine ältesten Töchter zu Bräutigamen gewählt hatten, und sobald diese die Einladung erhielten, kamen sie eiligst nach China, und nach ihrer Ankunft wurden sie alsbald mit den Prinzessinnen verheirathet. Eben so wurde auch die Prinzessin Lotao mit Iwan, dem Bauersohne, getraut, und ihre ältesten Schwestern lachten über sie, daß sie einen Narren zum Manne genommen hatte.

Bald darauf fiel ein großes Heer in dieses Reich ein, und der Ritter Polkan verlangte von dem Zaren seine geliebte Tochter, die schöne Lotao, zur Gemahlin. Er drohte ihm und sagte, wenn er ihm nicht seine Tochter zur Gemahlin gäbe, so würde er sein Reich mit Feuer verheeren, und sein Heer mit dem Schwerte, den Zaren und die Zarin in's Gefängnis werfen, und die Tochter mit Gewalt nehmen. Als der Zar diese Drohungen von dem Ritter Polkan hörte, erschrak er sehr und befahl sogleich sein ganzes Heer zu versammeln; da es ganz versammelt war, stellte es sich dem Ritter Polkan unter Anführung der Prinzen entgegen. Und die beiden Heere begannen zu kämpfen, wie zwei furchtbare Gewitterwolken, und der Ritter Polkan schlug das Heer des chinesischen Zaren. Um diese Zeit kam die Prinzeß zu ihrem Manne Iwan, dem Bauersohne, und sprach zu ihm: »Mein lieber Freund Ich weiß nicht, man will mich dir rauben: in unser Reich ist der ungläubige Ritter Polkan mit seinem Heere eingefallen und schlägt unser Heer mit seinem schrecklichen Schwerte. Iwan, der Bauersohn, sagte zur Prinzeß, sie sollte ihn in Ruhe lassen, sprang zum Fenster hinaus, rannte in's freie Feld und rief mit seiner Heldenstimme:

»Siwka Burka! he!
Frühlings-Lichtfuchs! steh!
wie das Blatt vor'm Grase, hier,
unverweilt vor mir!«siehe die Anmerkung im Anhange.

Das Roß rennt, daß die Erde bebt. Aus den Ohren stiegen Dämpfe, aus den Nüstern Flammen: Iwan, der Bauersohn, kroch in ein Ohr, verkleidete sich und wurde ein so wackerer Bursche, daß man es gar nicht mit der Feder beschreiben und nicht im Märchen erzählen kann. Er ritt auf das Heer des Ritter Polkan und hieb ein mit seinem Schwert auf das Heer, trat es nieder mit dem Rosse und verjagte es aus seinem Reiche. Da kam der chinesische Zar zu Iwan, dem Bauersohne, erkannte ihn nicht, und bat ihn zu sich in das Schloß; aber er antwortete ihm: »Ich bin nicht dein Knecht und will dir nicht dienen.« Als er diese Worte gesprochen, ritt er fort von ihm, ließ sein Roß in das freie Feld laufen, ging zurück in das Zarenhaus, schlich sich wieder durch's Fenster hinein, legte sich schlafen und zog wieder seine Blase über den Kopf. Der Zar gab ein allgemeines Fest für diese große Freude, und es währte einige Tage, bis Ritter Polkan auf's Neue mit dem Heere in sein Reich einfiel und wieder die jüngste Tochter mit den vorigen Drohungen zu seiner Gemahlin forderte. Der Zar befahl sogleich wieder, sein Heer zu sammeln, und schickte es aus, gegen Polkan zu fechten. Aber Polkan schlug das Heer wieder. Um diese Zeit ging Lotao abermals zu ihrem Manne, und sprach: »Man will mich dir wieder rauben.« Iwan Bauersohn schickte sie abermals fort, sprang zum Fenster hinaus, eilte in's freie Feld, rufte wie das vorige Mal sein Roß, setzte sich auf, ritt auf das Heer Polkan's, fing an einzuhauen und verjagte es auch bald aus dem Reiche. Der Zar näherte sich ihm wieder und bat ihn zu sich in das Schloß. Aber er hörte nicht auf ihn, ritt hinweg, ließ sein Roß in's freie Feld laufen, kam nach Hause und legte sich schlafen. Der Zar gab wieder ein Festgelag wegen des Sieges über Polkan, aber er dachte immer, was das für ein Held sein möge, der sein Reich so beschützte und das Heer Polkan's niederschmetterte.

