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Ruhe ist die erste Bürgerpflicht

Willibald Alexis: Ruhe ist die erste Bürgerpflicht - Kapitel 48
Quellenangabe
typefiction
booktitleRuhe ist die erste Bürgerpflicht / I. Band
authorWillibald Alexis
year1996
publisherManuscriptum Verlagsbuchhandlung Thomas Hoof KG
address45611 Recklinghausen
titleRuhe ist die erste Bürgerpflicht
pages3-6
created19991228
sendergerd.bouillon
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Zehntes Kapitel.
Bekenntnisse schöner Seelen.

Als die Fürstin, in ihren dichten Zobelpelz gegen die kalte Morgenluft verhüllt, in den Wagen stieg, um in seinen weichen Polstern einer Reihe seltsamer Gedanken Audienz zu geben, war sie nicht wenig betroffen, noch jemand darin zu finden. Es war zu spät zum Schreien; die Tür war zugeschlagen, die Jäger hatten sich aufgeschwungen, und der Wagen rasselte schon über das unebene Pflaster nach dem Berliner Tor zu.

Es war übrigens wohl Grund zum Betroffensein, aber nicht zum Schreck, als die weichen Hände der Baronin Eitelbach die der Fürstin erfaßten. Sie bat sie mit einer mit Tränen kämpfenden Stimme um Verzeihung wegen der Attrappe, aber sie habe sie sprechen müssen, koste es, was es wolle. Deshalb nach Potsdam gekommen, habe sie von Stunde zu Stunde vergebens auf den Augenblick gewartet, mit ihr allein zu sein, und endlich diese kleine List sich erlaubt, um der einzigen Frau, die Teilnahme für sie empfinde, die sie und ihre Leiden verstehe, ihr Herz auszuschütten.

Die Fürstin wollte sich mit sich selbst beschäftigen, und die Leiden der Baronin waren ihr unter allen Dingen, mit denen sie sich beschäftigte, in dem Augenblick die allergleichgültigsten. Das schien wenigstens der Seufzer anzudeuten, der aus ihrer Brust sich Luft machte, aber sie drückte die Freundin mit sanfter Innigkeit an diese selbe Brust:

»Ach, glauben Sie mir, Leiden schickt der Himmel denen, die er liebt.«

»Aber nicht solche«, rief die Schluchzende, »wie mir! Ach, mein Gott, ich weiß ja nun alles, 's ist mir so klar wie was!«

»Was ist Ihnen klar, Liebe?«

»Nichts, sage ich Ihnen, wie ich Ihnen immer gesagt, als ein Mißverständnis. Mein Mops ist mir jetzt ordentlich zuwider; ich könnte ihn vergiften. Aber wer trennt sich gleich von solchem Tier! Er hat nun mal seinen Platz. ›'s ist die Gewohnheit‹, sagt mein Mann. Fanchon hat wohl recht, wenn sie singt –«

»Ich verstehe Sie nicht.« Die Fürstin verstand sie wirklich nicht.

»Ich weiß es, ich rede konfus, ich verstehe mich ja selbst zuweilen nicht. Aber das mit dem Mops war so gewiß ein Irrtum, er konnte nicht dafür, er wußte nicht, daß er meiner war. Es sind boshafte Menschen dazwischen, die haben ihm das arme Tier vor den Fuß geschoben; oh, ich weiß nicht, ich habe eine Ahnung –«

»Eine Ahnung, Baronin?«

»Aussprechen will ich's nicht, nein, gewiß nicht, ich mag niemand unrecht tun, aber der Legationsrat, ich weiß nicht, sein Gesicht – zuweilen –«

»Was hat Wandel mit Ihrem Mops zu tun!«

»Glauben Sie, daß er sein Freund ist?«

»Des Mopses!«

»Nein, seiner! Mögen Sie über mich lachen, ich fürchte, der Rittmeister ist nicht frei.«

»Soviel ich mich entsinne, sagt man, er sei von seinen Gläubigern etwas geniert.«

»Ach, Sie wollen mich nicht verstehen. Er ist zu arglos, gutmütig, er hat das beste Herz von der Welt, ein Gefühl, rein wie ein Kind; mein Gott, Fehler hat jeder Mensch, er hat mir nicht weh tun wollen, aber boshafte Menschen sind dazwischengekommen.«

»Öffnen Sie Ihr reines Herz nicht zu leicht dem Argwohn. Das ist der Wurm, der an unserm Seelenfrieden zehrt. Man täuscht sich bei einem lebhaften Geiste so leicht.«

»Dann ist was andres dazwischengekommen. Sie können sich nicht vorstellen, wie ich mich gequält habe, was ich ihm denn getan haben könnte; Tag und Nacht ließ mir's keine Ruhe.«

