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Rousseau's Bekenntnisse. Erster Theil

Jean Jacques Rousseau: Rousseau's Bekenntnisse. Erster Theil - Kapitel 7
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authorJean-Jacque Rousseau
titleRousseau's Bekenntnisse. Erster Theil
publisherPhilipp Reclam jun.
translatorH. Denhardt
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Viertes Buch.

1731 – 1732

Ich komme an und finde sie nicht mehr. Man stelle sich meine Ueberraschung und meinen Schmerz vor! Nun begann die Reue sich bei mir fühlbar zu machen, daß ich Herrn Le Maître so feig verlassen hatte. Sie wurde noch lebhafter, als ich das Unglück erfuhr, welches ihm zugestoßen war. Seine Kiste mit Noten, die sein ganzes Vermögen umfaßte, diese kostbare, mit so großer Anstrengung gerettete Kiste, war auf Verlangen des Grafen Dortan, welchen das Domcapitel von dieser heimlichen Entführung benachrichtigt hatte, bei ihrem Eintreffen in Lyon mit Beschlag belegt worden. Vergeblich hatte Le Maître sein Eigenthum, seinen Broterwerb, die Arbeit seines ganzen Lebens zurückverlangt. Das Eigenthumsrecht auf diese Kiste war wenigstens anfechtbar, aber ein Rechtsstreit fand gar nicht statt. Die Sache wurde auf der Stelle durch das Recht des Stärkeren erledigt, und der arme Le Maître verlor auf diese Weise die Frucht seiner Talente, die Arbeit seiner Jugend und die Hilfsmittel in seinen alten Tagen.

Nichts fehlte dem Schlage, den ich erhielt, um ihn völlig niederschmetternd zu machen. Aber ich stand in einem Alter, in dem schwerer Kummer wenig Boden findet, und ich war bald um Trostgründe nicht verlegen. Obgleich ich die Adresse der Frau von Warens nicht kannte und ihr meine Rückkehr unbekannt war, rechnete ich doch darauf, binnen Kurzem Nachrichten von ihr zu bekommen, und was meinen Treubruch betraf, so fand ich ihn im Ganzen nicht so straffällig. Ich war Herrn Le Maître auf seiner Flucht nützlich gewesen; das war der einzige Dienst, den ich ihm zu leisten im Stande war. Wäre ich bei ihm in Frankreich geblieben, hätte ich ihn weder von seinem Leiden geheilt, noch seine Kiste gerettet, hätte nur seine Ausgaben verdoppelt, ohne ihm etwas nützen zu können. So sah ich damals die Sache an; jetzt erscheint sie mir in einem anderen Lichte. Nicht nach unmittelbarer Vollführung einer schändlichen That quält sie uns, sondern erst, wenn man sich ihrer lange nachher erinnert, denn die Erinnerung daran erlischt nicht.

Um Nachrichten von Mama zu erhalten, war ich einzig und allein auf Warten angewiesen, denn wo hätte ich sie in Paris suchen und womit die Reise dorthin bestreiten sollen? Um früher oder später ihren Aufenthalt zu erfahren, war Annecy der geeignetste Ort. Ich blieb deshalb daselbst, aber ich führte mich sehr schlecht auf. Ich suchte den Bischof, der freundlich für mich gesorgt hatte und noch immer etwas für mich thun konnte, nicht auf. Meine Fürsprecherin war nicht mehr bei ihm, und ich fürchtete seine Vorwürfe über unsere Entweichung. Noch weniger ging ich nach dem Seminar; Herr Gros war nicht mehr dort. Ich besuchte keinen Bekannten. Der Frau Intendant hätte ich allerdings gern einen Besuch abgestattet, allein ich wagte es nie. Schlimmer aber als alles dies war, daß ich Herrn Venture wieder aufsuchte, an den ich trotz meiner Schwärmerei für ihn seit meiner Abreise nicht einmal gedacht hatte. Ich fand ihn in glänzender Lage und von ganz Annecy gefeiert; die Damen rissen sich um ihn. Dieser Erfolg verrückte mir vollends den Kopf; ich sah nichts als nur noch Venture und vergaß über ihn beinahe Frau von Warens. Um seiner Lehren keinen Augenblick verlustig zu gehen, machte ich ihm den Vorschlag, mich bei sich aufzunehmen; er willigte ein. Er wohnte bei einem Schuhmacher, einem lustigen und drolligen Kauze, der in seiner kräftigen Volkssprache seine Frau nicht anders als »Schlampe« nannte, ein Beiname, den sie auch so ziemlich verdiente. Er hatte mit ihr oft Zänkereien, die sich Venture zu verlängern bemühte, obgleich er sich anstellte, als wollte er den Streit schlichten. Er sagte ihnen in frostigem Tone und in seiner provençalischen Aussprache Worte, welche die größte Wirkung hervorbrachten; es waren Auftritte zum Todtlachen. Die Vormittage verstrichen auf diese Weise, ehe man es sich versah. Um zwei oder drei Uhr nahmen wir einen kleinen Imbiß, worauf er sich in Gesellschaft begab, in der er zu Abend speiste, während ich für mich allein lustwandelte, über seine großen Vorzüge nachsinnend, seine seltenen Talente bewundernd und mir ersehnend, und meinen Unstern verwünschend, der mich nicht zu einem so glücklichen Leben berief. Ach, wie schlecht verstand ich mich darauf! Das meinige wäre hundertmal reizender gewesen, wenn ich weniger einfältig gewesen wäre und es besser zu genießen verstanden hätte.

