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Römische Geschichte

Livius: Römische Geschichte - Kapitel 154
Quellenangabe
typetractate
booktitleRömische Geschichte Bd. I
authorTitus Livius
translatorKonrad Heusinger
firstpub1821
year1821
publisherFriedrich Vieweg Verlag
addressBraunschweig
titleRömische Geschichte
created20060416
sendergerd.bouillon
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229 Zwei und vierzigstes Buch.

1. Als Lucius Postumius Albinus und Marcus Popillius Länas gleich zuerst wegen der Standplätze und Heere bei dem Senate anfragten, wurde ihnen beiden Ligurien bestimmt, so daß sie beide zur Behauptung dieser Provinz neue Legionen – jedem wurden zwei bestimmt, – jeder zehntausend Mann Latinische Bundestruppen nebst sechshundert Rittern ausheben sollten, und als Ergänzungstruppen für Spanien dreitausend Römer zu Fuß und zweihundert Ritter. Außerdem sollten tausend fünfhundert Römer zu Fuß und hundert Ritter ausgehoben werden; mit diesen sollte der Prätor, welchem das Los Sardinien bestimmen würde, zur Führung des Krieges nach Corsica übergehen, und unterdessen der bisherige Prätor Marcus Atilius Sardinien als seinen Posten behalten. Darauf loseten die Prätoren um ihre Plätze. Aulus Atilius Serranus bekam die Rechtspflege in der Stadt, Cajus Cluvius Saxula die über Bürger und Fremde, Numerius Fabius Buteo das diesseitige Spanien, Marcus Matienus das jenseitige, Marcus Furius Crassipes Sicilien, Cajus Cicerejus Sardinien. Ehe die Obrigkeiten abreiseten, beschloß der Senat, den Consul Lucius Postumius nach Campanien gehen zu lassen, um die Gränzen zwischen Stats- und Privatländereien zu bestimmen, weil man in Erfahrung gebracht hatte, daß die Privatpersonen durch allmälige Erweiterung ihrer Gränzen eine ansehnliche Strecke von jenen in Besitz genommen hatten. Postumius, voll Unwillen auf die Pränestiner, weil sie ihm noch als Privatmanne bei seiner Hinreise, um dort im Tempel der Fortuna zu opfern, weder von Seite der Stadt, noch im Einzelnen, irgend eine Ehre erwiesen hatten, schrieb vor 230 seiner Abreise von Rom nach Präneste, die Obrigkeiten sollten ihm entgegenkommen, ihm ein Absteigequartier auf gemeine Kosten in Stand setzen, und ihm die Gespanne, wenn er von dort wieder abreisete, bereit halten. Vor diesem Consul hatte niemand den Bundesgenossen jemals Last oder Kosten verursacht. Deswegen wurden die Obrigkeiten mit Maulthieren, Zelten und dem ganzen übrigen Feldgeräthe ausgestattet, damit sie den Bundesgenossen dergleichen nicht auflegen möchten. Sie fanden ihre Aufnahme bei Privatfreunden; erhielten sich diese durch Freigebigkeit und Gefälligkeit, und den Gastfreunden, bei welchen sie abzusteigen pflegten, standen wieder in Rom ihre Häuser offen. Gesandte, welche schleunig wohin geschickt wurden, ließen sich wohl von den Städten, wo ihre Reise durchging, ein Pferd stellen: weitere Unkosten hatten die Bundesgenossen von den Römischen Beamteten nicht. Das entweder zu bescheidene, oder zu furchtsame Stillschweigen der Pränestiner bei dieserIniuria consulis]. – Drakenb. empfiehlt Schel's Verbesserung: In ira consulis, wobei das et vor silentium wegfällt. Dieser bin ich gefolgt. Unzufriedenheit des Consuls, die er, falls sie auch gerecht war, doch nicht im Amte auslassen mußte, gab den Obrigkeiten, gleich als auf ein gut geheißenes Beispiel, das Recht zu Forderungen dieser Art, welche von Tage zu Tage drückender wurden.

2. Im Anfange dieses Jahrs kamen die Gesandten, die man nach Ätolien und Macedonien geschickt hatte, mit der Anzeige zurück: «Sie hätten den König Perseus, weil ihn die Einen für abwesend, die Andern für krank ausgäben, obgleich beides unwahr sei, nicht sprechen können. Doch hätten sie leicht wahrgenommen, daß der Krieg im Werke sei und einen längeren Aufschub des Entgegentretens nicht gestatten werde. Auch in Ätolien entglimme der Aufruhr mit jedem Tage stärker, und ihre Verwendung habe die Anführer der Streitenden nicht zur Ruhe bringen können.» In der Erwartung des Macedonischen Krieges beschloß der Senat, ehe man diesen unternähme, die Schreckzeichen zu sühnen und durch die 231 aus den Büchern der Schicksale angegebenen Gebete um die Gnade der Götter nachzusuchen. Zn Lanuvium hatten sich – so hieß es – Erscheinungen einer großen Flotte am Himmel gezeigt; zu Privernum war schwarze Wolle aus der Erde gewachsen; bei Remens im Vejentischen ein Steinregen gefallen. Die ganze Pomtinische Gegend habe man wie mit Wolken von Heuschrecken bedeckt gefunden; und auf Gallischem Boden waren, so weit man gepflügt habe, unter den emporstehenden Schollen Fische hervorgekommen. Dieser Schreckzeichen wegen wurden die Bücher der Schicksale nachgeschlagen, und die Zehnherren gaben an, welchen Göttern und was für Thiere man opfern müsse, und daß zur Sühne der Schreckzeichen eine Betandacht zu halten sei: auch eine zweite, nämlich die im vorigen Jahre für die Genesung des Volks verheißene, solle begangen werden und ein Stillstand der Geschäfte sein. Und nach der schriftlichen Angabe der Zehnherren wurden die gottesdienstlichen Geschäfte ausgerichtet.