»Und Sie haben sich ganz ernst gefragt?«

»Teuerste Fürstin, da blieb kein Fältchen in meiner Seele. Nein, wahr und wahrhaftig, ich tat ihm nichts, ich bin unschuldig; es ist was anderes dazwischengekommen.«

Die Fürstin war in ein Sinnen verfallen, das nicht zu der Art Teilnahme stimmte, welche sie der schönen Frau bisher angedeihen ließ. Sie hatte sich wieder mit sich selbst beschäftigt. So paßte auch ihre Entgegnung nicht ganz zu dem eben Gesagten:

»Das ist der Kobold, meine Freundin, der uns alle neckt: es kommt uns allen, bei unsern besten Entschlüssen, unsern edelsten Bestrebungen, etwas dazwischen, worauf wir nicht gerechnet. Da glaubten wir, mit jahrelangen Mühen, mit gesparter Kraft die Hindernisse beseitigt, wir eilten schon mit offenen Armen dem Ziele entgegen, und plötzlich straucheln wir – Gott weiß, woran, wir wissen es selbst nicht, an einem Ball, den eine Kinderhand uns zwischen die Füße warf, am Reflex einer Scheibe, und wir glauben eine Mauer, einen Abgrund vor uns zu sehen. Wir müssen über uns lachen, wir ärgern, schämen uns, daß es so sein konnte, aber es ist so, und wir sind vom Ziele ab, wir müssen von neuem anfangen. Die Menschen nennen es Zufall. Nein, meine Freundin, es ist der ewige Dämon, der uns von der Wiege an belauscht bis ans Grab, um, wenn wir schwach werden, uns zu fassen. Dagegen können wir auch nichts, gar nichts. Es ist vielleicht vermessen, ihm absolut widerstehn zu wollen, denn mit unsrer Kraft ist's nicht getan. Besser geschehen lassen, was wir nicht ändern, und dann desto herzlicher bitten, daß der rechte Helfer bald erscheint, der uns wieder aufhebt.«

Die Baronin hatte in ihrer Gemütsbewegung nur etwas von dem Monologe aufgefaßt, und es war das, was zu dieser paßte.

»Lachen Sie mich aus, aber ich kann nicht dafür. Ich habe auch zum lieben Gott gebetet, daß er mir einen Freund schicken möchte, der mir hilft.«

»Sie haben doch so viele, meine Beste!«

»Nein, keinen, wo ich Rat holen wollte. Da –«

»Erschien er plötzlich, wo Sie ihn nicht vermutet.«

»Wenn ich die Augen schließe und lange dasitze, sehe ich ihn deutlich vor mir, als wenn er leibte und lebte, nein, noch deutlicher. Ich zähle die Knöpfe an seiner Uniform. Ich sehe ihn, wenn er den Fidibus anzündet, wenn er sich aufs Sofa wirft, das Bein auf den Stuhl legt, wenn er gähnt und seufzt und mit der Hand übers Gesicht fährt.«

»Das sind ja interessante Visionen! Aber erlauben Sie mir, es zu sagen, diese Wahrnehmungen können doch zuweilen sehr unangenehm werden, wenn eine zarte Frau in die Garçonwirtschaft einer Kaserne blickt und alles das sieht. Es soll da nicht sehr sauber hergehn.«

»Sein Herz ist rein, seine Seele ein Spiegel. Ich kann ohne Erröten hineinblicken. Was kümmern mich die Äußerlichkeiten! Er hat in seiner Kaserne keine weibliche Pflege. Da hängt manches am unrechten Ort und geschieht nicht, wie es sollte. Er fühlt es wohl, kann sich aber nicht klar darüber machen. Er fühlt, er muß sich herausreißen, weil er sonst unterginge.«

»Das wissen Sie alles?« rief die Fürstin, über die neue Clairvoyance verwundert. Es ging ihr wie der Lupinus: die Eigenschaft, die sie für sich liebte, ward ihr bei andern unbequem.

»Ich weiß noch mehr. Ja, er ist – er hat Vertrauen zu mir – er wollte sich mit mir verständigen – er hat, wie ich, das Bedürfnis gefühlt, das unselige Mißverständnis aufzuklären, er hatte einen männlichen Entschluß gefaßt; mit einem Wort, teuerste Freundin, er wollte an jenem Nachmittage zu mir, weil er es nicht länger in der Ungewißheit aushalten konnte, und da –«

»Kam etwas dazwischen; jetzt verstehe ich Sie! Aber dann läßt sich ja der Schade leicht wiedergutmachen.«

»Sieht er mir denn ins Herz!« rief die Baronin.