Frau von Warens hatte nur Anet mit sich genommen. Sie hatte Merceret, ihr bereits erwähntes Kammermädchen, zurückgelassen, das ihr Haus noch immer bewohnte. Merceret war ein wenig älter als ich, nicht hübsch, aber ziemlich anmuthig, eine echte Freiburgerin ohne Falsch, an der ich keinen andern Fehler wahrgenommen habe, als daß sie mitunter etwas trotzig gegen ihre Herrin war. Ich besuchte sie ziemlich häufig; sie war ja eine alte Bekannte, und ihr Anblick erinnerte mich an eine andere, noch theurere, um deren willen ich auch sie lieb hatte. Sie hatte mehrere Freundinnen, unter andern auch ein Fräulein Giraud, eine Genferin, die zur Strafe für meine Sünden auf den Einfall kam, sich in mich zu verlieben. Sie bat Merceret unaufhörlich, mich bei ihr einzuführen. Aus Liebe zur Merceret und weil dort noch andere junge Personen waren, die ich gern sah, ließ ich mich hinbringen. Man kann sich keinen größeren Widerwillen denken, als ich gegen Fräulein Giraud empfand, die mir in jeder Weise entgegenkam. Wenn sie meinem Gesichte ihr dürres, vom Tabak schwarz besudeltes Maul näherte, konnte ich mich kaum enthalten hineinzuspeien. Aber ich zwang mich zur Geduld; dies abgerechnet, befand ich mich unter diesen Mädchen sehr wohl, und sei es um Fräulein Giraud einen Gefallen zu erweisen, sei es um meiner selbst willen, kurz alle machten mir um die Wette den Hof. Ich betrachtete dies alles nur als Freundschaft. Später habe ich gedacht, daß es nur an mir gelegen hätte, mehr darin zu erblicken; aber das kam mir nicht in den Sinn, ich dachte gar nicht daran.

Ueberdies hatten Nähterinnen, Kammermädchen, Krämerinnen nichts Verführerisches für mich, nach hochgestellten jungen Damen stand mein Sinn. Jeder hat sein Gefallen, und das genannte ist stets das meinige gewesen; ich theile den Geschmack des Horaz Conf. Horat. Sat. I. 2. in diesem Punkte nicht. Was mich anzieht, ist jedoch keineswegs der nichtige Stand und Rang, sondern die besser gepflegte Gesichtsfarbe, die schöneren Hände, der geschmackvollere Putz, die über die ganze Person ausgebreitete Zierlichkeit und Sauberkeit, die anmuthigere Weise sich zu kleiden und auszudrücken; das feinere und besser sitzende Kleid, die niedlichere Fußbekleidung, die Bänder, die Spitzen, die besser geordneten Haare. Ich würde der weniger Hübschen, die von dem allen etwas mehr hätte, stets den Vorzug geben. Ich finde diese Vorliebe selbst höchst lächerlich, aber ich fühle mich einmal wider meinen Willen dazu getrieben.

Nun wohl, diese Vorzüge zeigten sich mir noch einmal, und es hing nur von mir ab, daraus Gewinn zu ziehen. Welche Freude es mir macht, mich von Zeit zu Zeit in meine angenehmen Jugenderlebnisse zu versenken! Sie waren mir so süß; sie waren so flüchtig, so selten, und ich habe sie ohne große Mühe genossen! Ach, ihr bloses Andenken erfüllt mein Herz mit einer reinen Freude, deren ich bedarf, um meinen Muth wieder zu beleben und die Verdrießlichkeiten meiner übrigen Lebensjahre zu ertragen!

Eines Tages in aller Frühe schien mir die Morgenröthe so schön, daß ich mich schnell ankleidete und in das Freie hinauseilte, um die Sonne aufgehen zu sehen. Ich weidete mich an diesem Anblicke mit freudigem Herzen; es war in der Woche nach Johanni. Die Erde, die ihren schönsten Schmuck angelegt hatte, war mit Kräutern und Blumen bedeckt; die Nachtigallen, schon fast am Ende ihrer Schlagezeit, schienen ihre Lust daran zu haben, nur um so lieblicher zu singen; alle Vögel, die im Chore dem Frühling ihr Lebewohl nachriefen, verkündeten singend den Anbruch eines schönen Sommertages, eines jener schönen Tage, die man in meinem Alter nicht mehr erlebt, und die man auf dem armseligen Boden, auf dem ich jetzt wohne, Zu Wootton in Staffordshire nie erlebt hat.

