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Prinz Kuckuck

Otto Julius Bierbaum: Prinz Kuckuck - Kapitel 71
Quellenangabe
typefiction
booktitlePrinz Kuckuck
authorOtto Julius Bierbaum
year1980
publisherLangen Müller Verlag
addressMünchen - Wien
isbn3-7844-1806-6
titlePrinz Kuckuck
pages3-8
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1906
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Das lange Messer

Als sich das Semester seinem Ende zuneigte, erschien es dem Fechtchargierten der Pommern an der Zeit, die Renonce Hauart auf Mensur zu stellen. Man hatte Henry nun glücklich so weit, daß er sich auf dem Fechtboden die Hiebe ohne Zucken und Augenzwinkern über die Drahtmaske rasseln ließ und auch die recht fühlbaren Quarten und Terzen, die den Filzdeckel der Fechthaube trafen, mit schönem Gleichmute hinnahm, obwohl ihm der Schädel danach gewaltig brummte.

»Wie eine deutsche Eiche stehst du zwar noch nicht,« sagte Kuttler zu ihm; »ich möchte dich eher jener Espe vergleichen, von deren Laub man sagt, es zittere, aber es ist mehr ein inwendiges Zittern, nur dem liebevoll ängstlichen Blicke des Leibburschs bemerkbar, und ich hege die Zuversicht zu deinem Mannesmute, daß er gewaltig erstarken wird, wenn es sich nicht mehr ums Einpauken, sondern um deine und unsere Ehre handelt. Leicht wirst du es übrigens nicht haben. Da du von länglichem Wuchse bist und man bei der ersten Fuchsmensur möglichst darauf sieht, gleichgroße Paukanten gegenüberzustellen, so bist du dem langen Friesenfuchs Röhling zum Gegenstück erkoren worden. Versuche keine Künste, mein Sohn, erkühne dich nicht, Dessein fechten zu wollen; dazu fehlt es dir noch an Erfahrung und Reife. Sei eher Automat und Dreschmaschine. Von einer ersten Mensur verlangt man nicht mehr. Triffst du zufällig ihn, so ist es gut, trifft er aber dich, so ist es auch gut, und treffe ihr beide nur den himmlischen Äther, Korb und Bandage, so ist es auch keine Schande weiter, denn von der Jugend wird keine Kunst erwartet. – Röhling Frisiae steht freilich jetzt schon im Geruche eines zukünftigen S. C.-Fechters, und seine Korpsbrüder zweifeln nicht daran, daß er schon beim ersten Male gewaltig viel für ihr Paukbuch herausreißen wird. Was tuts? Um so größer wird für dich die Ehre sein, dich an ihm gemessen zu haben. Und schließlich: hat man es nicht schon erlebt, daß eine Jungfer ein Kind kriegt? Wer weiß: vielleicht haust du ihm die Backe voll. Unberührt darf er jedenfalls nicht von dannen ziehen. Auch du hast einen recht wohlgeborenen Durchzieher am Leibe. Wie ich denn überhaupt nicht leugnen will, daß dein Handgelenk wenig, deine Auslage gar nichts zu wünschen übrig läßt. Was dir noch fehlt, ist auf der einen Seite die Pomade, die mit dem Sprichwort sagt: wer fechten will, der muß der Streiche warten, und auf der anderen Seite die Pünktlichkeit im Nachschlagen, die die Höflichkeit des fechtenden Korpsstudenten ist. Na, ich denke, beides stellt sich ein, wenn die Fechtmaske fällt und das liebe lange Messer in nackter Schärfe winkt.«

Das hörte sich ja ganz lustig an, und Henry empfand es auch als eine Ehre, daß er just gegen den besten Fechter der S. C.-Fuchsenschaft antreten sollte, aber recht wohl war ihm dabei doch nicht zumute.