3. In diesem Jahre wurde der Tempel der Juno Lacinia abgedeckt. Quiritus Fulvius Flaccus nämlich, der Censor, ließ es sich eifrig angelegen sein, daß kein Tempel in Rom den der Ritterlichen Fortuna, welchen er in Spanien als Prätor im Celtiberischen Kriege gelobet hatte, an Majestät und Pracht übertreffen sollte. Weil er nun seinem Tempel eine große Zierde zu geben glaubte, wenn die Dachplatten von Marmor waren, so reisete er in das Bruttische und ließ den Tempel der Juno Lacinia zur Hälfte abdecken: so viel hielt er zur Bedachung dessen, den er bauete, für hinreichend. Auch waren Schiffe in Bereitschaft, die Platten einzunehmen und abzuführen, da das Ansehen eines Censors die Bundesgenossen abschreckte, diesem Tempelraube zu wehren. Als der Censor zurückkam, wurden die ausgeladenen Platten nach dem Tempel getragen. Verschwieg man gleich, wo sie her wären, so konnte es doch nicht verheimlicht werden. Da erhob sich dann auf dem Rathhause ein lautes Murren: von allen Seiten verlangte man, die Consuln sollten die Sache vor den Senat bringen. Als aber der geforderte Censor in 232 dem Rathssale erschien, sagten sie einzeln und insgesamt mit weit größerer Erbitterung die härtesten Dinge ihm ins Gesicht: «Es sei ihm nicht genug gewesen, den ehrwürdigsten Tempel in jener ganzen Gegend, den kein Pyrrhus, kein Hannibal, entweihet habe, zu entweihen, wenn er ihn nicht auch so jämmerlich abdecke und so gut als zerstöre. Er habe den Giebel vom Tempel herabgerissen; das entblößte Dach stehe jedem Platzregen offen, um zu verfaulen. Ein Censor, zur Leitung der Sittenzucht gewählt, nach alter Sitte damit beauftragt, die Gebäude zum öffentlichen Gottesdienste in Dach und Fach zu erhalten, und die Stätte desselben in Schutz zu nehmen; gerade der durchstreife die Städte der Bundesgenossen, um die Tempel zu zertrümmern, und die heiligen Häuser ihrer Dächer zu entblößen: und was schon als empörend betrachtet werden könne, wenn er es an den Privathäusern der Bundsgenossen ausübte, das erlaube er sich als Zerstörer an den Tempeln der unsterblichen Götter: das Römische Volk mache er vor den Göttern verantwortlich, indem er Tempel aus Tempeltrümmern aufbaue; gleich als ob die unsterblichen Götter nicht allenthalben dieselben wären, und man den Einen durch Plünderung des Andern verehren und verherrlichen müsse.» Da sich schon, ehe die Sache zum Vortrage kam, die Stimmung der Väter deutlich ersehen ließ, so gingen auch nach geschehenem Antrage Alle zu der Erklärung über, man müsse die Zurücklieferung der Platten nach dem Tempel in Fracht geben und der Juno Sühnopfer bringen lassen. Was die Religion betraf, das Alles wurde sorgfältig ausgerichtet: die Platten aber – diese Nachricht brachten die Frachtleute mit zurück – blieben auf dem Tempelplatze liegen, weil kein Werkmeister ein Mittel habe ausfindig machen können, sie wieder aufzulegen.

4. Einer von den Prätoren, welche auf ihre Standplätze abgegangen waren, Numerius Fabius, starb zu Massilien auf seiner Fahrt nach dem diesseitigen Spanien. Als diese Nachricht durch Massilische Gesandte 233 gemeldet wurde, verordnete der Senat, Publius Furius und Cneus Servilius, für deren Plätze Nachfolger bestimmt waren, sollten unter sich darum losen, wer von ihnen beiden das diesseitige Spanien mit Verlängerung seines Oberbefehls verwalten sollte. Das Los entschied, passend genug, eben der Publius Furius, der diese Provinz gehabt hatte, sollte bleiben. Auch wurde in diesem Jahre, weil von dem im Kriege eroberten Ligurischen und Gallischen Acker eine ansehnliche Strecke ohne Herrn war, der Senatsschluß ausgefertigt, daß diese Länderei nach Köpfen vertheilt werden sollte. Die hierzu nöthigen Zehnmänner wählte nach einem Senatsschlusse Aulus Atilius, der Stadtprätor; nämlich den Marcus Ämilius Lepidus, Cajus Cassius, Titus Äbutius Carus, Cajus Tremellius, Publius Cornelius Cethegus, Quintus und Lucius beide Appulejer, Marcus Cäcilius, Cajus Salonius, Cajus Munatius. Sie theilten jedem Pflanzer zehn Morgen zu und jedem von Latinischer Abkunft drei. Um dieselbe Zeit, als dieses vorgenommen wurde, kamen wegen der in Ätolien herrschenden Zwietracht und Empörung Gesandte nach Rom; auch zeigten Thessalische Gesandte an, was in Macedonien vorgehe.

5. Perseus, voll Nachdenken über den schon bei seines Vaters Lebzeiten entworfenen Krieg, suchte allenthalben durch abgefertigte Gesandschaften nicht bloß die Völker Griechenlands, sondern auch die Städte zu gewinnen, ob er gleich mehr versprach, als leistete. Dennoch war ein großer Theil sehr geneigt, ihn zu begünstigen, und hielt weit mehr von ihm, als von dem Eumenes, obgleich dem Eumenes alle Griechischen Städte und die meisten Großen für seine Wohlthaten und Geschenke verpflichtet waren, und er auf seinem Throne sich so betrug, daß die Städte unter seiner Hoheit mit der Lage irgend eines Freistats nicht hätten tauschen mögen. Vom Perseus hingegen sagte das Gerücht, er habe seine Gemahlinn nach seines Vaters Tode mit eigner Hand umgebracht; habe das ehemalige Werkzeug zur heimlichen Ermordung seines Bruders, den Apelles, der sich geflüchtet hatte, weil ihn 234 Philipp zur Hinrichtung für dies Verbrechen aufsuchen ließ, nach seines Vaters Tode unter großen Versprechungen, ihn für ein so wichtiges Verdienst zu belohnen, zu sich gelockt, und heimlich tödten lassen. Ja ihn, der sich außerdem durch so manchen an Unterthanen und Ausländern verübten Mord berüchtigt gemacht hatte, ohne sich durch irgend ein Verdienst zu empfehlen, zogen die Städte durchgängig einem Könige vor, der gegen die Seinigen so liebevoll, gegen seine Unterthanen so gerecht, gegen jedermann so freigebig war; mochte sie nun entweder das Vorurtheil für den Ruhm und die Majestät Macedonischer Könige zur Verachtung eines aufkommenden neuen Reiches gestimmt haben; oder sehnten sie sich nach einer Umwälzung der Dinge; oder wünschten sie sich in jenem eine Vormauer gegen Rom. Nicht aber die Ätoler allein waren in Aufruhr, und zwar wegen drückender Schuldenlast, sondern auch die Thessalier, und wie eine Seuche hatte sich das Übel durch diese Ansteckung auch bis in Perrhäbien verbreitet. Auf die Nachricht, daß die Thessalier in den Waffen ständen, schickte der Senat den Appius Claudius als Gesandten hin zur Ansicht und Beilegung der Sache. Den Häuptern beider Parteien verwies er ihr Benehmen, und weil die Geldschulden bei übertriebenen Zinsen zu drückend geworden waren, so erleichterte er diese, großentheils durch die Nachgiebigkeit der Bedrücker, und vertheilte die Abtragung des eigentlichen Anlehens auf Zahlungen in * * Jahren. Auch in Perrhäbien stellte Appius, und zwar durch dasselbe Mittel, die Ordnung wieder her. Zu gleicher Zeit untersuchte zu DelphiMarcellus Delphis]. – Die Absendung dieses Marcellus nach Griechenland, so wie die (Cap. 6. am Ende erwähnte) der Gesandten nach Syrien hatte Livius vermuthlich im 41sten Buche gegen das Ende erzählt, wo wir jetzt die Lücken haben. Duker. Marcellus die Streitigkeiten der Ätoler: sie hatten diese mit feindlicher Erbitterung betrieben, welcherquas intestino gesserant bello]. – Ich folge der mir höchst wahrscheinlichen Verbesserung des Herrn Ruperti, der nicht quas, sondern quos lesen will. sie sich während des innerlichen Krieges 235 überlassen hatten. Da er sah, daß sie auf beiden Seiten in Unbesonnenheit und Frechheit mit einander gewetteifert hatten, so wollte er durch seine Entscheidung keinen von beiden Theilen so wenig heben, als niederdrücken; nur bat er beide zugleich, vom Kriege abzulassen und durch Vergessenheit des Vergangenen ihre Zwiste zu endigen. Und die Unverbrüchlichkeit dieser ihrer Aussöhnung sicherten sie einander durch gegenseitig gestellte Geisel. Sie kamen zu Corinth zusammen, um hier die Geisel in Verwahrung zu geben.