Ich hatte mich unmerklich von der Stadt entfernt; die Hitze nahm zu, und ich schritt im Schatten eines kleinen Thales an einem Bache entlang. Hinter mir vernehme ich Hufschläge und Stimmen von Mädchen, die verlegen schienen, aber trotzdem nicht weniger herzlich lachten. Ich wende mich um; man ruft mich bei Namen; ich gehe auf sie zu und treffe zwei mir bekannte junge Mädchen, Fräulein von Graffenried und Fräulein Galley, die, da sie es in der Reitkunst nicht weit gebracht hatten, nicht wußten, wie sie ihre Pferde zum Durchschreiten des Baches bewegen sollten. Fräulein von Graffenried war eine junge, sehr liebenswürdige Bernerin, die eine Jugendthorheit veranlaßt hatte, ihre Heimat zu verlassen, und die nun Frau von Warens nachahmte, bei welcher ich sie hin und wieder gesehen hatte. Da sie jedoch nicht gleich dieser eine Pension erhalten hatte, so war es für sie ein großes Glück gewesen, daß sie einen Anhalt an Fräulein Galley gefunden hatte, die in ihrer Freundschaft für sie ihre Mutter überredet hatte, sie, bis man derselben ein Unterkommen verschaffen könnte, ihr zur Gesellschafterin zu geben. Fräulein Galley war ein Jahr jünger als sie und noch hübscher; sie hatte etwas Anmuthigeres, Feineres, wenn ich auch nicht sagen kann in wie fern; trotz aller Zierlichkeit war sie doch schon vollkommen entwickelt, was für ein Mädchen der schönste Zeitpunkt ist. Beide liebten sich zärtlich, und diese Eintracht versprach bei dem gutmüthigen Charakter Beider von langer Dauer zu sein, wenn nicht irgend ein Anbeter als Störenfried erschien. Sie sagten mir, daß sie auf dem Wege nach Toune wären, einem alten, der Frau Galley gehörenden Schlosse; sie erbaten meinen Beistand, die Pferde durch das Wasser zu bringen, da sie allein damit nicht zu Stande kommen könnten. Ich wollte die Pferde mit der Peitsche antreiben, aber die Damen fürchteten, ich könnte im Falle ihres Ausschlagens verletzt und sie bei ihren Sprüngen abgeworfen werden. Ich nahm meine Zuflucht zu einem andern Mittel; ich ergriff das Pferd des Fräulein Galley am Zügel und schritt dann, es nach mir ziehend, durch den Bach, wobei mir das Wasser bis an die Waden reichte; und das andere Pferd folgte ohne Schwierigkeit. Nach dieser Heldenthat wollte ich den Damen einen Gruß zuwerfen und wie ein Einfaltspinsel von dannen gehen; sie flüsterten sich leise einige Worte zu, und Fräulein von Gaffenried sagte dann, indem sie sich zu mir wandte: »O nein, o nein, so entrinnt man uns nicht. In unserm Dienste haben Sie sich naß gemacht, und unser Gewissen gebietet uns deshalb dafür zu sorgen, daß Sie wieder trocken werden. Sie müssen gefälligst mit uns kommen; wir erklären Sie für unsern Gefangenen.« Mir schlug das Herz; ich blickte Fräulein Galley an. »Ja, ja,« fügte sie, über meine bestürzte Miene lachend, hinzu, »für unsern Kriegsgefangenen. Steigen Sie hinter ihr auf, wir wollen die Verantwortung für Sie übernehmen.« – »Aber, Fräulein, ich habe nicht die Ehre, Ihrer Frau Mutter bekannt zu sein. Was wird sie sagen, wenn sie mich ankommen sieht?« – »Ihre Mutter«, erwiderte Fräulein von Graffenried, »ist nicht in Toune, wir sind allein; wir kehren heute Abend zurück, und Sie werden mit uns zurückkommen.«

Die Elektricität übt keine schnellere Wirkung aus, als diese Worte es auf mich thaten. Als ich auf das Pferd des Fräulein von Graffenried sprang, zitterte ich vor Freude, und als ich sie, um mich zu halten, umfassen mußte, klopfte mir das Herz so stark, daß sie es hörte. Sie sagte mir, auch das ihrige klopfe aus Angst zu fallen. In der Stellung, die ich einnahm, lag darin fast eine Aufforderung, mich selbst davon zu überzeugen. Ich hatte nicht den Muth dazu, und während des ganzen Rittes leisteten ihr meine Arme nur den Dienst eines Gürtels, der zwar sehr enganschließend war, sich aber nicht einen Augenblick aus seiner Lage verschob. Manche Frau würde mich, wenn sie dieses liest, gern ohrfeigen, und hätte nicht Unrecht.