Er hatte den langen Röhling, der übrigens beträchtlich länger war, als er, auf dem Paukboden fechten sehen und mußte sich sagen, daß er neben diesem geborenen Schläger ein kläglicher Stöpsler war. Mit dem sollte er fechten? Geradesogut hätte er mit Professor Häckel auf Biologie antreten können. Es war absurd. Besonders unsympathisch an diesem fatalen Friesen waren ihm die sehr langen und sehnigen Arme. Wirklich: eine recht angenehme Aussicht, diesen überlebensgroßen Extremitäten ausgeliefert zu werden.

»Bin ich der Ritter Don Quixote, daß ich mit einer Windmühle fechten soll?« sagte er mit bangem Witze zu Kuttler; »welcher normale Mensch kam sich gegen Windflügel decken?«

Aber Kuttelsack entgegnete prompt und ruhig: »Es soll auch gar nicht deine Hauptsorge sein, dich zu decken, Gamasche, sondern brav zuzuschlagen. Mit Tiefquarten ist immerhin etwas auszurichten gegen einen Longinus. Kannst du ihm das Ohr nicht von oben weghauen, ei, so versuchs von unten. Wobei ich übrigens einer Nabelabfuhr nicht das Wort reden will.«

Henry fand, daß sein Leibbursch einen unangenehm frivolen Ton anschlug und reichlich gleichgültig war gegenüber dieser doch offenbar sehr riskierten Auswahl eines Gegenpaukanten für seinen Leibfuchs. Ihm schien, es wäre Kuttlers Pflicht gewesen, sein Interesse besser zu wahren, und er hegte den ärgerlichen Verdacht, daß man ihm absichtlich diesen überlegenen Gegner ausgesucht hatte.

Und so verhielt es sich auch in der Tat. So sehr sich Henry auch geduckt und klüglich gehütet hatte, den frechen Fuchs zu spielen, so deutlich fühlte man doch im C. C. der Pomerania, daß sich im Innern dieser mit Glücksgütern gesegneten Renonce eine ansehnliche Üppigkeit verborgen hielt. Daher man einen Dämpfer für sehr angebracht erachtete. Andererseits glaubte man aber auch eine kluge Mensurpolitik zu verfolgen, indem man ihn gegen eine stark überlegene Kraft herausstellte. Die Abfuhr würde schon nach ein Paar Gängen erfolgen, ehe sich das befürchtete Mensurfieber in fatalen Symptomen hätte äußern können, und die zweite Mensur würde dann, einen mehr gleichwertigen Gegenpaukanten angenommen, um so besser verlaufen, da die Gamasche, nun schon an das scharfe Messer gewöhnt, jene Kinderkrankheit wohl abgelegt haben und einem weniger gefährlichen Gegner gegenüber an Zuversicht gewinnen würde. Psychologie war die starke Seite eines wohllöblichen C. C. der Pomerania offenbar nicht.

Die Aussicht, mit diesem unangenehm guten und unsympathisch langarmigen Friesenschläger die langen Messer zu kreuzen, verdüsterte Henrys Gemüt gewitterwolkenartig. Selbst in der Nacht beschattete sie ihn. Er träumte scheußliche Sachen: Lappenschmisse, die ihn vollständig skalpierten, Knochensplitter, die nur so um ihn herum regneten, glatt abgeschnittene Ohren und, was das greulichste war, völlige Deformierung seiner Cäsarennase und der habsburgischen Lippen. Oft, wenn er diesen entsetzlichen Friesenfuchs sah, der, so schien es ihm, seit der gefallenen Bestimmung ein höchst unausstehliches, impertinentes Lächeln zur Schau trug, erwog er bei sich, ob es am Ende nicht doch noch eine Möglichkeit gebe, dieser blödsinnigen Mensur auszuweichen. Konnte er nicht krank werden, oder, einfacher noch, konnte er nicht auf Grund irgendeiner plausiblen Vortäuschung hin austreten? Er fand plötzlich, daß Böhle-Schniller wahrhaftig recht gehabt hatte mit seinem Rat, das orange-blaue Band niederzulegen. Was hatte er in einer Korporation von Metzgergesellen zu suchen? War es etwa sein Ideal, zeitlebens mit einem Gesicht herumzulaufen, das wie Hackfleisch aussah?