6. Von Delphi und der Ätolischen Versammlung setzte Marcellus in den Peloponnes nach * * über, wohin er die Achäer zu einer Zusammenkunft beschieden hatte. Hier gab er durch ehrenvolle Erwähnung dessen, daß die Nation ihrer alten Verordnung, Macedoniens Königen keinen Zutritt in ihr Gebiet zu gestatten, so standhaft treu geblieben sei, den Haß der Römer gegen Perseus deutlich zu erkennen; und daß dieser noch früher zum Ausbruche kam, wurde dadurch veranlasset, daß König Eumenes in Rom eintraf und eine schriftliche Übersicht mitbrachte, die er sich bei seinen vollständigen Erkundigungen nach des Perseus Vorkehrungen zum Kriege gemacht hatte. An diesen gingen zu gleicher Zeit fünf Gesandte ab, um sich über den Zustand der Sachen in Macedonien zu unterrichten. Auch hatten sie den Auftrag, nach Alexandrien zum Ptolemäus zu gehen, und die Freundschaft mit ihm zu erneuern. Diese Gesandten waren Cajus Valerius, Cneus Lutatius Cerco, Quintus Bäbius Sulca, Marcus Cornelius Mammula, Marcus Cäcilius Denter. Um diese Zeit kamen auch Gesandte vom Könige Antiochus. Ihr Haupt, Apollonius, entschuldigte den König mit vielen und gültigen Gründen, «daß er die schuldige Zahlung später leiste, als bestimmt sei. Er habe die ganze Summe mitgebracht, so daß sein König nur in Ansehung der Zeit einer Nachsicht bedürfe. Außerdem bringe er an goldenen Gefäßen fünfhundert PfundEin Geschenk von etwa 156,200 Gulden Conv. M. zum Geschenke. Der König bitte um 236 Erneurung des Bündnisses und der Freundschaft, die mit seinem Vater bestanden habe. Auch möge das Römische Volk ihm zumuthen, was sich einem redlichen und treuen Bundsgenossen als Könige zumuthen lasse: er werde in keinem Stücke mit seiner Dienstwilligkeit nachbleiben. Der Senat habe sich um ihn bei seinem Aufenthalte in Rom so verdient gemacht, und die jungen Männer ihm so viel Artigkeit bewiesen, daß er bei allen Ständen als Prinz, nicht als Geisel, gegolten habe.» Die Gesandten erhielten eine gütige Antwort, und der Stadtprätor Aulus Atilius den Auftrag, mit dem Antiochus das Bündniß, das man mit dessen Vater gehabt habe, zu erneuern. Die Schatzmeister der Stadt nahmen die Zahlung in Empfang, die Censorn die goldenen Gefäße, und diesen wurde es zum Geschäfte gemacht, sie in den Tempeln aufzustellen, die sie selbst dazu wählen würden. Dem Gesandten ließ man ein Geschenk von hunderttausendEtwa 3124 Gulden. Ass zustellen, gab ihm in einem freien Hause Quartier und setzte ihm freie Zehrung aus, so lange er in Italien sein würde. Denn die in Syrien gewesenen Gesandten versicherten, der Mann stehe bei dem Könige im höchsten Ansehen und sei ein warmer Freund der Römer.

7. Auf den Standplätzen der Heere geschah in diesem Jahre Folgendes. Der Prätor Cajus Cicerejus lieferte in Corsica eine förmliche Schlacht. Siebentausend Corsen fielen, über tausend siebenhundert wurden Gefangene. In dieser Schlacht hatte der Prätor der Juno Moneta einen Tempel zugesagt. Dann wurde den Corsen der erbetene Friede bewilligt, und zweimal hunderttausend Pfund Wachs von ihnen eingetrieben. Aus dem bezwungenen Corsica segelte Cicerejus nach Sardinien über. Auch in Ligurien kam es auf dem Gebiete der Statiellaten bei der Stadt Carystus zu einer Schlacht. Ein großes Heer Ligurier hatte sich hineingezogen. Und anfangs hielten sie sich bei der Ankunft des Consuls Marcus Popillius 237 hinter den Mauern. Nachher aber, als sie sahen, daß die Römer die Stadt angreifen wollten, rückten sie aus den Thoren und stellten ihre Linie auf: und der Consul – dies hatte er ja durch den gedroheten Sturm erreichen wollen – weigerte sich des Treffens nicht. Über drei Stunden focht man so, daß sich die Hoffnung auf keine von beiden Seiten neigte. Als der Consul bemerkte, daß die Ligurischen Truppen auf keinem Punkte wankten, hieß er die Ritter aufsitzen und so lärmend als möglich von drei Seiten zugleich auf die Feinde einhauen. Der größte Theil der Ritter brach mitten durch die Linie, und drang bis in den Rücken der Fechtenden. Da geriethen die Ligurier in Schrecken. Nach allen Seiten aus einander sprengend nahmen sie die Flucht; nur sehr wenige nach der Stadt, weil sich von dorther hauptsächlich die Reuterei ihnen entgegenwarf. Nicht bloß dieser so hartnäckige Kampf hatte viele Ligurier weggerafft, sondern sie wurden auch auf der Flucht allenthalben niedergehauen. Zehntausend Menschen sollen getödtet, über siebenhundert Versprengte zu Gefangenen gemacht, und zweiundachtzig Fahnen eingebracht sein. Aber der Sieg hatte auch Blut gekostet. Der Verlust belief sich über dreitausend, weil auf beiden Theilen, als keiner weichen wollte, die Vorderreihen fielen.