»Man kann ihn langsam sondieren –«

»Langsam! Und es geht los! Er muß mit!« Sie sah die Fürstin mit stieren Augen an, und jetzt brach das lang Verhaltene unwiderstehlich heraus: »Langsam! und Sie waren zugegen, wo sie den Krieg beschlossen haben. Weiß ich, ob er noch in Berlin ist, wenn wir ankommen? Es sind Kuriere mit neuen Marschorders schon diese Nacht abgegangen. Und er geht, ohne zu wissen, was mich quält. Nein, er geht mit dem Gedanken, daß ich ihn verspottet. Die erste Kugel kann ihn treffen, und – und in das Jenseits ist er, und weiß nicht –«

»Daß Sie ihn lieben! – Meine teuerste Baronin, wenn wir das nur geahnet hätten! Man hielt es für eine flüchtige Passion. Wie hier die Welt ist!«

»Ja, diese schlechte Welt kenne ich. Glauben Sie nicht, daß ich mehr weiß? Man hat mit uns ein grausames Spiel getrieben. Man amüsierte sich, mich aufzuziehen, weil er mir damals unausstehlich war. Sie antworteten, ich war ja auch ihm zuwider! Das war recht von ihm. Wie sollte er eine Frau achten, so empfindlich um eitle Torheiten. Er ist ein deutscher Ehrenmann, wie die Ritter in alter Zeit müssen gewesen sein. Gnädigste Frau, Sie kennen dieses Gemüt nicht. Mit seinem ruhigen Auge hatte er meine wahren Gefühle erkannt, und das war es, was seinen Sinn änderte. Er sah mich an mit, nennen Sie's, wie Sie wollen, Aufmerksamkeit, Teilnahme, meinethalben Bedauern, Mitleid; seine Blicke verfolgten mich nun, er wollte mich prüfen, und im Augenblick, wo das Licht der Wahrheit durchschlug –«

Die Fürstin wußte in dem Augenblick nichts Passenderes zu tun, als daß sie die Baronin an die Brust schloß. Die Baronin interessierte sie sehr wenig, ihr Liebesschmerz noch weniger, am wenigsten aber der Rittmeister, dessen Lob eben beginnen sollte. Durch das improvisierte Embrassement verbarg sie außerdem die Träne des Mitgefühls, die in ihrem Auge nicht da war, und ersparte sich eine Antwort, die ihr in dem Augenblick nicht konvenierte.

Sie saßen eine Weile in schweigender Rührung. Bei der Baronin bedurfte es nur des Antippens mit dem Finger, und ihre Bekenntnisse, lange noch nicht erschöpft, brachen von neuem heraus. Dies besorgte die Fürstin, sie schien nur deshalb auf eine Wendung des Gespräches nachzusinnen, welche diesen Ausbruch verhinderte; weil sie aber nur zu gut wußte, wie Gefühle der Art einem Raume mit brennbarem Äther gleichen, wo man kein Licht einbringen darf, damit nicht alles in Flammen stehe, so schwieg sie lieber ganz. Sie fühlte sich indes auch nicht vollkommen sicher auf dem Terrain, denn sie war überrascht, nicht sowohl über die Macht der Leidenschaft, welche die für kalt gehaltene Frau aufregte, als über das Bewußtsein und die Seele, mit welcher sie das Gefühlte aussprach. Wo Diplomaten Bewußtsein und Seele merken, werden sie unsicher und tappen umher, bis sie mit ihren Fühlfäden die Schwäche entdeckt haben, mittelst deren sie den Gegenstand, der sich ihnen entziehen will, wieder in ihr Netz ziehen.

Die Fürstin hatte wenigstens eine unverfängliche Wendung gefunden, als sie, wie aus tiefem Nachsinnen aufseufzend, den Blick gen Himmel, rief:

»Und der Krieg ist es, der meine Freundin so erschreckt! Was ist der Krieg anders als ein Gewitter, das die schwüle Luft reinigt.«

»Mit Menschenblut! Und darunter die Besten. Die Kugel wählt nicht die Schlechten.«

»Wenn nun in der Natur solches verborgenes, furchtbares Gesetz bestünde, das Menschenblut fordert!« fuhr die Fürstin fort, die sichtlich in ein neues Gedankengewebe sich hineinspann oder zu einem Phantasieflug erhob, der über die Fassungskraft ihrer Gesellschafterin hinausging. Sie wollte, obgleich die Wahrnehmung sie interessierte, daß die Leidenschaft auch eine Eitelbach weit über sich erhoben hatte, sich selbst in eine Sphäre erheben, wo jene ihr nicht folgen konnte.

