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Portugiesische Sonette

Elizabeth Barrett-Browning: Portugiesische Sonette - Kapitel 30
Quellenangabe
typepoem
authorElizabeth Barrett-Browning
titlePortugiesische Sonette
publisherGeorg D. W. Callwey
printrunZweite Auflage
year1912
translatorHans Böhm
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20150627
projectid535789c6
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28.

Hier meine Briefe! Tote, stumme Blätter!
Und dennoch ist's, als lebten sie und bebten
In meiner Hand, wie sie den Faden löst
Und zitternd in den Schoß sie gleiten läßt.

Der sagt', er sah mich gern mal wie ein Freund;
Und der bestimmte einen Frühlingstag,
Da wollt' er kommen, mir die Hand zu drücken:
Es war so wenig, doch ich weinte drum.
Hier dieser sagte ›leicht wiegt das Papier‹:
»Ich liebe dich!« – und ich sank hin und zagte,
Als donnre Gottes Zukunft an mein Sein.
Der sagte: »Ich bin Dein« – und seine Züge
Sind so verblaßt an meinem Herzen hier.
Und der – o, deine Worte haben wenig
Gewirkt, du liebster Mann, wollt' ich am Ende
Gar wiederholen, was der Brief gesagt.

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