Die Freude über den Spazierritt und das Geplauder der Mädchen regten meine Redelust dermaßen an, daß wir, bis zum Abende und so lange wir zusammen waren, unaufhörlich sprachen. Sie hatten mich in so gute Stimmung versetzt, daß meine Zunge eben so viel sagte wie meine Augen, obgleich sie nicht das Nämliche sagte. Nur einige Augenblicke, wenn ich mich mit der einen oder der andern unter vier Augen allein befand, machte sich in der Unterhaltung eine gewisse Verlegenheit geltend, aber die Abwesende kehrte sehr bald zurück und ließ uns nicht Zeit, uns über den Grund dieser Verlegenheit klar zu werden.

Als wir in Toune angekommen und ich wieder vollkommen trocken war, frühstückten wir. Alsdann mußte zu der Bereitung des Mittagsessens, was eine gar wichtige Sache ist, übergegangen werden. Während des Kochens küßten die beiden Fräulein von Zeit zu Zeit die Kinder der Pächterin, und der arme Küchenjunge sah ihr Treiben mit an, seinen Aerger verbeißend. Man hatte Vorräthe aus der Stadt geschickt, und es war zu einem vorzüglichen Essen alles vorhanden, namentlich Leckereien, aber leider hatte man den Wein vergessen. Bei Mädchen, die ihn nicht tranken, war diese Vergeßlichkeit nicht zu verwundern, aber mir war sie unangenehm, denn ich hatte ein wenig darauf gerechnet, daß ich beim Glase mehr Muth bekommen würde. Sie waren darüber ebenfalls verdrießlich, vielleicht aus demselben Grunde, wenn ich es auch nicht glaube. Ihre lebhafte und reizende Heiterkeit war die Unschuld selbst, und was hätten sie überdies mit mir anfangen können, da sie zu zweien waren? Sie schickten überall nach Wein umher, aber man konnte keinen auftreiben, denn die Bauern dieses Cantons sind sehr mäßig und arm. Als sie mir ihren Aerger darüber aussprachen, sagte ich zu ihnen, sie sollten sich das nicht zu Herzen gehen lassen, sie brauchten keinen Wein, um mich trunken zu machen. Dies war die einzige Artigkeit, die ich ihnen im Laufe des Tages zu sagen wagte, aber ich glaube, die losen Mädchen sahen recht gut, daß es keine blose Redensart, sondern die volle Wahrheit war.

Wir aßen in der Küche der Pächterin, die beiden Freundinnen auf Bänken an den beiden Seiten des langen Tisches sitzend und ihr Gast zwischen ihnen beiden auf einem dreibeinigen Schemel. Was für ein Mahl! Was für eine reizende Erinnerung! Weshalb will man, wenn man sich so reine und wahre Freuden so leicht verschaffen kann, noch andere suchen? Nie können sich die Abendessen in den sogenannten kleinen Häusern bei Paris mit diesem Mahle auch nur annähernd vergleichen, nicht nur nicht an Heiterkeit und aufrichtiger Freude, sondern ich behaupte sogar nicht einmal an sinnlicher Lust.

Nach dem Essen zeigten wir unsere Kunst im Sparen: statt den Kaffee, der uns vom Frühstück übrig geblieben war, sofort zu trinken, sparten wir ihn für das Vesperbrot auf, bei dem es Rahm und Kuchen geben sollte, welchen die Damen mitgebracht hatten; und damit wir unsern Appetit in Athem erhielten, gingen wir in den Obstgarten, um unsern Nachtisch mit Kirschen zu beschließen. Ich stieg auf den Baum und warf ihnen ganze Büschel hinab, mit deren Kernen sie ein lebhaftes Feuer durch die Zweige hindurch auf mich eröffneten. Einmal stellte sich Fräulein Galley, ihre Schürze hinhaltend und den Kopf zurückwerfend, so reizend hin, und ich zielte so genau, daß ich einen Büschel gerade in ihren Busen hinein fallen ließ. Man kann sich das Gelächter vorstellen. Ich sagte mir: »Weshalb sind meine Lippen keine Kirschen! Mit welcher Lust würde ich sie da hinwerfen!«

