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Prosaskizzen

Peter Altenberg: Prosaskizzen - Kapitel 102
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authorPeter Altenberg
titleProsaskizzen
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Landeindrücke

(in "Vita ipsa", Berlin 1918)

Ein Mensch, der es sich einredet, hohe Trinkgelder durch besonders liebenswürdiges Benehmen und »sich sogar einlassen« in Gespräche detaillierter Natur, ersetzen zu können, ist nur – – – ein frecher geiziger Narr!

Sei arrogant, aber zahle menschenfreundlichst!

 

Es gibt Menschen, die nicht das Recht haben, von Bergalmen zu schwärmen: »Gott, schön war es da droben!« ist eine Beleidigung aller, für die es dort oben schön war!

 

Architekt Pr. sagte zu mir: »Um Gottes willen, schreiben Sie uns nur keine Hymne auf diesen Ort! Die, die ihn erkannt haben, sind schon seit langen Jahren da Sommergäste, und die, die durch Sie erst aufmerksam gemacht werden, verschandeln ihn!«

 

Als mir jemand detailliert vorschwärmte von einer 1000 Meter gelegenen einsamen Alm, sagte ich: »Ich war auf einer viel schöneren, dem Gärtchen gleich hinterm Hotel!«

 

Wir sahen gestern Nachmittag am Waldabhange im Gebüsche einen Zaunkönig, der sich durch unser Sprechen nicht stören ließ. Meine Freundin sagte: »Ich glaube, es ist das einzige Lebewesen in dieser Welt, dem niemand etwas zuleide tun möchte!«

 


 

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