8. Als nach dieser Schlacht die Ligurier von den entgegengesetzten Seiten ihrer Flucht sich wieder zusammenfanden und sahen, daß sie weit mehr Bürger verloren, als noch übrig hatten; – denn es waren ihrer nicht mehr als zehntausend: – so ergaben sie sich, ohne weitere Bedingungen zu machen. Doch hatten sie gehofft, der Consul werde gegen sie nicht härter verfahren, als die früheren Feldherren. Er aber entwaffnete sie sämtlich, zerstörte ihnen die Stadt, und die Menschen selbst samt ihrem Eigenthume verkaufte er. Und nun meldete er dem Senate seine Thaten schriftlich. Als der Prätor Aulus Atilius den Brief im Senate vorgelesen hatte – denn der andre Consul Postumius war wegen seiner Beschäftigung mit den in Campanien zu besichtigenden Grundstücken 238 abwesend;. – fand der Senat dies Benehmen abscheulich. «Die Statiellaten, die einzigen in der ganzen Ligurischen Nation, welche nicht gegen Rom die Waffen getragen, die auch jetzt von ihrer Seite keinen Krieg angefangen hätten, habe der Consul bekriegt: nachdem sie sich in den Schutz des Römischen Stats gegeben hätten, habe er sie durch jede Ausübung der äußersten Grausamkeit gemishandelt und vertilgt: so viele Tausende unschuldiger Menschen, die das Römische Volk um Schutz angeflehet hätten, habe er verkauft, zum abschreckenden Beispiele für jeden, der etwa künftig es wagen wollte, sich zu ergeben: als die Verschleppten steckten sie jetzt allenthalben bei ehemals erklärten, jetztRomani pacatis]. – Sollte nicht vor dem Worte pacatis das Wörtchen vix ausgefallen sein? Theils würde dies den Gegensatz verstärken; theils wird es auch, wenn den Consul sie in jener Gegend verkaufte, wahrscheinlich, daß mancher von ihnen als Sklave nach Gallien, Istrien, Corsica gebracht wurde, mit welchen Völkern Rom damals eben Krieg geführt hatte, oder noch führte. Wenn das x in vix verblichen war, so las der Abschreiber die Worte p. rui für populi Romani. Auch glaube ich, daß im folgenden Cap. §. 2. zu lesen sei: ad aedem Bellonae evocato. beruhigten, Feinden Roms in der Sklaverei. Deswegen beschließe der Senat, der Consul Marcus Popillius solle die Ligurier für ihre Personen, nach Zurückgabe des Kaufpreises an die Käufer, wieder in Freiheit setzen, und dahin sehen, daß ihnen ihr Eigenthum, so viel sich dessen wieder herbeischaffen lasse, zurückgegeben werde: die Nation könne sich, sobald sie wolle, Waffen wiedermachen; und der Consul solle, wenn er die Ligurier, als ein Volk, das sich ergeben habe, wieder in ihre Heimat eingesetzt hätte, von seinem Posten dort abgehen. Besiegung der Angreifenden, nicht Mishandlung der Gebeugten, gebe dem Siege seinen Ruhm.»

9. Hatte der Consul mit Starrsinn gegen die Ligurier gehandelt, so bewies er ihn auch jetzt durch Ungehorsam gegen den Senat. Er ließ sogleich die Legionen nach Pisä in die Winterquartiere gehen und kam voll Zorn auf die Väter, voll Grimm gegen den Prätor, nach Rom zurück, berief sogleich den Senat heraus in den Tempel der 239 Bellona und überhäufte den Prätor mit Vorwürfen, «daß er, statt seiner Schuldigkeit gemäß bei dem Senate darauf anzutragen, für den glücklichen Erfolg im Kriege den unsterblichen Göttern den Ehrendank darzubringen, den Feinden zum Vortheile einen Senatsschluß gegen ihn veranlasset habe, wodurch er die Früchte seines Sieges den Liguriern zuwende und sich als Prätor fast zu dem Befehle erdreiste, den Consul ihnen auszuliefern. Deswegen bestimme er ihm eine Geldstrafe, und verlange von den Vätern den Befehl, daß der gegen ihn ausgefertigte Senatsschluß aufzuheben sei; ferner, daß sie das Dankfest, welches sie ohne ihn, auf die über sein Glück ihnen gemachte Eröffnung, hatten verordnen müssen, jetzt in seinem Beisein, Einmal zur Ehre der Götter, und zweitens doch auch wohl endlich mit einiger Rücksicht auf ihn, verordnen möchten.» Nun griffen ihn mehrere Senatoren in Reden an, die ihn jetzt eben so wenig schonten, als da er noch abwesend war; und ohne von seinen beiden Forderungen auch nur eine erhalten zu haben, ging er in die Provinz zurück. Der andre Consul, Postumius, der den Sommer mit Ackerbesichtigungen zugebracht hatte, kam zur Haltung des Wahltages, ohne seinen Kriegsplatz gesehen zu haben, zurück nach Rom. Unter seinem Vorsitze wurden Cajus Popillius Länus und Publius Älius Ligus zu Consuln gewählt. Darauf wählte man die Prätoren Cajus Licinius Crassus, Marcus Junius Pennus,, Spurius Lucretius, Spurius Cluvius, Cajus Sicinius und zum zweitenmale den Cajus Memmius.

10. In diesem Jahre wurde der Schatzungsschluß begangen. Die Censorn waren Quintus Fulvius Flaccus, Aulus Postumius Albinus. Die Schlußfeier hatte Postumius. Geschatzt wurden zweihundert neunundachtzigtausend und funfzehn Römische Bürger. Die Zahl war diesmal bei weitem kleiner, weil der Consul Lucius Postumius in der Volksversammlung bekannt gemacht hatte, daß von den Latinischen Bundsgenossen, welche auf die vom Consul Cajus Claudius geschehene Anzeige in ihre 240 Städte hätten zurückgehen müssen, keiner in Rom, sondern Alle in ihren Städten geschatzt werden sollten. Die Censorn führten ihr Amt mit Eintracht und mit Rücksicht auf das Beste des Ganzen. Sie machten jeden, den sie aus dem Senate ausschlossen und alle, denen sie das Pferd nahmen, zu Steuersassen und stießen sie aus dem Bezirke: und nie fand der Eine den bewährt, den der Andre misbilligend bezeichnete. Den Tempel der Ritterlichen Fortuna, welchen Fulvius als consularischer Stellvertreter in Spanien in der Schlacht mit den Legionen der Celtiberer verheißen hatte, weihete er sechs Jahre nach jenem Gelübde, und gab vier Tage lang Bühnenspiele, und Einen Tag Spiele in der Rennbahn. Lucius Cornelius Lentulus, Zehnherr des Gottesdienstes, starb in diesem Jahre. An seine Stelle kam Aulus Postumius Albinus. Der Wind führte vom Meere her plötzlich so große Wolken von Heuschrecken auf Apulien herüber, daß sie mit ihren Schwärmen die Äcker weit bedeckten. Diese Pest der Feldfrüchte zu vertilgen, wurde der für das folgende Jahr erwählte Prätor Cneus Sicinius mit Feldherrnvollmacht nach Apulien geschickt und brachte eine geraume Zeit damit zu, von einer großen Menge Menschen, die er dazu aufbot, die Heuschrecken ablesen zu lassen.

Das folgende Jahr, in welchem Cajus Popillius und Publius Älius Consuln waren, fand bei seinem Anfange noch die Streitigkeiten vom verwichenen Jahre vor. Die Väter verlangten, es solle wegen der Ligurier ein Vortrag gethan und der Senatsschluß erneuert werden. Auch that der Consul Älius den Vortrag. Popillius aber machte für seinen Bruder sowohl bei seinem Amtsgenossen, als bei dem Senate Gegenvorstellungen, und schreckte seinen Amtsgenossen durch die Erklärung ab, er werde gegen einen Beschluß, falls man diesen abfassen wolle, Einsage thun. Die Väter um so mehr, und zugleich auf beide Consuln zürnend, beharreten auf ihrem Vorsatze. Wie man also auf die Bestimmung der Standplätze kam und die Consuln, bei dem drohenden Kriege mit Perseus sich 241 Macedonien wünschten, so wurde ihnen beiden Ligurien zuerkannt. Die Väter erklärten, sie würden über Macedonien sich nur dann bestimmen, wenn die Sache des Marcus Popillius zum Vortrage gebracht würde. Auch schlugen sie den Consuln die Forderungen, neue Heere werben oder für die alten Ergänzungstruppen ausheben zu dürfen, beide ab. Auch den Prätoren wurde die Bitte um Ergänzungstruppen für Spanien, dem Marcus Junius für das diesseitige, dem Spurius Lucretius für das jenseitige, abgeschlagen. Cajus Licinius Crassus hatte durch das Los die Rechtspflege in der Stadt bekommen, Cneus Sicinius die über die Fremden, Cajus Memmius Sicilien, Spurius Cluvius Sardinien. Die Consuln, hierüber mit dem Senate zürnend, setzten die Latinische Feier auf den ersten besten Tag und erklärten, sie würden auf ihren Standposten abgehen, und sich um Statssachen nicht weiter bekümmern, außer was etwa zu den Verrichtungen auf ihrem Kriegsposten gehöre.