»Ja, es existiert dieses Gesetz! Und der Soldatenstand ist der geehrteste, weil er auf diesem großen Gesetz der geistigen Welt beruht. Warum heißt Gott in der Bibel der Herr der Heerscharen! Es ist das nicht ohne tiefen Grund. Wie herrscht in dem weiten Reiche der lebendigen Natur eine, wir können sagen, gesetzliche Wut aller Wesen gegeneinander! Es gibt keinen Moment in der Zeit, meine Freundin, wo nicht ein lebendes Wesen von einem anderen verzehrt wird. Der Mensch aber ist unter diesen zahllosen Arten von Würgetieren die allerfurchtbarste. Er tötet, um zu essen, um sich zu kleiden, sich zu schmücken, ja aus Vergnügen, er tötet, um zu töten. Der Mensch, dieser entsetzliche Herrscher der Natur, will alles an sich reißen, vom Lamme seine Eingeweide, um eine Harfe widertönen zu lassen, vom Walfisch seine Barten, um das Mieder des jungen Mädchens zu halten; seine Tafeln sind bedeckt mit Kadavern. Ja, dem Menschen ist in dem unerforschlichen Ratschluß des Ewigen das Amt gegeben, den Menschen zu erwürgen, und der Krieg ist's, der den Spruch erfüllt. Die Erde selbst schreit nach Blut. Das der Tiere genügt ihr nicht, auch nicht das der Schuldigen, das durch das Schwert des Gesetzes vergossen wird. Sie will mehr Blut, reineres. Der Mensch, von einer göttlichen Wut ergriffen, an der Haß und Zorn keinen Teil haben, rückt ins Schlachtfeld und tut mit Begeisterung, wovor er schaudert. In Erfüllung des großen Gesetzes, das gewaltsame Zerstörung unter den lebenden Wesen fordert, ist die ganze Erde, fortwährend von Blut getränkt, nur ein ungeheurer Altar, auf dem alles geopfert werden muß ohne Ende. Ja, meine Teure, zweifeln Sie daran, wenn Sie die Weltgeschichte durchblättern, wenn Sie die roten Schlachtfelder überblicken, mit denen der gekrönte Korse die Länder füllt, daß der Würgeengel sie umkreist wie die Sonne und eine Nation nur aufkommen läßt, um andere zu schlagen! Wenn die Verbrechen sich gehäuft über das Maß, dann verfolgt mit Hast der Engel, ohne Maß zu kennen, seinen unermüdlichen Flug. Die sicht- und greifbaren Anlässe erklären den Krieg nicht; jeder kennt ja das Übel; wenn sie wollten, könnten sie ihm ja leicht vorbeugen. Aber es ist der Durst dieser großen Sünder nach der Strafe, von der sie fühlen, daß sie sie verdienst, sie stürzen danach wie die Hirsche zum Quell, um dadurch gesühnt zu werden. Sehen Sie, Teuerste, wenn wir ihn so betrachten, müssen auch die Schrecken des Krieges geringer werden; ja wenn wir uns versenken in den berauschenden Gedanken, daß Er es ist, der, von dem sündigen Menschengeschlecht im Augenblick seiner höchsten Not gerufen, in seiner Donnerwolke eintritt, um die Ungerechtigkeit, welche die Kinder dieser Welt gegen ihn begingen, zu strafen und vernichten, dann wird der Krieg selbst in unsern Augen zu etwas Göttlichem, und seine Schrecken schwinden vor dem geängsteten Gemüte.«

Wir wissen, daß dies nicht die eigenen Ansichten der Fürstin Gargazin waren, sondern daß sie dieselben in Petersburg aus dem Munde eines französischen Fanatikers vernommen hatte, der, damals noch wenig beachtet, später aber von so unheilvollem Einfluß ward, noch heute dauernd, aber noch heute zweifelhaft, ob von schlimmerem auf die Völker oder die Fürsten, indem er ihr Thema, die Erblichkeit der Rechte, auf keinen festern Grund zu bauen wußte als auf die Erbsünde der Menschen!

Auch die Baronin wußte es nicht, es war ihr auch sehr gleichgültig. Mit der Erde, der Menschheit und ihrer Sündhaftigkeit im allgemeinen hatte sie nichts zu schaffen und gewiß auch keine Widerrede dagegen, wenn diese nur durch einen Krieg gesühnt werden könnte. Nur sollte der Rittmeister davon ausgenommen sein, denn sie hätte einen Eid darauf abgelegt, daß er keine Strafe des Weltgerichts verdiente. Aber indem sie mehr auf die Musik als den Inhalt der Rede gehört, waren doch einzelne Töne in ihre Seele gedrungen, die sie jetzt nachdenklich machten. Sie saß in die Wagenecke zurückgelehnt und klärte vergeblich mit ihrem Taschentuch die Fensterscheibe vom warmen Hauch, der sie immer wieder von neuem beschlug. Die Fürstin meinte, sie wollte ihre Tränen vor ihr verbergen, aber die Baronin suchte nach einem Licht. Von draußen kam es nicht. Es war das bleierne Grau des Novembermorgens, das unerquicklich durch die Kiefern schien.

