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Römische Geschichte

Livius: Römische Geschichte - Kapitel 40
Quellenangabe
typetractate
booktitleRömische Geschichte Bd. I
authorTitus Livius
translatorKonrad Heusinger
firstpub1821
year1821
publisherFriedrich Vieweg Verlag
addressBraunschweig
titleRömische Geschichte
created20060416
sendergerd.bouillon
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Achtes Buch.

Vom Jahre Roms 414 – 432.

154 Inhalt des achten Buchs.

Die Latiner fallen zugleich mit den Campanern ab und lassen durch Gesandte an den Senat die Beibehaltung des Friedens nur unter der Bedingung versprechen, wenn der eine Consul aus den Latinern genommen würde. Ihr Prätor Annius, nachdem er sich seines Auftrages als Gesandter entledigt hat, thut einen so schweren Fall am Capitole, daß er todt bleibt. Der Consul Titus Manlius läßt seinen Sohn, weil er dem bekannt gemachten Befehle zuwider gegen die Latiner, obgleich mit Glück, gefochten hatte, mit dem Beile enthaupten. Weil die Römer in der Schlacht leiden, weihet sich Publius Decius, damals mit dem Manlius Consul, für das Heer dem Tode; sprengt zu Pferde mitten unter die Feinde, fällt und schaffet durch seinen Tod den Sieg den Römern wieder. Die Latiner ergeben sich. Dem Titus Manlius geht bei seiner Rückkehr in die Stadt von allen Dienstfähigen Keiner entgegen. Die Vestalinn Minucia wird Unkeuschheit wegen verdammt. Nach Besiegung der Ausonen wird in die ihnen abgenommene Stadt Cales eine Pflanzung ausgeführt. Auch Fregellä wird Pflanzstadt. Man entdeckt die Giftmischereien mehrerer Frauen von Stande, von denen die meisten sogleich ihre Gifte austrinken und sterben. Damals wurde das erste Gesetz über Giftmischerei gegeben. Den nach erneuertem Kriege besiegten Privernaten wird das Bürgerrecht ertheilt. Die Paläpolitaner ergeben sich nach einer Schlacht und Belagerung. Publius Publilius, der sie belagert hatte, war der Erste, dem man sein Feldherrnamt verlängerte und ihm als Proconsul einen Triumph zuerkannte. Die Unzucht eines Gläubigers, Lucius Papirius, der seinen Schuldner Cajus Publilius hatte schänden wollen, veranlasset zum Besten der Bürgerlichen die Aufhebung der persönlichen Haft. Während der Dictator Lucius Papirius vom Heere wegen der zu erneurenden Götterleitung in die Stadt zurückgereiset war, liefert der Magister Equitum Quintus Fabius, um eine sich darbietende Gelegenheit zu benutzen, gegen seinen Befehl den Samniten eine Schlacht und siegt. Als der Dictator Miene macht, den Magister Equitum deshalb mit der Todesstrafe zu belegen, entfliehet Fabius nach Rom, und da ihn der Rechtsgang nicht begünstigt, wird seine Bestrafung der Fürbitte des Volks geschenkt. Außerdem erzählt dies Buch Siege über die Samniten.

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