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Titus Maccius Plautus: Pseudolus - Kapitel 1
Quellenangabe
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typecomedy
authorMaccus Titus Plautus
titlePseudolus
publisherArtur Brückmann
year
firstpub
translatorArtur Brückmann
correctorreuters@abc.de
senderPhilipp Brückmann
created20090701
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Maccus Titus Plautus

Pseudolus

oder

Schurke gegen Schuft

übersetzt von
Dr. Artur Brückmann

 

Zur Komödie

Den Handlungen des Pseudolus ist an sich einfach, ein wohl in Dutzenden von Komödien erprobtes und bewährtes Handlungsschema: Ein Jüngling liebt ein Mädchen, und sie liebt ihn, aber widrige Umstände, Mangel an Geld und übelwollende Menschen bedrohen ihre Liebe. Ein ihm treu ergebener Sklave kommt ihm zu Hilfe, überwindet mit List und Tücke, mit Betrug und aller Arglist, deren er sich selbst gebührend rühmt, die Schwierigkeiten, übertölpelt die Widersacher und feiert am Schluß in überschäumender Trunkenheit seinen Sieg.

Aber wie diese Figuren gezeichnet sind! Der Sklave, der wie ein Feldherr seine Strategien unmittelbar aus der sich bietenden Situation entwickelt, der böse Kuppler, der eigentlich nicht böse ist, sondern einfach schlecht und der seine abgrundtiefe Schlechtigkeit derart grandios ausspielt, daß er uns bereits wieder imposant erscheint, bis er schließlich, wie sich das für das Märchen und für die Komödie gehört, am Schluß geschlagen von der Bühne schleicht. Das Mädchen sehen wir auf der Bühne nur als stumme Figur, aber wir hören sie indirekt in ihrem um Hilfe flehenden Brief an ihren Liebsten, in welchem sie die ganze Sinnlichkeit ihres Verhältnisses in höchster Eindringlichkeit heraufbeschwört.

Die Namen sind zum Teil »sprechende« Komödiennamen: Pseudolus (von griechisch pseudein = belügen, täuschen), Harpax (an sich reißend, räuberisch), Simia (Affe) sowie das Wortungetüm Polymachaeroplagides (poly = viel; machaera = Schlachtmesser, Schwert; plaga = Streich, Hieb). Andere Namen wie etwa Simo sind gewöhnliche griechische Personennamen. Die griechischen Personennamen sind in der latinisierten Form, wie sie die Überlieferung gibt, geschrieben, mit Ausnahme des Namens der Hetäre Phoenicium, für welchen ich die uns gewohntere Form Phönizia vorziehe.

Die oft störende und wenig sinnvolle Einteilung in fünf Akte, die nicht zur Überlieferung gehört und erst von J.B. Pius in einem Kommentar aus dem Jahr 1500 hinzufügt wurde, ist weggelassen und durch eine durchgehende Szenennumerierung ersetzt.

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