11. In ihrem Consulate kam, nach Angabe des Valerius von Antium, Attalus, des Königs Eumenes Bruder, als Gesandter nach Rom, Beschuldigungen gegen den Perseus an den Senat zu bringen und von dessen Rüstungen Anzeige zu machen. Die Jahrbücher Mehrerer und zwar Solcher, denen man lieber glauben möchte, sagen: Eumenes selbst sei gekommen. Nach einer so ehrenvollen Aufnahme, als die Römer sie nicht allein seinen Verdiensten, sondern auch ihren, ihm erwiesenen Wohlthaten schuldig zu sein glaubten – und sie hatten ihn ja mit sehr bedeutenden überhäuft – wurde er vor den Senat geführt. «Zu der Reise nach Rom,» sagte er, «habe ihn theils die Sehnsucht vermocht, die Götter und die Menschen zu sehen, durch deren Wohlthat er jetzt in einer Lage sei, welche zu verbessern selbst seine Wünsche sich nicht erkühnten; theils die Absicht, in eigner Person den Senat aufzufordern, den Unternehmungen des Perseus zu begegnen.» Dann ging er auf Philipps Entwürfe zurück, schob die Schuld von der Hinrichtung des Demetrius auf dessen Abneigung gegen den Krieg mit Rom, und erzählte, 242 wie Philipp die Bastarnen aus ihrer Heimat gelockt habe, um von ihnen unterstützt nach Italien herüber zu dringen. «Bei diesen Überlegungen von seinem Ende überrascht, habe er sein Reich in den Händen dessen gelassen, bei dem er die größte Erbitterung gegen die Römer gefunden habe. Für den Perseus also sei der vom Vater als Erbstück hinterlassene und zugleich mit der Regierung ihm übertragene Krieg, gleichsamiamiam primum]. – Ich übersetze Gronovs tamquam primum. sein Hauptgeschäft, das er zum Gegenstande aller seiner Anschläge und zu seiner Lieblingssorge mache. Außerdem habe er Überfluß an Mannschaft, da ihm der lange Friede Zuwachs genug geliefert habe; Überfluß an Hülfsquellen seines Reichs, und die Blütezeit seiner Jahre. Bei völliger Munterkeit eines festen und kraftvollen Körpers sei ihm auch Muth durch die lange Belehrung und Übung im Kriege zur Natur geworden. Schon von Kindheit an mit dem Vater in Einem Zelte, sei er sogar an Kriege gegen Römer, nicht bloß gegen die Nachbarn, gewöhnt und zu vielen und verschiedenartigen Unternehmungen vom Vater ausgesandt. Ja seit der eignen Übernahme des Reichs habe er Manches, was Philipp mit allen Versuchen durch Gewalt und durch List nicht habe bewirken können, mit bewundernswürdigem Glücke erreicht. Und seine Macht werde noch durch ein Ansehen erhöhet, das sonst nur durch die Länge der Zeit, durch viele und große Verdienste erzeugt werde.»

12. «Denn in allen Städten Griechenlands und Asiens verehre jedermann in ihm die Majestät. Er sehe nicht ein, für welche Verdienste, für welche Beweise der Freigebigkeit ihm so viel eingeräumt werde, und könne auch nicht für gewiß behaupten, ob ihm das durch ein besonderes Glück zufalle, oder, was er zu sagen sich scheue, ob eine Unzufriedenheit mit den Römern ihm diese Zuneigung erwerbe. Selbst bei den Königen gelte er erstaunlich viel. Er habe des Seleucus Tochter zur Gemahlinn genommen, nicht als der Werbende, sondern als 243 der von jener Seite Gesuchte. Auf Bitten und Flehen habe er an den Prusias eine Schwester gegeben. Beide Beilager seien unter Glückwünschungen und Geschenken unzähliger Gesandschaften gefeiert, und die jungen Pare gleichsam unter der segnenden Zustimmung der angesehensten Völker zusammengegeben. Die Böotische Nation, um die sich Philipp so viele Mühe gegeben, habe doch nie von ihm zur Abfassung eines freundschaftlichen Vertrages bewogen werden können: mit Perseus stehe schon an drei Orten ein Bündniß eingegraben; einmal zu Theben; dann zu Delus in dem heiligsten und besuchtesten Tempel; drittens zu Delphi. Noch mehr; auf der Achäischen Statenversammlung sei die Sache so weit gediehen, daß ihmUt aditus et in Achaiam]. – Im Deutschen ließ sich das ihm nicht gut weglassen, wenn es auch im Lateinischen nicht stand. Ich vermuthe aber, daß das et eigentlich ei heißen solle. Ut aditus ei (scil. Perseo) in Achaiam daretur. Drakenb. giebt in der Anm. zu 41, 14, 6., wo Gronov für et eben so ei zu lesen vorschlägt, die Menge Beispiele von Verwechselungen des EI mit ET, so wie des VI mit VT. der Zutritt in Achaja gestattet sei, hätten nicht noch Einige, durch ihre Drohung mit Rom, die Sache hintertrieben. Dagegen ständen, bei Gott! die ihm selbst geweiheten Ehrenmale – und es lasse sich doch kaum bestimmen, ob er (Eumenes,) sich bei den Achäern größere Verdienste um Einzelne, oder um die ganze Nation erworben habe – zum Theile verödet, weil man sie verfallen lasse und vernachlässige; zum Theile habe man sie feindselig wieder weggenommen. Und nun, die Ätoler? Wem es unbekannt sei, daß sich diese bei ihren aufrührischen Streitigkeiten nicht Hülfe von Rom, sondern von Perseus erbeten hätten? Allein so sehr er sich auf diese Bündnisse und Freundschaften stützen könne, habe er sich doch zu Hause so zum Kriege in Stand gesetzt, daß er der auswärtigen Hülfe gar nicht bedürfe: er habe dreißigtausend Mann zu Fuß, fünftausend zu Pferde: er schütte für zehn Jahre Korn auf, um mit Getreideholungen sowohl sein eignes, als des Feindes Land verschonen zu können. Schon habe er so viel Geld 244 beisammen, daß er auf eben so viele Jahre den Sold für zehntausend Mann Miethvölker, außer dem für die Macedonischen Truppen, liegen habe; die jährlichen Einkünfte nicht mitgerechnet, die er aus den königlichen Bergwerken ziehe. In die Zeughäuser habe er so viele Waffen zusammengeschafft, daß wohl drei solcher Heere daran genug hätten. Und Mannschaft – gesetzt, in Macedonien fange sie an zu fehlen – wie aus einem nie versiegenden Quelle zu schöpfen, liege ihm ja Thracien zur Seite.»

