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Römische Geschichte

Livius: Römische Geschichte - Kapitel 10
Quellenangabe
typetractate
booktitleRömische Geschichte Bd. I
authorTitus Livius
translatorKonrad Heusinger
firstpub1821
year1821
publisherFriedrich Vieweg Verlag
addressBraunschweig
titleRömische Geschichte
created20060416
sendergerd.bouillon
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Zweites Buch.

Vom Jahre Roms 245 – 286.

103 Inhalt des zweiten Buchs.

Brutus verpflichtet das Volk durch einen Eid, keinen König über Rom zu dulden. Seinen Mitconsul, Tarquinius Collatinus, den die Verwandschaft mit den Tarquiniern verdächtig machte, nöthigt er, sein Consulat niederzulegen und die Stadt zu verlassen. Die Güter der königlichen Familie läßt er plündern. Dem Mars weihet er ihren Acker, welcher den Namen das Marsfeld bekommt. Er läßt einige Junge von Adel, und unter ihnen auch seine und seiner Schwester Söhne, weil sie sich zur Wiederaufnahme der königlichen Familie verschworen hatten, mit dem Beile enthaupten. Dem Sklaven, der die Anzeige that, und Vindicius hieß, schenkte er die Freiheit. Nach dem Namen desselben wurde die Vindicta benannt. Als Feldherr in der Schlacht gegen den König und dessen Söhne, welche mit vereinigten Heeren der Vejenter und Tarquinienser gegen Rom anrückten, fiel er zugleich mit Aruns, dem Sohne des Harten, im Zweikampfe; und die Damen betrauerten ihn ein ganzes Jahr. Der Consul Publius Valerius führt durch ein Gesetz die Ansprache an das Gesamtvolk ein. Das Capitolium wird eingeweihet. Als der König der Clusiner, Porsenna, der den Krieg für die Tarquinier übernahm, in das Janiculum vorgedrungen war, so wurde er an dem Übergange über die Tiber durch die Tapferkeit des Horatius Cocles gehindert. Dieser hält, während andere die Balkenbrücke abbrechen, ganz allein die Hetrusker auf, und als die Brücke abgerissen war, stürzt er sich mit seinen Waffen in den Strom und schwimmt zu den Seinen über. Das zweite Beispiel der Tapferkeit gab Mucius. Er geht, den Porsenna zu erstechen, ins feindliche Lager, tödtet den Schreiber, den er für den König hält; wird ergriffen, legt seine Hand auf einen Altar, auf welchem eben geopfert war, läßt sie verbrennen, und sagt, solcher Dreihundert hätten sich zum Tode des Königs verschworen. Voll Verwunderung über Beide schlägt Porsenna Friedensbedingungen vor, giebt den Krieg auf und läßt sich Geisel geben. Eine von diesen, Clölia, eine Jungfrau, hintergeht die Wache und schwimmt durch die Tiber zu den Ihrigen; wird wieder ausgeliefert, vom Porsenna ehrenvoll zurückgeschickt und mit einem Standbilde zu Pferde beschenkt. Appius Claudius rettet sich aus dem Sabinerlande nach Rom; darüber 104 bekommt die Stadt einen neuen Bezirk, den Claudischen. Die Zahl der Bezirke wird auf ein und zwanzig vermehrt. Tarquinius den Harten, der mit einem Heere Latiner heranzieht, besiegt der Dictator Aulus Postumius beim See Regillus. Wegen der in Sklavenhaft genommenen Verschuldeten zieht der Bürgerstand, um sich abzusondern, auf den heiligen Berg, wird aber durch die Klugheit des Menenius Agrippa von der Trennung zurückgerufen, Als dieser Agrippa stirbt, wird er seiner Armuth wegen auf öffentliche Kosten begraben. Es werden fünf Bürgertribunen gewählt. Die Stadt der Volsker, Corioli, wird durch die Tapferkeit und Thätigkeit des Cajus Marcius erobert, der davon den Namen Coriolanus bekommt. Tiberius Atinius, vom Bürgerstande, wird im Traume erinnert, eine den Gottesdienst betreffende Sache dem Senate anzuzeigen. Er achtet nicht darauf, verliert seinen Sohn, wird lahm, läßt sich in einer Sänfte vor den Senat tragen, bekommt nach gemachter Anzeige den Gebrauch seiner Füße wieder und geht zu Hause. Cajus Marcius Coriolanus, den man verbannet hatte, wird Volskischer Feldherr, rückt mit einem feindlichen Heere vor Rom; und werden gleich die zuerst an ihn abgefertigten Gesandten, nachher die Priester mit ihrer Bitte, seine Vaterstadt mit dem Kriege zu verschonen, zurückgewiesen, so vermögen ihn doch seine Mutter Veturia und seine Gattinn Volumnia zum Abzuge. Der erste Vorschlag zur Landvertheilung. Spurius Cassius, gewesener Consul, wird auf die Anklage, nach dem Königthume gestrebt zu haben, verurtheilt und hingerichtet. Die Vestalinn Oppia wegen Unkeuschheit lebendig begraben. Weil die Vejenter, diese benachbarten Feinde, mehr lästig als gefährlich waren, so erbittet sich die Familie der Fabier die Führung dieses Krieges und stellt den Feinden dreihundert und sechs Bewaffnete entgegen, welche sämtlich am Flusse Cremera von den Feinden erschlagen werden, so daß nur ein zu Hause gelassener Minderjähriger übrig blieb. Der Consul Appius Claudius verliert durch die Widerspenstigkeit seines Heers eine Schlacht, und läßt jeden zehnten Mann zu Tode prügeln. Außerdem enthält das Buch Kriege gegen die Volsker und Äquer und Vejenter; und Streitigkeiten zwischen den Vätern und Bürgerlichen.

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