Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Richard Dehmel >

Richard Dehmel: Erl

Richard Dehmel: Richard Dehmel: Erl - Nur ein Hund
Quellenangabe
typepoem
authorR. Dehmel
titleNur ein Hund
booktitleErlösungen
publisherS. Fischer
year1920
senderhille@abc.de
firstpub1891
Schließen

Navigation:

Nur ein Hund

Richard Dehmel

Ja, dir wird's schwer, mich zu verlassen;
dein Auge bricht, als ob du weinst
mein alter Hans in allen Gassen.
Ja, früher ahnt ich nicht, daß einst
als letzter Freund ein Hund mir bliebe;
da sucht ich noch bei Menschen Liebe.

Mein Hund, in deinen dunkeln Augen
liegt mancher Blick von mir versenkt,
für den nicht MenschenbIicke taugen,
wo,man ein Tier braucht, das nicht denkt;
die Ohnmacht auch in ihm zu sehen,
mit der wir selbst durchs Leben gehen.

Du hast mir nie ein Leid bereitet;
das kann kein Mensch, der liebste nicht!
Nun liegt dein Leib vom Tod gebreitet,
nun lischt dein treues Augenlicht.
Was will mir denn so menschlich scheinen?
Mein Hund, mein Freund; o könnt ich weinen!

 << Zuspruch  Menschenrecht >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.