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Richard Dehmel: Erl

Richard Dehmel: Richard Dehmel: Erl - Das Spiel der Welt
Quellenangabe
typepoem
authorR. Dehmel
titleDas Spiel der Welt
booktitleErlösungen
publisherS. Fischer
year1920
senderhille@abc.de
firstpub1891
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Das Spiel der Welt

Richard Dehmel

Philosophisches Scherzo

1.Dialog:

Die Seele sprach zur Welt:
Du machst dich viel zu wichtig.
Dein Spiel ist ohne mich
im Grunde null und nichtig.

Zur Seele sprach die Welt:
Das ist im Grunde richtig.
Das Spiel machst du, nicht ich;
drum ist es gründlich nichtig.

2. Moral:

Die Seele macht sich gern
mit ihrer Welt zu wichtig;
Weltseele muß man sein,
dann macht man Alles richtig.

3. Kritik:

Das ist ein schlechter Spaß;
du lhältst die Welt zum Narren
und rätst ihr obendrein
zu deinem eignen Sparren.

4. Antikritik:

Das ist kein schlechter Spaß,
ich hab gar gut erfahren:
wo Weisheit ratlos steht,
ist Narrheit flugs im Klaren.

5. Supermoral:

Die Seele mahnt sich stets:
sei endlich ganz und tüchtig!
so bleibt sie ewig halb
weltsüchtig, halb weltflüchtig.

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