Die Fürstin hatte erreicht, was sie vorhin wollte, sie hatte die Baronin zum Schweigen gebracht; aber die stumme Sprache der Seufzer ward ihr noch peinlicher als die vehementen Liebesklagen, von denen sie sich debarrassiert. Sie drückte sanft die Hand ihrer Begleiterin, sie bedauerte, wenn ihre Phantasien einen zu tiefen Eindruck auf ihr Gemüt gemacht, auch sei der Krieg ja noch nicht bestimmt erklärt, und wenn er ausbreche, wache ein Auge dort oben über alle und wisse die Schuldigen von den Unschuldigen zu unterscheiden. »Nur die Schuldigen trifft sein Zorn! Er richtet nicht wie ein menschlicher Richter, der nur auf die offenkundigen Taten sieht, er prüft die Nieren und sieht das Herz. Mancher, der uns als großer Sünder erscheint, geht vor ihm frei aus, weil sein Herz rein geblieben, nur die Gewalt der Umstände ihn zur Tat trieb. Dagegen wie mancher, der nichts getan, was die Sinne fassen, ist schon verdammt, weil er in der Stille seinen sündhaften Regungen nachging, weil er in Gedanken gegen Gottes Gesetze sündigte. Wie leicht lullen wir uns in süße Verstellung ein, es sei nicht schlimm, was wir denken; wir lügen uns edle Absichten vor oder glauben, es sind ja nur Phantasien, und wenn es zur Ausführung kommt, so würden wir stark sein und ihnen widerstehen. Ach, meine Liebe, wir sind nicht stark, und Gedankensünden sind oft die schwersten, die wir begehen können.«

Die Fürstin mußte heute selbst so von ihren eigenen Gedanken bedrängt und verwirrt sein, daß ihre diplomatische Kunst sie in dem, was sie laut sprach, zu verlassen schien. Sie hatte nichts von dem neuen peinlichen Eindruck gemerkt, den diese Tröstung auf die Baronin hervorgebracht, die plötzlich sich auf den Boden des Wagens niedersenkte und die Knie der Fürstin umfaßte:

»Ach, ich verstehe Sie«, schluchzte die schöne Frau, »aber – ich konnte nicht anders.«

»Meine Liebe, Gute, beruhigen Sie sich«, sprach die Fürstin, die eine neue Spezialbeichte fürchtete und nichts weniger als Lust hatte, den Beichtvater abzugeben. »In solchen großen Weltkatastrophen hat das Auge droben weniger acht – ich wollte sagen, es sieht milde und gnädig auf die kleinen Vergehungen herab.«

»Ja, ich liebe ihn«, rief die Baronin, »und ich bin ja eine verheiratete Frau.«

Also das war es. Mild lächelnd blickte die Fürstin auf die Sünderin herab und fuhr mit den weichen Fingern über ihre Stirn:

»Erinnern Sie sich, wie der verlorne Sohn aufgenommen ward!«

»Ich kann ihn doch jetzt nicht verlassen – wenn ich jetzt zurückkehre, raube ich ihm seinen Glauben –«

»An Ihre Liebe. Das ist sehr wahr. Der verlorne Sohn kehrt auch nicht auf den ersten Anfall von Reue zurück. Würde er so im Hause des Vaters empfangen sein! Er mußte eine furchtbare Schule der Sünde durchmachen, um der Gnade wert zu sein. Wäre er in sich gegangen nach einer leichten Verirrung, und hätte er sich etwa nach einem Trinkgelag, einem Verlust im Spiel, einer wüsten Nacht, reuig dem Vater zu Füßen geworfen, es wäre gewiß sehr hübsch und moralisch, aber der Vater, wenn er ein vernünftiger Mann war, hätte ihn aufgehoben und auf die Schulter geklopft und gesprochen: ›Nun, das freut mich, daß du es selbst einsiehst, künftig wirst du dich davor hüten, aber nun mache kein Aufheben davon, daß du nicht ins Gerede kommst; sei ganz wie vorher, ich werde gegen dich auch wie immer sein.‹ Oh meine Freundin, wo blieb da die Seligkeit, die den Sohn, den Vater, das ganze Haus, die Nachbarschaft erfüllte, jene Seligkeit, um die es sich lohnt, gelebt, soviel Qualen ausgestanden zu haben! Wie er dalag auf der Schwelle, zerknirscht, gebrochen an Leib und Seele, und nun zuckte das Gnadenwort des Vaters wie ein Sonnenstrahl nach langen, grauen Tagen, der Himmel tat sich auf in seiner Herrlichkeit, als die Arme des Vaters sich öffneten, ihn zu umschließen. Er ward ein neuer Mensch, er gesundete an Leib und Seele, alle Welt wußte es, alle Welt freute sich mit ihm, und das große Geheimnis der Liebe ward Himmel und Erde offenkundig.«

Es klang wunderschön, die Baronin wußte aber doch nicht, was sie damit machen sollte: »Wenn ich nur wüßte –«

»Weiß Ihr lieber Mann darum?« fiel die Fürstin ein.