Auf diese Weise verging der Tag unter allerlei fröhlichen Scherzen, die trotz aller Ungezwungenheit doch nie gegen den Anstand verstießen. Nicht ein zweideutiges Wort, nicht ein gewagter Scherz, und diesen Anstand legten wir uns nicht etwa auf, nein, er kam ganz von selbst; wir folgten nur den Eingebungen unserer Herzen. Kurz, meine Bescheidenheit – andere werden sagen meine Dummheit – war so groß, daß die höchste Vertraulichkeit, die ich mir herausnahm, darin bestand, daß ich Fräulein Galley einmal die Hand küßte. Die Umstände verliehen dieser unbedeutenden Gunst allerdings ihren Werth. Wir waren allein; ich athmete nur mühsam, sie hatte die Augen gesenkt. Statt nach Worten zu suchen, erdreistete sich mein Mund sich auf ihre Hand zu drücken, die sie, nachdem ich sie geküßt hatte, sanft zurückzog, wobei sie mich mit einer Miene anblickte, in welcher sich kein Zorn zu erkennen gab. Ich weiß nicht, was ich fähig gewesen wäre, ihr zu sagen; ihre Freundin trat herein und in diesem Augenblicke erschien sie mir häßlich.

Endlich dachten sie daran, daß wir mit der Rückkehr in die Stadt nicht bis zum Einbruch der Nacht warten dürften. Es blieb uns nur noch gerade so viel Zeit, um bei Tage heimzukommen und wir beeilten unsern Aufbruch, nachdem wir uns in derselben Weise, wie wir gekommen waren, vertheilt hatten. Hätte ich das Herz gehabt, würde ich diese Ordnung umgestoßen haben, denn Fräulein Galley's Blick hatte mein Herz heftig erregt; allein ich wagte nichts zu sagen, und ihr verbot es die Sitte, diesen Vorschlag zu machen. Unterwegs bedauerten wir, daß der Tag schon zu Ende wäre; allein weit davon entfernt, uns über seine Kürze zu beklagen, waren wir darüber einig, daß wir das Geheimnis besessen hatten, ihn durch alle die Belustigungen, mit denen wir ihn auszufüllen verstanden, lang zu machen.

Ich verließ sie fast an der nämlichen Stelle, wo sie meiner habhaft geworden waren. Mit welchem Bedauern wir von einander schieden! Mit welcher Lust wir übereinkamen, uns wiederzusehen! Zwölf mit einander verlebte Stunden kamen uns wie Jahrhunderte herzlicher Freundschaft vor. Die süße Erinnerung an diesen Tag wurde den liebenswürdigen Mädchen durch nichts verbittert; die zärtliche Verbindung, die sich unter uns dreien gebildet, hatte höheren Werth als sinnliche Freuden und hätte in Verbindung mit ihnen keinen Bestand haben können; wir liebten uns ohne Heimlichkeit und Verschämtheit und wollten uns immer so lieben. Die Sittenunschuld hat ihren hohen Genuß, der sich mit jedem andern messen kann, weil er nie aufhört und beständig empfunden wird. Ich wenigstens weiß, daß die Erinnerung an einen so schönen Tag mich mehr rührt, mich mehr bezaubert, in meinem Herzen häufiger erwacht, als das Andenken an irgend einen andern Genuß, der sich mir je in meinem Leben dargeboten hat. Ich war mir nicht völlig darüber klar, was ich eigentlich mit diesen reizenden Mädchen im Schilde führte, aber sie hatten mich beide ungemein angezogen. Ich will nicht sagen, daß ich, wenn es allein auf mich angekommen wäre, mein Herz unter sie gleich getheilt hätte; ich war mir bewußt, daß ich die eine, wenn auch nur gering, bevorzugte. Ich hätte es als mein Glück betrachtet, Fräulein von Graffenried zur Geliebten zu haben; aber bei völlig freier Wahl würde sie mir, wie ich glaube, als Vertraute lieber gewesen sein. Wie dem auch sein möge, als ich von ihnen schied, schien es mir, daß ich ohne die eine wie die andere nicht mehr leben könnte. Wer hätte mir wohl gesagt, daß ich sie in meinem Leben nicht wiedersehen und unsere Eintagsliebe damit ein Ende haben würde!

Wer dies liest, wird nicht verfehlen, über meine galanten Abenteuer zu lachen, wenn er gewahr wird, daß selbst die am meisten vorgerückten nach vielen Vorbereitungen mit einem Handkuß endigen. Und doch thut der Leser sehr Unrecht daran. Ich habe bei einer solchen in einem Handkuß schließenden Liebelei fürwahr mehr Wonne empfunden, als er je bei der seinigen, die wenigstens damit begonnen hat.