Und er bohrte tiefer. Warum war er eigentlich hier? Hatte ihn sein echter Instinkt nach Jena unter die bunten Mützen getrieben? War es nicht bloß aus Trotz gegen Karl geschehen? – Karl! Wie greulich, daß der wieder einmal recht behalten hatte! Aber es war so. Jedes Wort Karls gegen die Korps war erleuchtete Wahrheit. Hatte es nicht der einzige geistig mit Eigenart und feineren Bedürfnissen begabte Korpsstudent bestätigt, den er kennengelernt hatte: Böhle? Er suchte ihn, der ihn seit jenem Abend geflissentlich mied, auf, sich Rats bei ihm zu erholen.

Der Zweibändermann lag, obwohl es zwei Uhr nachmittags war, im Bett und sah wie eine atmende Leiche aus. Vor sich hatte er ein Bettpult, und auf diesem lagen Korrekturbogen.

»Ach, Gamasche?!« sagte er leise, »was bedrücket dich so sehr, daß du mich schlechtes Beispiel aufsuchst?«

– »Ich möchte mich wieder einmal mit einem Menschen menschlich unterhalten.«

– »Nein, nein, Gamasche, ich habe genug von meiner letzten Direktionslosigkeit. Ein Elender ist an sich schon etwas Greuliches, aber ein Elender, der von seinem Elend schwatzt, ist ein Hundsfott, wert, auf den Schindanger geworfen zu werden. Nur in Versen darf man das. Soll ich dir diese meine Verse vorlesen? Sie werden gedruckt! O Himmel, welche Seligkeit! Es lebe die moderne Bewegung! Denn sie druckt Fritz Böhle.«

– »Ach, wenn ich mich noch für Poesie interessieren dürfte. Für mich gibts bloß noch Terz, Hakenquart, Durchzieher, Durchzieher, Hakenquart, Terz. Es ist zum Brechen!«

– »Ich hab dirs ja gesagt, Gamasche. Laß ab von dem Pummern, es ist dir nicht gesund.«

– »Wenn ich dir doch gefolgt wäre!«

– »Ja, wenn! jetzt ists zu spät!«

– »Wieso denn?«

– »Du kannst doch nicht drei Tage vor deiner ersten Mensur ausrücken!«

Henry wollte glatt fragen: Warum denn nicht? Aber er biß sich auf die Lippen und schwieg.

Böhle blätterte in seinen Korrekturbogen, hob einen heraus und las:

Wer ist so mutig, heute feig zu sein?
Wer sagt, ich fürchte Schmerz! Wer wagt zu weinen?
Wer ist Horazen gleich an Tapferkeit
Und wirft den Schild weg, der ihm nicht gefällt,
Und duldet das Gelächter dieser Zeit
Der allgemeinen Heldenpflicht? Bei Gott:
Das wär vielleicht der Held, uns von der Pflicht,
Der alles würgenden, gewaltig zu befrein,
Daß wir Gespenstern opfern müssen, Tugenden,
Die heute Torheit, Frevel, Lüge sind,
Indessen unser Eigenstes nicht hat,
Wohin es seines Glaubens Opfer legt.

»Schön? Nicht? – Sogar sehr schön!«

– »Ich begreife nur nicht, warum du es dann mir verdenken willst, den Mut meiner Feigheit zu haben. – Es ist übrigens nicht Feigheit.«

– »Siehst du wohl? Und deshalb sollst und mußt du auf Mensur steigen. Mein Gedicht heißt nicht: Lob des Kneifens, sondern: Neuer Mut. Aber du hast ja, wie du eben sagst, den alten, und deshalb sollst du ihn bewähren. Wer aber gar keinen hat, den alten nicht mehr und den neuen noch nicht, der soll zwischen beiden zerrieben werden, wie die testicula Zambonis. Das ist nicht bloß die Meinung meiner zwei Bänder, sondern auch meine eigene.«