13. Der übrige Theil seiner Rede war mehr eine Aufforderung. «Dies Alles, fuhr er fort, erzähle ich euch, versammelte Väter, nicht als das Geschwätz unsicherer Gerüchte, vielleicht zu voreilig von mir geglaubt, weil ich den Beschuldigungen meines Feindes Wahrheit gönnete; sondern weil ich es völlig so in Erfahrung gebracht und ausgekundschaftet habe, als hättet ihr in mir euren Späher hingeschickt und ich berichtete nun, was meine Augen gesehen hätten. Auch würde ich nicht mit Hinterlassung meines Reichs, das euch seine Erweiterung und Auszeichnung verdankt, über ein weites Meer gegangen sein, um mich als Zuträger von Unwahrheiten bei euch um allen Glauben zu bringen. Nein; ich sah, daß die angesehensten Städte Asiens und Griechenlands, die immer mehr mit jedem Tage ihre Gesinnungen bloßgaben, nächstens bis zu einem Punkte vorschreiten würden, auf welchem ihnen eine Sinnesänderung nicht mehr möglich sein würde. Ich sah, wie Perseus, statt sich auf das Reich von Macedonien zu beschränken, dort Besitzungen durch die Waffen erwarb, dort, wo gewaltsame Unterjochung nicht Statt fand, Alles durch Liebe und Wohlwollen an sich schloß. Ich sah, wie ungleich das Verhältniß war, insofern er den Krieg gegen euchille vobis bellum]. – Das von Gronov vorgeschlagene, von Crevier in den Text genommene, von Drakenb. gebilligte pararet schien mir hier durchaus nöthig. bereitete, ihr ihm sicheren Frieden leistetet; wiewohl er – wie es mir schien – den Krieg nicht erst bereitete, 245 sondern beinahe schon führte. Euren Bundsgenossen und Freund AbrupolisAbrupolim]. – Abrupolis, König der Sapäer oder Sapenser in Thracien. Vermuthlich hat Livius von ihm, von dem Artetarus und den übrigen im 41sten Buche in den Capiteln schon geredet, die für uns verloren gegangen sind. Wenigstens sagt die Epitome von jenem Buche: Initia belli Macedonici continet. Crev. hat er aus seinem Reiche vertrieben. Den Illyrier, Artetarus, ebenfalls euren Bundesgenossen und Freund, hat er gemordet, weil er erfuhr, er habe euch dies und jenes geschrieben. Die Thebaner, Euerces und Callicritus, die Ersten des Stats, die auf dem Böotischen Landtage freier gegen ihn geredet und sich hatten verlauten lassen, sie würden euch diese Verhandlungen mittheilen, ließ er aus dem Wege räumen. Dem Vertrage zuwider leistete er den Byzantinern Hülfe, und bekriegte Dolopien. Thessalien und Doris durchzog er mit seinem Heere, um bei dem innerlichen Kriege durch Unterstützung der schlechteren Partei die bessere zu schwächen. In Thessalien und Perrhäbien setzte er dadurch, daß er die Armen neue Schuldbücher hoffen ließ, Alles in Verwirrung und Gährung, um durch den Schwarm der ihm verpflichteten Schuldner die höhere Classe zu unterdrücken. Da er dies gethan hat, indeß ihr ruhig bliebt und es geschehen ließet; da er sieht, daß ihr ihm Griechenland überlassen habt; so glaubt er auch gewiß, keinen Bewaffneten in seinem Wege zu finden, bis er nach Italien herübergekommen ist. Wie rathsam, wie ehrenvoll dies für euch sei, ist die Sache eurer eignen Überlegung: ich wenigstens hielt es mir für schimpflich, wenn Perseus zur Eröffnung des Krieges früher nach Italien käme, als ich, euer Bundsgenoß, mit der Warnung, auf eurer Hut zu sein. Da ich so meine schuldige Pflicht erfüllet, mein Gewissen befreiet und entledigt habe, was bleibt mir jetzt noch übrig, als alle Götter und Göttinnen anzuflehen, daß sie euch für euer eigenes und eures States Bestes, so wie für uns, eure Bundsgenossen und Freunde, die wir mit euch stehen und fallen, Sorge tragen lassen.»

246 14. Diese Rede machte Eindruck auf den Senat. Übrigens konnte für jetzt niemand etwas weiter erfahren, als daß der König in der Rathsversammlung gewesen sei: so sicher war damals das Rathhaus unter dem Schlosse der Verschwiegenheit. Was der König gesagt, und was man ihm geantwortet habe, wurde erst nach geendigtem Kriege bekannt. Einige Tage nachher wurden nun auch die Gesandten des Königs Perseus vorgelassen. Allein weil König Eumenes schon jedes Ohr und jedes Herz gewonnen hatte, so fanden die Gesandten mit ihren Rechtfertigungen und Entschuldigungen keinen Eingang: ja der Trotz des Harpalus, des Hauptes der Gesandschaft, erbitterte die Gemüther. Er sagte: «Es sei der Wunsch und das Bestreben seines Königs, daß man seiner Rechtfertigung, sich in Wort und That keine Feindseligkeit erlaubt zu haben, Glauben beimessen möge: wenn er aber sehe, daß man so hartnäckig einen Vorwand zum Kriege aufsuche, so werde er sich muthig vertheidigen. Auf Glück des Krieges hätten beide Theile Anspruch und sein Erfolg sei ungewiß.» Den sämtlichen Städten Griechenlands und Asiens war es nicht gleichgültig, was des Perseus Gesandte, was Eumenes im Senate gesagt haben möchten; und in Hinsicht auf die Herreise des Königs, die ihrer Meinung nach nicht ohne Folgen sein konnte, hatten die meisten unter der scheinbaren Angabe einer andern Absicht ihre Gesandten geschickt. Auch war eine Gesandschaft der Rhodier angekommen; und Satyrus, das Haupt derselben, glaubte sicher, Eumenes werde auch den Stat von Rhodus in die Beschuldigungen gegen den Perseus eingeflochten haben. Deswegen bewarb er sich auf alle Weise durch Gönner und Gastfreunde um die Erlaubniß, sich vor dem Senate mit dem Könige einlassen zu dürfen. Als er sie erhalten hatte, machte er als Freibürger mit zu wenig Schonung dem Könige den Vorwurf, daß er die Lycier gegen die Rhodier aufgewiegelt habe, und Asien unter härterem Drucke halte, als vorhin Antiochus; und hielt eine Rede so ganz im Volkstone und zur Behaglichkeit für Asiens Völkerschaften – denn auch bis zu ihnen 247 erstreckte sich schon die Theilnahme für den Perseus –, allein zum Misbehagen des Senats und zu seinem eignen und seines States Nachtheile. Dem Eumenes hingegen erwarb dies Zusammenhalten gegen ihn das Wohlwollen der Römer. Folglich erwiesen sie ihm alle mögliche Ehre und machten ihm die ansehnlichsten Geschenke, auch mit einem Thronsessel und elfenbeinernen Stabe.

