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Portugiesische Sonette

Elizabeth Barrett-Browning: Portugiesische Sonette - Kapitel 13
Quellenangabe
typepoem
authorElizabeth Barrett-Browning
titlePortugiesische Sonette
publisherGeorg D. W. Callwey
printrunZweite Auflage
year1912
translatorHans Böhm
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20150627
projectid535789c6
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11.

Und so, wenn Lieben eine Würde leiht,
Bin ich nicht ganz unwert. So blasse Wangen
Wie diese, die du siehst, zitternde Kniee,
Zu schwach für eines schweren Herzens Last,
Dies müde Sängerleben, einst gegürtet,
Auf Höhn zu steigen, da kein Vogel schweift,
Und kann nun kaum mit schwermutvoller Weise
Der Nachtigall des Tales noch erwidern, –
Doch warum deut' ich noch auf diese Dinge?
Es ist so klar, Geliebter: ich bin nicht
Von deinem Werte, noch für deinen Platz.
Und doch, weil ich dich liebe, so empfang ich
Von dieser Liebe die befrei'nde Gnade,
Weiter zu lieben – und doch ohne Wunsch,
Zu segnen dich, – doch vor dir zu entsagen.

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