Henry sah wohl, daß er hier nicht auf seine Rechnung kam, und er fand, je mehr er sich die Sache überlegte, bald heraus, daß es eine einigermaßen anständig wirkende Art, Herrn Röhling Frisae zu umgehen, für ihn nicht gab. Und so schwang er sich, wenn auch mühsam und nicht ohne Beihilfe der verschiedensten Mittel aus seiner spirituosen Hausapotheke, auf die andere Seite hinüber und redete sich, wenigstens für Momente, ein, daß das lange Messer des langen Friesen alle Schrecken für ihn verloren habe. Stieg klebrig und kalt das widerwärtige Angstgefühl wieder in ihm empor, so goß er schleunig Branntewein darauf und fühlte hurtig wieder Feuer im Geblüte.

So schritt er in einer Alkoholwolke recht kühn und mannhaft, wie es schien, dem blutigen Dienstag entgegen, an dem er zum ersten Male einen Kampf bestehen sollte, bei dem ihm seine Millionen keine Sekundantendienste leisten konnten.

Zu diesem Dienst war vielmehr Kuttler berufen, der denn auch schon früh um fünf Uhr an seinem Bette erschien, ihn zum Schlachtfest abzuholen.

»Raus aus den Daunen,« rief er laut und zog dem schnarchenden Henry die Bettdecke vom seidenen Nachthemd.

»Es ist ja noch Nacht,« grunzte Henry und zog die Knie hoch.

»Nacht muß es sein, wo Friedlands Sterne strahlen!« entgegnete Kuttler und goß eine Flasche Wasser über ihn aus.

»Bist du verrückt?« brüllte Henry wütend, sprang aber hastig aus dem Bette.

Kuttler lachte, daß die Wände wackelten und sämtliche Gäste des Elefanten fluchend aufwachten. Dann rief und sang er nicht weniger geräuschvoll: »Mach, eil dich, spute dich, tummle dich! Allons enfants de la patrie, le jour de gloire est arrivé! Contre nous de la Fri-i-sie l'étendard sanglant est levé!« Dazu trommelte er mit beiden Fäusten auf Henrys umfangreichen Toilettentisch, daß alle die schön geschliffenen Flakons mit allen ihren roten, gelben und grünen Flüssigkeiten einen klirrenden Tanz begannen.

Daß Henry dadurch heiter gestimmt worden wäre, kann füglich nicht behauptet werden. Jedes Wort, jeder Ton tat ihm weh. Er schlotterte am ganzen Körper, und seine Hände zitterten. Doch das war nicht Furcht, sondern Katzenjammer, denn er hatte es vorher am Abend für nötig befunden, sich eine besonders ausgiebige Bettschwere einzuflößen.

»Einen Kognak,« stöhnte er.

»Gleich, Herr, gleich!« rief Kuttler, und verschwand ins Likörgemach. Dann mit der Kognakflasche wieder erscheinend und für sich und Henry eingießend, sagte er: »Morgenstunde hat Schnaps im Munde. Prost!« Und er sang wieder, während Henry, jetzt des Tatterichs schon etwas Herr geworden, sich wusch:

Selbst die Germanen,
Unsere A-ahnen,
Soffen vor jeglicher Männerschlacht,
Weil ja der Met den Mut,
Weil ja der Met den Mut
Unüberwindlich und fürchterlich macht.

»Das heißt, Gamasche,« fügte er hinzu: »Tacitus berichtet ausdrücklich, daß nicht der Met sie berauschte, sondern der Mut. Du würdest dich also von aller vaterländischen Überlieferung entfernen, würdest du dich jetzt regelrecht besaufen. Darum: her mit dem Fläschchen! Drei Gläser sind genug zur Beruhigung des Handgelenks. Und nun hurtig, hurtig, und hör auf, dich mit den Wohlgerüchen Arabiens zu besprengen. Du sollst Röhling nicht überstinken, sondern abstinken lassen. Zieh dir eine alte Hose an, die älteste Hose, die du hast, denn sie soll Blut saufen. Aber richtig, du Unglücksmensch hast ja alles, was Menschenbegehr, nur keine alte Hose. Also gut, nimm die! Und vergiß nicht: das Fuchsband in die linke Hosentasche! Der Mensch soll nie abergläubisch sein, außer bei Lebensgefahr.