15. Als die Gesandschaften entlassen waren, und Harpalus, der mit möglichster Schnelligkeit nach Macedonien zurückging, dem Könige meldete, er habe die Römer zwar noch nicht unter Kriegsrüstungen, aber doch in einer solchen Erbitterung verlassen, daß aus Allem hervorgehe, sie würden den Krieg nicht aufschieben; so wünschte jetzt der König, der sich dessen schon versehen hatte, ebenfalls den Krieg, weil er sich jetzt in seiner vollen Stärke zu fühlen glaubte. Vorzüglich war er auf den Eumenes erbittert. Um den Krieg mit des Eumenes Blute zu eröffnen, stellte er den Cretenser Evander, den Befehlshaber der Hülfstruppen, zur Ermordung des Königs an und noch drei andre Macedonier, die der Handreichung bei Thaten dieser Art schon gewohnt waren. Er gab ihnen einen Brief mit, an seine Gastfreundinn Praxo, die zu Delphi durch Ansehen und Einfluß den ersten Rang hatte. Denn es war zuverlässig, daß Eumenes, dem Apollo zu opfern, nach Delphi hinaufgehen werde. Die Meuchelmörder, die mit dem Evander ausgingen, fanden zur Ausführung ihres Vorhabens nur eine vortheilhafte Stellung nöthig, nach welcher sie allenthalben umhersuchten. Wenn man von Cirrha aus zum Tempel hinanging, so stand, ehe man in die mit Häusern besetzte Gegend kam, eine von ihrer Grundlage ziemlich hoch emporragende Wand, dem Fußsteige, auf dem man einzeln vorübergehen mußte, zur Linken: die rechte Seite des Pfades war durch einen Erdfall zu einer bedeutenden Tiefe eingestürzt. Hinter dieser Wand, zu welcher sie sich Stufen hinanlegten, versteckten sie sich, um von da, wie von einer Festungsmauer, auf den vorübergehenden König herabzuschießen. Vom Meere her zogen anfangs die Räthe und Trabanten als ein den 248 König umschließender Haufe: allmälig aber machte der enge Weg den Zug schmaler. Wie sie an die Stelle kamen, wo sie einzeln gehen mußten, ging Pantaleon, ein vornehmer Ätoler, mit dem der König in Unterredung war, auf den Pfad voran. Jetzt treten die Meuchelmörder auf und wälzen zwei ungeheure Steine herab, wovon der eine den Kopf des Königs traf, der andre die Schulterex semita proclivi in declive multis]. – Die Vorschläge, die von den Kritikern gethan sind, dieser Stelle zu helfen, zeugen von ihrer Entstellung. Am wenigsten ist diesmal Duker, von dem man fast immer sagen möchte: Acu tetigisti! der Glückliche gewesen, wenn er durch Wegwerfung des et (vor ceteri) die Worte so verbinden will: saxis congestis, ceteri diffugiunt. Dies ist ganz gegen des Livius Manier, und ich glaube, gegen die Manier jedes ächten Lateiners, daß in der Verbindung: saxis congestis diffugiunt – die Worte saxis congestis auf die Mörder, und diffugiunt auf die Begleiter des Königs gehen sollen. Jeder von uns würde ja in dieser Wortstellung, saxis congestis diffugiunt, denken müssen, die Freunde des Königs hätten ihn mit Steinen bedeckt. Ich vermuthe, daß das Wort declive durch seine Ähnlichkeit mit einem Weggefallenen die Veranlassung gab, daß einige Worte dazwischen ausfielen, und glaube, die Stelle etwa so ergänzen zu müssen: altero caput ictum est regi, altero humerus. Sopitus (scil. rex) ex semita proclivi in declive labitur: percussores occisum rentur, utique multis super prolapsum iam saxis congestis. Die erste Verunglimpfung litt diese Stelle meines Erachtens dadurch, daß ein Abschreiber das Neutrum ictum (bei caput) nicht auch auf humerus zog, sondern an dieses Masculinum das andere, sopitus, anschließen zu müssen glaubte. Wozu aber das Wort sopitus bei humerus, da es im folgenden Cap. von dem ganzen Könige heißt: tollentes sopitum vulnere? und war er denn hier etwa bloß humero sopitus, nicht auch capite? Die Weglassung der wenigen Zwischenworte wurde durch die Ähnlichkeit veranlasset, welche liue (in decliue) mit tique (in utique) hatte, vollends wenn der Querstrich des t erloschen war. Daß aber Livius hier von der Vermuthung der Mörder, der König sei getödtet, geredet haben müsse, beweiset das folgende et amicorum etiam et satellitum ceteri quidem, postquam cadentem viderunt, diffugiunt. Die Mörder hielten ihn für todt, und auch von seinen Freunden und Garden, als sie ihn fallen sahen, flohen die Übrigen, nämlich, weil sie ebenfalls ihn für todt hielten, außer Pantaleon. Vielleicht spräche auch das für die einstweilige Annahme meines Vorschlages, daß alsdann die praesentia historica: devolvunt – labitur – rentur – diffugiunt in ihrem Zusammenhange fortgehen.. Betäubt fällt er von dem bergabgehenden Fußsteige auf den Abhang hinunter; [die Mörder halten ihn für getödtet, vollends] durch die vielen Steine, womit sie den zu Boden Gesunkenen noch überhäuft hatten. Ja auch von den Räthen und Trabanten des Königs, als sie ihn fallen sahen, nahmen die übrigen die Flucht: nur Pantaleon hielt unerschrocken Stand, um den König zu schützen.