Nach einiger Zeit fiel Polkan mit seinem Heere zum dritten Male in das Reich und forderte die Zarentochter Lotao zur Frau mit größern Drohungen. Da befahl der Zar abermals, ein Heer zu sammeln und gegen Polkan auszuschicken. Als beide Heere grimmig kämpften und Polkan die chinesische Macht zu schlagen anfing, da ging die Prinzeß Lotao zu ihrem Manne und sagte ihm, daß sie Polkan ihm rauben wolle. Iwan Bauersohn entfernte sich in Eile, sprang aus dem Fenster und lief in's freie Feld, wo er mit seiner Ritterstimme sein Roß rufte. Er setzte sich auf und ritt fort nach dem Heere Polkan's. Da sprach das Roß mit Menschenstimme: »Ach, Iwan Bauersohn, jezt ist für mich und dich ein schwerer Dienst gekommen; wehre dich soviel als möglich und stehe fest vor Polkan, sonst wirst du sammt dem ganzen chinesischen Heere umkommen.« Da setzte er sein Roß in Wuth, ritt auf Polkans Macht und fing an einzuhauen. Als Polkan sah, daß sein Heer geschlagen wurde, gerieth er in Zorn und überfiel Iwan, den Bauersohn, wie ein ergrimmter Löwe, und es stritten die beiden gewaltigen Helden, daß das ganze Heer sie anstaunte. Sie fochten lange Zeit, und Polkan verwundete Iwan, den Bauersohn, in die linke Hand. Da ergrimmte Iwan Bauersohn, richtete seinen scharfen Wurfspieß auf ihn, und durchbohrte sein Herz. Dann schlug er ihm das Haupt ab und verjagte den ganzen Ueberrest des Heeres aus China. Er trat vor den chinesischen Zaren, und dieser verbeugte sich vor ihm bis zur Erde, und lud ihn ein zu sich in das Schloß. Die Prinzeß Lotao sah Blut an seiner linken Hand, verband ihn mit ihrem Tuche, und bat ihn zu sich in das Schloß, aber Iwan Bauersohn hörte sie nicht und trabte hinweg. Er ließ sein Roß in das freie Feld laufen und ging selbst schlafen. Da befahl der Zar abermals ein großes Festgelag zuzubereiten. Die Zarentochter Lotao ging zu ihrem Manne und wollte ihn wecken; aber sie konnte ihn nicht erwecken. Da erblickte sie plözlich auf seinem Haupte, von dem die Blase abgefallen war, goldene Haare. Sie wurde sehr dadurch überrascht, trat näher zu ihm und erkannte ihr Tuch an seiner linken Hand, mit dem sie die Wunde des Siegers verbunden hatte, und nun wußte sie, daß er es gewesen, der drei Mal den Ritter Polkan besiegt und zuletzt getödtet hatte, lief sogleich zu ihrem Vater, führte ihn in ihre Schlafkammer und sprach: »Sehet, Herr Vater, Ihr habt zu mir gesagt, ich habe einen Narren geheirathet; betrachtet genau seine Haare und diese Wunde, die er von Polkan bekommen hat.« – Da erkannte der Zar, daß er es gewesen, der sein Reich drei Mal von dem Einfall des Ritter Polkan befreit hatte, und wurde sehr erfreut darüber. Sobald Iwan Bauersohn erwachte, nahm ihn der Zar bei seinen weißen Händen, führte ihn in seinen Pallast, dankte ihm für die Befreiung von dem Ritter Polkan, und da er schon alt war, setzte er die Krone auf das Haupt Iwan's, des Bauersohnes. Dieser bestieg den Thron und herrschte friedlich, und lebte mit seiner Gemahlin viele Jahre in großer Liebe und Einigkeit, und sie beschlossen ihr Leben im Glücke.

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