»Ach der! – Er würde sich halb totlachen, wenn er alles wüßte. Es hat ihm schon Spaß gemacht, daß er mich necken konnte.«

»Wenn aber aus dem Spaß doch Ernst würde? Wenn er in eifersüchtiger Laune – es könnte eine unangenehme Szene – eine Scheidungsklage –«

»Ach, da hat er schon eine andre.«

»Die spanische Tänzerin soll ihm viel Geld kosten.«

»Das meinen Sie! Nein, ich meine die Braunbiegler.«

»Die reiche, korpulente Witwe mit den Edelsteinen und Ketten um den Hals! Die muß ja eine Fünfzigerin sein!«

»Sie ist ja die Witwe seines Kompagnons – hunderttausend Taler bar außer dem halben Geschäft! Wäre Herr Braunbiegler vor acht Jahren gestorben, hätt er mich gar nicht geheiratet, das sagt er mir und jedem tausendmal. Er hätte das Geschäft in einer Hand und die Tuchlieferung fürs Militär allein.«

Ein Lächeln schwebte über das Gesicht der Fürstin: »So denken die Männer, und von uns fordern sie Hingebung und Treue! – Was ich sagen wollte, es kommt Ihnen also jetzt alles darauf an, den guten Rittmeister von seinem Irrtum zu kurieren. Wie wäre es denn – es ist nur ein Einfall – Sie glauben nicht, daß er sich noch einmal auf den Weg macht?«

»Mein Gott, er muß ja ausmarschieren. Das ist's ja!«

»Richtig! Wie wäre es denn, wenn Sie sich auf den Weg machten! Ich meine, wenn Sie ihm entgegenkämen, natürlich in allen Ehren. Sie könnten ihn zu sich rufen lassen; das möchte aber falsch ausgelegt werden, und vielleicht käme er auch nicht. Sie müßten etwas recht Eklatantes tun, das eblouiert die Männer. Ich hoffe, Sie verstehn mich nicht falsch. Wenn Sie ihn in der Kaserne aufsuchten, ich meine, nicht heimlich, sondern in Ihrer Equipage, den Bedienten hinter sich, die Welt würde das freilich nicht gutheißen –«

»Sie meinten also –«

»Ich meine gar nichts, aber wenn Sie einen solchen Schritt sich durchaus nicht ausreden ließen, wenn Sie sich kühn über das Urteil der Menge wegsetzten, welche die Impulse edler Seelen nie begreift – ich stelle mir nur eben den magischen Eindruck vor, den dieser heroische Entschluß auf unsern Freund hervorbringen müßte.«

»Ich sollte also direkt zu ihm in die Kaserne –«

»Um Himmels willen, Liebste, Beste, verstehn Sie mich nicht falsch. Ich meine nur, bei dem allgemeinen patriotischen Aufschwung, der gerade von den Frauen getragen wird, sinken die gewöhnlichen Schranken. Die Schwester eilt zum Bruder, die Braut zum Bräutigam, man möchte den teuren Scheidenden die letzten Stunden durch verdoppelte Aufmerksamkeit versüßen, man windet ihnen Kränze zum Abschied, und in den Efeu und das Immergrün möchte man schon Lorbeern flechten. Finden Sie das unnatürlich?«

Wenn die Fürstin sich hätte Rechenschaft geben sollen, welches Motiv sie antrieb, würde sie gestockt haben. Herrschsüchtige strengen oft die halbe Kraft an, den Schein hervorzubringen, daß sie nicht beherrschen wollen; Geistvolle, wenn sie von andern in ihren Gedankenkombinationen gestört werden, wehren sich die Störung durch lebhaftes Reden ab. Diese äußerste Anstrengung, sich nicht zu verraten, verrät freilich den Schuldigen nur zu oft, es bedarf dazu aber anderer Richter als Zuhörer, die von ihren eigenen Gedanken absorbiert sind. Die Fürstin wollte von der Baronin loskommen, aber in jeder Wendung, welche sie dem Gespräch gab, verstrickte sie sich aufs neue. Die Intrige, zu der sie sich aus Gefälligkeit herbeigelassen, war ihr gleichgültig; selbst das Vergnügen, Eroberungen zu machen, erkaltet, je unbedeutender die Personen, die wir zu erobern ausgingen, im Verlauf der Arbeit uns erscheinen; und wenn sie aus Not wieder ins Rad dieser Intrige griff, geschah es nur aus Rücksicht für Freunde, die ein Diplomat immer abschütteln darf, sobald das Interesse es fordert, niemals aber aus Laune. Sie wollte wenigstens das Spiel derselben nicht verderben, darum ein Ratschlag, bei dem ihre Freunde Zeit gewannen, nach ihrem Gutdünken zu handeln.