249 16. Die Straßenmörder, die mit einem kleinen Umwege um die Wand hätten hinabeilen können, den Verwundeten vollends hinzurichten, flüchteten zur Höhe des Parnassus, und so schnell, daß sie einen von ihren Kameraden, der sie im Fliehen aufhielt, weil er ihnen über die unwegsamen und schroffen Stellen nicht so gut folgen konnte, ermordeten, um nicht durch die Aussage des Ergriffenen die That auskommen zu lassen. Um die Person des Königs sammelten sich zuerst die Räthe, dann auch die Trabanten und Bedienten, und hoben ihn in seiner Betäubung und Empfindungslosigkeit auf. Doch merkten sie an seiner Wärme und an den Athemzügenspiritu remanente]. – Ich weiß nicht gleich: in welchem Classiker ich schon einmal remeans mit remanens vertauscht gefunden habe. Auch an unsrer Stelle möchte ich statt remanente lieber remeante lesen. der Brust, daß er noch lebe; daß er leben bleibe, dazu hatten sie wenig und fast gar keine Hoffnung. Einige von der Leibwache, welche die Spur der Mörder verfolgten, gelangten nach vergeblichen Beschwerden bis auf die Höhe des Parnassus und kamen unverrichteter Sachen wieder. So wenig unüberlegt, und dabei so kühnAggressi facinus Macedones]. – Ich übersetze nach der von Hrn.  Walch berichtigten Interpunction: Aggressi facinus Macedones ut inconsulte ita audacter, coeptum nec consulte et timide reliquerunt. Allein ich gehe mit meiner Vermuthung noch einen Schritt weiter. Nach dieser nämlich muß es heißen: Aggressi facinus Macedones ut non inconsulte ita audacter, coeptum nec consulte et timide reliquerunt. Non fiel hier wegen des nahen incon aus. Da uns Livius selbst gesagt hat: Loci opportunitatem quaerebant, omnia circumibant, post maceriam se abdebant, gradus adstruebant, und nachher, daß der Plan so völlig consulte angelegt gewesen sei, daß sie brevi circuitu conficere saucium potuissent; so liegen ja in dem Allen, wie in dem ganzen Plane, der dem Gelingen so nahe war, den Vorübergehenden von oben herab mit Steinen todt zu werfen, consilia genug und consultationes de facinore perpetrando; so kann ja Livius auch nicht sagen: inconsulte facinus aggressi sunt. Er muß nothwendig das Gegentheil sagen: ut non inconsulte. Und wie viel schöner sind nachher die Gegensätze? Dann passet zu dem voraufgegangenen non inconsulte nachher das inconsulte oder non consulte, wie zu dem audacter das timide. die Macedonier die That unternommen hatten, so unüberlegt und feige zugleich hatten sie sie nach der Unternehmung aufgegeben. Am folgenden Tage brachten den König, der schon wieder zu sich gekommen war, seine Freunde auf sein Schiff. Sie gingen von hier nach Corinth über, von 250 Corinth, wo sie die Schiffe über den Rücken der Landenge bringen ließen, nach Ägina. Hier wurde seine Heilung so geheim betrieben, indem sie niemand vorließen, daß das Gerücht von seinem Tode bis nach Asien erscholl. Auch Attalus glaubte es eiliger, als es für eine solche brüderliche Eintracht anständig war: denn in seinen Unterredungen mit seines Bruders Gemahlinn und dem Befehlshaber der Burg äußerte er sich so, als sei er schon der unbezweifelte Erbnehmer des Throns. Dies blieb nachher dem Eumenes nicht unentdeckt; und hatte er sich gleich vorgenommen, es zu verbergen, es ohne Rüge bei sich zu behalten und zu verschmerzen, so konnte er doch bei der ersten Zusammenkunft sich nicht enthalten, seinen Bruder aus der übertriebenen Eilfertigkeit, mit der er sich um die Gemahlinn beworben hatte, einen Vorwurf zu machen. Auch nach Rom verbreitete sich das Gerücht vom Tode des Eumenes.

17. Um dieselbe Zeit kam Cajus Valerius aus Griechenland zurück, der als Gesandter hingeschickt war, sich über die dortige Lage der Dinge zu unterrichten und die Anschläge des Königs Perseus zu erspähen; und er berichtete, es stimme Alles für die durch den Eumenes ihnen mitgetheilten Beschuldigungen. Er hatte auch die Praxo von Delphi mitgebracht, deren Haus der Schlupfwinkel der Mörder gewesen war, und den Brundusiner Lucius Rammius, welcher folgende Anzeige aussagte. Rammius nämlich war der erste Mann zu Brundusium und nahm alle Römischen Heerführer und Gesandten, auch die ausgezeichnetsten, die von auswärtigen Völkern kamen, insbesondre die königlichen, bei sich auf. Dadurch war er mit dem abwesenden Perseus in Bekanntschaft gekommen; und da er auf einen Brief, der ihm zu näherer Freundschaft und daraus erwachsendem großen Glücke Hoffnung machte, zum Könige hingereiset war, so wurde er bald als Vertrauter behandelt, und mehr, als ihm lieb war, zu geheimen Unterredungen gezogen. Unter Versprechung großer Belohnungen drang der König mit der Bitte in ihn: «Da alle Römischen Feldherren und Gesandten bei ihm 251 Quartier zu nehmen pflegten, so möge er denen, deren Namen er ihm schreiben werde, Gift geben lassen. Seines Wissens aber habe die Bereitung der Gifte viele Schwierigkeit und Gefahr. Man habe bei ihrer Bereitung mehrere Mitwisserhabere, pluribus]. – Ich folge der Walchischen Abtheilung: periculi habere. Pluribus consciis comparari; . Man sei zum Andern in Absicht des Erfolgs, daß sie theils zur Erreichung des Zwecks wirksam genug wären, theils auch, ohne die Sache zu verrathen, mit Sicherheit gegeben werden könnten, nicht gedeckt. Er wolle ihn mit einem versehen, das sich weder beim Geben, noch nachher durch irgend ein Merkmal verrathe.»Rammius, aus Besorgniß, wenn er Nein sagte, möchte man mit dem Gifte die erste Probe an ihm selbst machen, erklärte sich bereitwillig und reisete ab; mochte aber doch nicht eher nach Brundusium zurückgehen, als bis er den Gesandten Cajus Valerius gesprochen hatte, der sich, wie man ihm sagte, in der Gegend von Chalcis aufhielt. Diesem machte er die erste Anzeige, ging auf Befehl zugleich mit ihm nach Rom, wurde dem Senate vorgestellt und erzählte die ganze Verhandlung.

18. Dies gab in den Augen der Väter den Anzeigen des Eumenes den Ausschlag, den Perseus so viel eher für einen Feind zu erklären: sahen sie doch, daß er, weit entfernt, mit königlichem Edelmuthe, sich zu einem ordentlichen Kriege anzuschicken, sich vielmehr in allen heimlichen Freveln des Straßenmordes und der Giftmischerei umtrieb. Die Führung des Krieges wurde bis auf die neuen Consuln ausgesetzt; für jetzt aber beschlossen, den Prätor Cneus Sicinius, der die Rechtspflege über Bürger und Fremde hatte, Truppen werben zu lassen, welche nach Brundusium geführt werden und je eher je lieber nach Apollonia in Epirus übergehen sollten, um die Seestädte im Besitze zu haben, wo der Consul, welcher Macedonien zu seinem Standplatze bekäme, sicher mit der Flotte landen und die Truppen mit Bequemlichkeit ausschiffen könne. 252 Sobald Eumenes, der wegen seiner mißlichen und beschwerlichen Heilung einige Zeit auf Ägina bleiben mußte, mit Sicherheit die Reise machen konnte, ging er nach Pergamus und rüstete sich, außer seinem ehemaligen Hasse noch durch die neue Frevelthat des Perseus gespornt, mit aller Macht zum Kriege. Dort kamen Gesandte von Rom zu ihm, zur Errettung aus einer so großen Gefahr ihm Glück zu wünschen. Da der Macedonische Krieg auf ein Jahr verschoben und die übrigen Prätoren schon auf ihre Standplätze abgegangen waren, so ließen Marcus Junius und Spurius Lucretius, die zu ihren Posten beide Spanien bekommen hatten, mit wiederholten Bitten bei dem Senate nicht eher ab, bis sie es erreichten, daß ihnen für ihr Heer eine Ergänzung gegeben wurde, nämlich auf die Römischen Legionen dreitausend Mann zu Fuß, nebst hundert und funfzig Rittern; und für die Bundestruppen sollten sie sich von den Verbündeten fünftausend Mann zu Fuß und dreihundert Ritter stellen lassen. Mit den neuen Prätoren gingen diese Truppen nach beiden Spanien ab.

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