Venture, der die vorige Nacht sehr spät zu Bett gegangen war, kam kurz nach mir zurück. Diesmal war mir seine Heimkunft nicht so angenehm wie sonst, und ich hütete mich, ihm zu sagen, wie ich meinen Tag verlebt hatte. Die Fräulein hatten sehr wegwerfend von ihm gesprochen und hatten mir mißvergnügt darüber geschienen, mich in so schlechten Händen zu wissen. Das that ihm Abbruch bei mir, und überdies konnte alles, was meine Gedanken von ihnen ablenkte, mir nur unlieb sein. Indessen rief er mich bald zu uns selber zurück, indem er meine Lage zur Sprache brachte. Sie war zu mißlich, um von Dauer sein zu können. Obgleich ich äußerst sparsam lebte, war meine Börse doch schon fast vollends erschöpft; es fehlte mir an Einnahmequellen. Keine Nachrichten von Mama! Ich wußte nicht, was anfangen, und mein Herz wurde bei dem Gedanken, den Freund des Fräulein Galley bis auf den Bettel heruntergekommen zu sehen, schwer beklommen.

Venture theilte mir mit, daß er meinetwegen mit dem Herrn Amtsrichter geredet und die Absicht hätte, mich am nächsten Tage zum Essen zu ihm zu führen; derselbe wäre im Stande, mir durch seine Freunde zu einer Stellung zu verhelfen, obendrein auch eine vielversprechende Bekanntschaft, ein geistreicher und gebildeter Mann, von sehr geselligem Charakter, talentvoll und ein Bewunderer aller Talente. Nach seiner Gewohnheit darauf die albernste Leichtfertigkeit in die ernstesten Sachen mischend, zeigte er mir ein so eben aus Paris eingetroffenes Liedchen, nach einer Melodie aus einer Oper von Mouret, welche damals häufig gespielt wurde. Dieses Lied hatte Herrn Simon, so hieß nämlich der Amtsrichter, so vorzüglich gefallen, daß er nach derselben Melodie ein anderes zur Erwiderung dichten wollte; er hatte Venture ebenfalls um Abfassung eines solchen gebeten, und dieser war so thöricht, mich zur Anfertigung eines dritten aufzufordern, damit man, wie er sich ausdrückte, am nächsten Tage die Lieder ankommen sähe wie die Sänften im Lustspiel Roman.

Da ich in der Nacht nicht schlafen konnte, brachte ich meine Reimerei, so gut ich konnte, zu Stande. Für die ersten Verse, die aus meiner Feder geflossen, waren sie leidlich, sogar besser, oder wenigstens tieffühlender, als sie einen Tag früher ausgefallen wären, da ich in ihnen ein sehr zärtliches Verhältnis besang, für welches mein eigenes Herz bereits zu erglühen begann. Am Morgen zeigte ich Venture mein Lied, das er, da es seinen Beifall fand, in die Tasche steckte, ohne mir zu sagen, ob er das seinige gemacht hätte. Zur Mittagszeit begaben wir uns zu Herrn Simon, der uns freundlich aufnahm. Die Unterhaltung war lebhaft und anregend; bei zwei geistreichen Männern, die große Belesenheit besaßen, ließ sich das nicht anders erwarten. Die Rolle, die mir zufiel, war schweigen und zuhören. Keiner von beiden erwähnte des Liedes; ich sprach eben so wenig davon, und nie ist, so viel ich weiß, von dem meinen die Rede gewesen.

Herrn Simon schien mein anständiges Benehmen zu gefallen, denn weiter konnte er bei dieser Zusammenkunft schwerlich etwas von mir kennen lernen. Er hatte mich schon mehrmals bei Frau von Warens gesehen, ohne mich einer näheren Beachtung zu würdigen. Deshalb kann ich erst von diesem Mittagsessen an meine Bekanntschaft mit ihm rechnen, die mir zwar hinsichtlich des erstrebten Zweckes keinen Nutzen gewährte, aber späterhin andere Vortheile brachte, um deren willen ich seiner nur mit Freuden gedenke.

Ich würde Unrecht thun, wenn ich sein Aeußeres mit Stillschweigen überginge. Bei seiner Eigenschaft als Beamter und Schöngeist, worauf er stolz war, würde man sich von demselben ohne eine Schilderung keinen Begriff machen können. Der Herr Amtsrichter Simon war sicherlich keine zwei Fuß hoch. In seiner ersten handschriftlichen Aufzeichnung, welche der Ausgabe vom Jahre 1801 zu Grunde lag, hatte Rousseau ebenfalls zwei Fuß geschrieben, aber das Wort zwei ausgestrichen und drei darüber geschrieben, da er ohne Zweifel einsah, daß eine Größe von noch nicht ganz zwei Fuß, die er diesem Herrn beilegte, als Uebertreibung aufgefaßt worden wäre. Seine Beine, gerade, dünn und sogar ziemlich lang, würden ihn größer gemacht haben, hätte er sie auch gerade aufgesetzt, aber sie standen auseinander wie Schenkel eines weitgeöffneten Zirkels. Sein Leib war nicht allein kurz, sondern auch dünn, und in jedem Sinne von einer unbegreiflichen Winzigkeit. Im nackten Zustande mußte er sich wie eine Heuschrecke ausnehmen. Sein Kopf von natürlicher Größe und mit einem sehr wohl gebildeten Gesichte, edlen Zügen und ziemlich schönen Augen sah aus, als wäre er auf einen Stumpf gesetzt. Großen Aufwand für Kleidung hätte er sich ersparen können, denn schon seine große Perrücke allein reichte aus, ihn von Kopf bis zu Füßen vollkommen zu umhüllen.