Aber die Fürstin hatte heut Unglück. Der Funke, den sie geschlagen, hatte in der Baronin gezündet. Sie strich über die Stirn und machte Miene aufzustehn: »Ja, Sie haben wieder recht. So muß es sein, ich bin's ihm schuldig. Wenn nur nicht wieder etwas dazwischenkommt!«

»Ach, wenn doch etwas dazwischenkäme!« dachte die Fürstin, und der Himmel erbarmte sich ihrer. Ein heftiger Krach, ein prasselndes Knallen, und der Wagen senkte sich. Im nächsten Augenblick waren die Damen unsanft auf die Seite geschleudert und lagen in der umgestürzten Kutsche, deren Fenster klirrend in Stücke sprangen.

Der Kutscher hatte nicht schnell genug einem hinter ihm in Sturmeseile heranpreschenden Sechsspänner ausweichen können. Das Hinterrad des Wagens war vom Vorderrade des nach ihm kommenden erfaßt worden, das Terrain war abschüssig, und der Wagen der Fürstin, weiter in der Richtung rollend, gestürzt. Wenigstens ein Rad war gebrochen.

Aus der Kutsche des Sechsspänners ertönte ein donnerndes »Halt!« Ein Kavalier sprang noch im Fahren heraus, und ehe die Lakaien sich von ihren Sitzen gearbeitet. »Es ist Frauengeschrei!« sagte ein heransprengender Reiter, der zum Wagen gehörte. »Um so unverzeihlicher!« rief der Kavalier und schien zu fordern, daß auch der Begleiter vom Pferde springe, während er selbst, der erste, sich an der umgestürzten Kutsche beschäftigte, den obern Schlag zu öffnen.

»Sie sind doch nicht verwundet?« rief die Eitelbach zur Fürstin, die unter ihr lag.

»Ich glaube nicht. Man öffnet. Machen Sie Luft.«

Die Eitelbach war rasch zur Hand. Sie erfaßte eine andre Hand, welche sich ihr aus dem geöffneten Schlage entgegenstreckte. Als sie sich hinaufgeschwungen, umfaßte sie der kräftige Arm des Kavaliers und hob und senkte sie mit einem glücklichen Schwunge auf die Erde. Im nächsten Moment übte der Begleiter, der rasch aus dem Sattel geglitten, denselben Ritterdienst an der Fürstin. Der Zobelpelz, den sie der empfindlichen Morgenkühle wegen nicht zurücklassen wollte, machte einige Schwierigkeit. Der Retter und die Gerettete mußten sich übrigens kennen. Als sie aber den andern Kavalier sah, ließ sie den Pelz plötzlich zu Boden sinken und blieb in respektvoller Entfernung mit auf der Brust gekreuzten Armen am Wagen stehen.

Der Kavalier sprach zur Baronin, die ihren Schreck abschüttelte: »Ich hoffe doch, daß die schöne Frau sich keinen Schaden getan.«

»Danke für gütige Nachfrage, Ihro Kaiserliche Majestät, ich denke, es ist alles noch gut abgelaufen«, erwiderte sie mit einem Knicks, der die Fürstin erröten machte. Sie sah aber nicht, daß die Baronin dabei auch auf ihre Falbalas sah, die beim Herausheben zerrissen waren.

Der Kavalier ließ den wohlgefälligen Blick, mit dem er die Gestalt der schönen Frau maß, jetzt auf ihre Begleiterin gleiten: »Ei sieh da, Prinzessin, das Morgenlicht täuscht. Hoffentlich auch mit dem Schreck davongekommen, liebe Gargazin.«

Er reichte ihr die Hand, die sie ehrerbietig an die Lippen brachte: »Sire, ein kleiner Unfall verschafft uns oft ein großes Glück.«

»Aber die Damen können doch unmöglich in der Kälte hier stehen«, rief der Kavalier, sich umsehend. »Wäre in meinem Wagen – Aber es muß sogleich Rat geschafft werden.«

»Eure Majestät«, sagte die Fürstin, »der Unfall wird leicht zu redressieren sein. Hier ist Hilfe zur Hand.«

»Wir sind bei Stimmingens«, rief die Baronin, auf das Gehöft zeigend, das in der Morgendämmerung gegen den dampfenden weiten Seespiegel auftauchte. »Da sind wir gut aufgehoben. Wer bis Stimmingen kam, ist zufrieden.«

Der Kavalier lächelte. Wenn ein großer Mann Zufriedenheit um sich erblickt, ist er selbst zufrieden. Aus der Wirtschaft waren in der Tat schon rüstige Arme herbeigeeilt, um die gestürzte Kutsche beschäftigt. Ein ältlicher Begleiter, in einen dicken Pelz verhüllt, der sich jetzt aus dem Wagen gearbeitet, machte, mit einer Bewegung der Hand gegen die Uhrtasche, eine bedeutungsvolle Verbeugung:

»Meine Damen«, sprach der Kaiser, »ich bedaure, daß die Stunde, die zur traurigen Staatspflicht ruft, mich zwingt, die angenehmere in Ihrer Gesellschaft abzukürzen. Ich hoffe, daß Ihr Wagen bald wiederhergestellt ist, um das Vergnügen zu haben, Sie in Berlin wiederzusehen.« Die huldreichste Verneigung schloß mit einem Kopfnicken gegen die Fürstin: »Adieu, Gargazin, erkälten Sie sich nicht.« Noch einmal sah der Erlauchte vor dem Einsteigen sich um, und sein Blick galt der Baronin.

»Glückselige Frau!« sagte die Fürstin zur Eitelbach, während sie beide am hohen Rande des Sees auf und ab gingen, die Fürstin wieder in ihrem Zobel, den der Adjutant ihr aufgehoben. Sie zogen den Aufenthalt im Freien der überheizten Wirtsstube und der Gesellschaft darin vor, beide vielleicht von einem innern Feuer erwärmt, während der Novemberwind empfindlich kalt von Spandau her über die weite Fläche des Sees blies.

»Warum glückselig jetzt?«

»In Rußland würde diese Frage eine Blasphemie sein. Die Schönheit, auf der das Auge der Majestät mit Wohlgefallen ruhte, wird glückselig gepriesen. – Aber wie kannten Sie ihn, und auch mein hoher Herr –«

»I wissen Sie denn nicht! Wie sich's in der Königsstraße stopfte und sie halten mußten, gerade vor unserm Hause. Und die ganze Zeit sah er nach meinem Fenster – fünf Minuten oder drei wenigstens kein Auge fort. Es hat uns allen rechten Spaß gemacht.«

»Spaß!« Die Fürstin erschrak, es kam aber noch ein anderes Gefühl hinzu, wie konnte ihr das verborgen geblieben sein! Niemand hatte es ihr hinterbracht. War sie so schlecht bedient! Die Eitelbach konnte sich täuschen, aber hatte sie nicht selbst Alexanders Blicke beobachtet! Sie kannte diesen Blick.

»Ich begreife Sie nicht, so ruhig sprechen Sie das aus. In Rußland, nein, in ganz Europa bliebe keine Frau gleichgültig, die der ritterlichste und liebenswürdigste Monarch so ausgezeichnet hat.«

»Ach, Sie meinen mich? Nein, ich war's ja nicht.«

»Wer denn?«

»Die Mamsell Alltag, die stand am Fenster neben mir.«

»Adelheid Alltag!« rief die Fürstin und blieb sinnend stehen, so im Sinnen, daß sie den herangaloppierenden Reiter nicht bemerkte, der sich zum zweitenmal vom Pferde warf und an die Damen trat. Es war der Adjutant des Kaisers.

»Seine Majestät haben mich zurückgeschickt, meine Damen, mit dem strengsten Befehl, Ihnen meine Gegenwart aufzudrängen und nicht eher zu weichen, als bis ich ihm rapportieren kann, daß der Wagen sowie alles, was Sie wünschen, zur Zufriedenheit der erlauchten Frauen hergestellt ist.«

Die Fürstin mußte, nach dem eigentümlichen und forschenden Blick, den sie ihm zuwarf, zu schließen, in alter und sehr genauer Bekanntschaft mit dem Adjutanten stehen:

»Berichten Sie, Prinz, Seiner Kaiserlichen Majestät, wie sie uns sprachlos vor Rührung über diese außerordentliche Gnade gefunden haben. Um uns aber in unsern stummen Dankgefühlen nicht zu stören, bitten wir Sie, uns auf der Stelle auch noch zu vertrauen, warum Sie außerdem hergeschickt sind.«

Der Adjutant, wie im Einverständnis mit der Art der Frage, verneigte sich vor der Baronin: »Außerdem wünschten Seine Majestät zu erfahren, wer das junge Mädchen war, die am Einzugstage neben der schönen Frau am Fenster stand!«

»Wirklich!« rief die Fürstin; man glaubte unter dem Zobelpelz ihr Herz gegen die Brust schlagen zu hören, die matt gewordenen Züge ihres feinen Gesichtes belebten sich, und ihr schwarzes Auge strahlte von einem Glanz, der das graue Morgenlicht beschämte: »Berichten Sie Seiner Majestät, daß, was wir wünschen, wenigstens, was ich wünsche, zu meiner Zufriedenheit hergestellt sein wird. Vielleicht sage ich Ihnen dann unterwegs – Sie chaperonieren doch unsern Wagen? –, wer das junge Mädchen ist, vielleicht auch nicht. Je nachdem Sie sich aufführen.«

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