Gestern noch verrucht geso-offen,
Heute auf den Tätz getro-offen,
Morgen i-n den tiefen Ko-orb!«

Henry verfluchte innerlich das Gerede und Gesinge. Wenn Kuttler dachte, diese Späße amüsierten ihn, dann irrte er sich schwer. Herrgott, wie problematisch war ihm zumute!

Sein Frühstück, Tee mit Rum, Sardellenbrötchen mit Kaviarunterlage und allerhand Mariniertes, schmeckte ihm wie Pappe. Kuttler mußte ihn fast zwingen, etwas zu essen.

»Vor den Sieg haben die Götter das Frühstück gesetzt,« sagte er und langte selber gewaltig zu.

»Ah, wie greuliche dachte sich Henry, als sie sich zum Gehen fertig machten. Er warf noch einen Blick auf den reitenden Kosaken, der ihn für den heutigen Tag ein entsprechenderes Symbol dünkte, als der seidene Schlafrock; dann verließ er schweren Herzens, aber im übrigen mit einem bedrohlichen Gefühle von Leere, hinter Kuttler das Zimmer.

*

Der große Saal, in dem die Mensuren stattfinden sollten, füllte sich langsam, während Henry, der die erste Partie hatte, anbandagiert wurde. Trotzdem kam er sich mutterseelenallein vor. Es wurde ihm auf einmal klar, daß er zu all diesen Leuten eigentlich gar keine inneren Beziehungen hatte, daß dieses ganze Wesen ihm fremd war.

Erst als Böhle zu ihm herantrat, hatte er das Gefühl, es sei jemand da, der zu ihm gehörte. Es fielen auch nur Böhles Worte in sein Bewußtsein; was die anderen um ihn herum sagten, was zumal Kuttler in ewigen Wiederholungen nicht müde wurde, ihm zu predigen, war nur leerer Klang, hohler Ton, dumpfes Gebrause.

»Na, wie fühlst du dich,« fragte Böhle, dem Henrys apathisches Aussehen gar nicht gefiel.

»Wie soll ich mich fühlen? Gar nicht!« antwortete Henry.

– »Sitzt die Halsbinde gut?«

– »Wahrscheinlich! Wenigstens kam ich nicht atmen.«

– »Die Paukbrille schneidet ein bißchen ein. Aber das macht nichts, Gamasche; es gewöhnt sich.«

– »Nein, es macht nichts. Es ist überhaupt alles egal. Auch dieser widerliche alte Blutgeruch, der mir aus der Halsbinde in die Nase steigt.«

– »Der vergeht schon.«

– »Er kann auch bleiben.«

– »Mensch! Sei doch nicht so entsetzlich gleichgültig. Soll ich dir etwas zu trinken geben?«

– »Ja, bitte, Kognak.«

– »Ist dir jetzt besser?«

– »Mir ist überhaupt nicht schlecht. Ich sehe nur den ganzen Zweck dieser Übung nicht ein.«

– »Leise!«

– »Ich möchte brüllen vor Wut!«

– »Gut so, erwüte dich! Nur nicht diese verfluchte Apathie! – Ich will dir was sagen, Gamasche. Ich meins jetzt wirklich gut mit dir. Nimm dich zusammen, aufs äußerste! Steh wie ein Stück Holz und laß keinen Hieb aus! Liefere eine tadellose Mensur. Und morgen erklärst du deinen Austritt. Du darfst es dann ruhig tun. Ich kaufe mir jeden, der was dagegen sagt. Aber laß dir nur um Gotteswillen jetzt nichts zuschulden kommen.«

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