Er hatte zwei ganz verschiedene Stimmen, die bei der Unterhaltung unaufhörlich ineinander übergingen. Dieser Contrast war anfangs sehr belustigend, wurde aber mit der Zeit sehr unangenehm. Die eine war tief und klangvoll; sie war, wenn ich so sagen darf, die Stimme seines Kopfes. Die andere, laut, scharf und heulend, war die Stimme seines Leibes. Wenn er langsam sprach, wenn er ruhig blieb, wenn er nicht den Athem verlor, konnte er immer mit seiner vollen Stimme reden; aber sobald er nur ein wenig lebhaft wurde und erregter zu sprechen begann, schlug seine Stimme in Töne um, die dem Pfeifen auf einem Schlüssel glichen, und er hatte die größte Mühe, wieder in seinen Baß zu verfallen.

Bei diesem Aeußern, wie ich es ohne die geringste Uebertreibung geschildert habe, war Herr Simon galant, ein großer Bewunderer der Frauenwelt und in seinem Anzuge bis zur Koketterie sorgfältig. Da er seine Vorzüge geltend zu machen suchte, gab er seine Audienzen gern morgens im Bette, denn wenn man auf dem Kopfkissen einen schönen Kopf erblickte, so konnte niemand denken, daß damit alles abgemacht war. Dies rief mitunter Auftritte hervor, deren sich sicherlich noch ganz Annecy erinnert.

Eines Morgens, als er in oder vielmehr auf diesem Bette in hübscher, sehr feiner und blendend weißer Nachtmütze, die mit zwei mächtigen Schleifen von rosafarbigem Bande verziert war, die Parteien erwartete, trifft ein Bauer ein und klopft an die Thür. Die Magd war ausgegangen. Der Herr Amtsrichter ruft, als von neuem geklopft wird: »Herein!« und zwar, weil er sich ein wenig zu sehr anstrengt, mit seiner gellenden Stimme. Der Mann tritt ein, er sieht sich um, wo diese Frauenstimme herkommt, und als er im Bette eine Nachtmütze mit riesigen Schleifen erblickt, will er sich wieder mit großen Entschuldigungen gegen die gnädige Frau herausbegeben. Herr Simon wird ärgerlich und schreit nur um so kreischender. Da der Bauer dadurch in seiner Ansicht bestätigt wird und sich für beleidigt hält, schimpft er ihn aus, sagt, er sei augenscheinlich nur eine liederliche Dirne, und der Herr Amtsrichter führe keinen erbaulichen Wandel. Dieser gerieth außer sich, und da er keine andere Waffe als seinen Nachttopf hatte, wollte er ihn dem armen Manne an den Kopf werfen, als seine Haushälterin glücklicherweise herbeikam.

Dieser kleine, von der Natur leiblich so vernachlässigte Zwerg war dafür geistig entschädigt worden, und seine schönen Anlagen hatte er sorgfältig ausgebildet. Obgleich er in dem Rufe eines ziemlich tüchtigen Juristen stand, liebte er sein Fach doch nicht. Er hatte sich auf die schöne Literatur geworfen und in ihr recht glückliche Erfolge erzielt. Er hatte sich namentlich ihre glänzende Oberfläche angeeignet, diese duftende Würze, welche erst dem Umgange, selbst dem mit Frauen, den rechten Reiz verleiht. Er kannte alle Anekdoten der Ana, jener bekannten Sammlung witziger Einfälle, und noch vieler anderer auswendig und besaß die Kunst, sie richtig anzubringen, wobei er sie anziehend, mit einer gewissen Nichtigkeit und in einer Weise erzählte, als ob das, was vor sechzig Jahren vorgefallen, eine Anekdote von gestern wäre. Er verstand sich auf Musik und sang mit seiner Männerstimme angenehm; kurz, für einen Beamten hatte er viele hübsche Talente. Da er den Damen von Annecy beständig den Hof machte, war er unter ihnen in die Mode gekommen; sie führten ihn in ihrem Gefolge wie einen kleinen Affen mit sich. Er rühmte sich sogar seines Glückes in der Liebe und das belustigte sie ungemein. Eine Frau von Epagny sagte, für ihn bestände die höchste Gunst darin, einer Frau das Knie küssen zu dürfen.

