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Gutenberg > Heinrich Heine >

Romanzero

Heinrich Heine: Romanzero - Kapitel 38
Quellenangabe
typepoem
titleRomanzero
authorHeinrich Heine
year1981
publisherInsel Verlag
addressFrankfurt am Main
isbn3-458-32238-8
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1851
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Altes Lied

                Du bist gestorben und weißt es nicht,
Erloschen ist dein Augenlicht,
Erblichen ist dein rotes Mündchen,
Und du bist tot, mein totes Kindchen.

In einer schaurigen Sommernacht
Hab ich dich selber zu Grabe gebracht;
Klaglieder die Nachtigallen sangen,
Die Sterne sind mit zur Leiche gegangen.

Der Zug, der zog den Wald vorbei,
Dort widerhallt die Litanei;
Die Tannen, in Trauermänteln vermummt,
Sie haben Totengebete gebrummt.

Am Weidensee vorüber gings,
Die Elfen tanzten inmitten des Rings;
Sie blieben plötzlich stehn und schienen
Uns anzuschaun mit Beileidsmienen.

Und als wir kamen zu deinem Grab,
Da stieg der Mond vom Himmel herab.
Er hielt eine Rede. Ein Schluchzen und Stöhnen,
Und in der Ferne die Glocken tönen.

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