Da er gute Bücher kannte und gern von ihnen redete, so war ein Gespräch mit ihm nicht allein unterhaltend, sondern auch belehrend. Als mir später das Studium Freude machte, pflegte ich die Bekanntschaft mit ihm und befand mich dabei sehr gut. Ich besuchte ihn zuweilen von Chambery aus, wo ich mich damals aufhielt. Er lobte meinen Eifer und fachte ihn noch mehr an und gab mir in Bezug auf meine Lektüre gute Rathschläge, die mir oft nützlich waren. Leider wohnte in diesem so schwächlichen Körper eine sehr gefühlvolle Seele. Einige Jahre nachher hatte er ich weiß nicht was für ein schlimmes Abenteuer, welches ihn in einen solchen Kummer versetzte, daß er darüber starb. Es war Schade, er war wirklich ein guter kleiner Mann, den man anfänglich auslachte und schließlich lieb gewann. Obgleich sein Leben nur in geringe Berührung mit dem meinigen gekommen ist, habe ich es doch um der vielen nützlichen Lehren willen, die ich von ihm empfangen, für meine Pflicht gehalten, sein Gedächtnis in ehrender Weise zu erneuern.

Sobald ich frei war, eilte ich in die Straße des Fräulein Galley, indem ich mich der Hoffnung hingab, daß ich jemanden hineingehen oder herauskommen oder wenigstens ein Fenster öffnen sehen würde. Nichts; keine Katze wurde sichtbar, und während der ganzen Zeit meines Weilens blieb das Haus so verschlossen, als wäre es völlig unbewohnt. Die Straße war klein und öde, ein Mensch mußte in ihr sofort auffallen. Von Zeit zu Zeit ging jemand vorüber und trat in ein benachbartes Haus oder es kam einer aus demselben heraus. Mein Dortsein machte mich verlegen; ich bildete mir ein, man müßte den Zweck meines Kommens errathen, und dieser Gedanke war mir peinlich, denn ich habe die Ehre und die Ruhe derer, die mir theuer waren, stets höher als mein Vergnügen gestellt.

Endlich müde, den spanischen Liebhaber zu spielen, zumal ich keine Guitarre hatte, entschloß ich mich an Fräulein von Graffenried zu schreiben. Ich hätte lieber an ihre Freundin geschrieben, wagte es jedoch nicht, und es ziemte sich auch, mich zuerst an die zu wenden, der ich die Bekanntschaft der andern verdankte, und mit der ich auf vertrauterem Fuße stand. Den Brief übergab ich Fräulein Giraud, wie ich es mit den jungen Damen bei unserer Trennung ausgemacht hatte. Sie selbst hatten mir diesen Ausweg angegeben. Fräulein Giraud war Stepperin und hatte, da sie bisweilen bei Frau Galley arbeitete, Zutritt zu ihrem Hause. Die Botin schien mir allerdings nicht allzu glücklich gewählt, allein ich befürchtete, man würde mir, wenn ich ihretwegen Schwierigkeiten erhöbe, keine andere vorschlagen. Auch konnte ich ihnen unmöglich zu verstehen geben, daß sie sich um meine Gunst bemühte. Ich fühlte mich durch den Gedanken gedemüthigt, daß sie mir zutrauen könnte, ich hielte sie und jene Damen für Wesen desselben Geschlechtes. Kurz, ich wollte mich lieber ihrer bedienen, als gar keinen Sendboten haben, und klammerte mich an dieses Auskunftsmittel auf gut Glück.

Beim ersten Wort errieth mich die Giraud; dies war nicht schwer. Wenn nicht die Bestellung eines Briefes an junge Mädchen für sich selbst gesprochen hätte, so würde mich schon meine alberne und verlegene Miene allein verrathen haben. Man kann sich vorstellen, daß ihr dieser Auftrag nicht sehr angenehm war; sie nahm ihn jedoch an und richtete ihn getreulich aus. Früh am folgenden Tage eilte ich zu ihr und fand meine Antwort. Wie schnell ich mich wieder fortmachte, um sie wieder und wieder zu lesen und mit meinen Küssen zu bedecken, bedarf nicht erst der Versicherung; wohl aber muß berichtet werden, welchen Entschluß Fräulein Giraud gefaßt hatte, einen Entschluß, in dem sich mehr Zartgefühl und Zurückhaltung aussprach, als ich ihr zugetraut hatte. Da sie verständig genug war, um einzusehen, daß sie mit ihren siebenunddreißig Jahren, ihren Hasenaugen, ihrer Schnupftabaksnase, ihrer kreischenden Stimme und ihrer schwarzen Haut zwei jungen anmuthigen Mädchen in dem vollen Glänze ihrer Schönheit gegenüber eine üble Rolle spielte, wollte sie dieselben weder verrathen noch ihnen dienen, und mich lieber verlieren, als mich jenen zuführen.

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