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Portugiesische Sonette

Elizabeth Barrett-Browning: Portugiesische Sonette - Kapitel 11
Quellenangabe
typepoem
authorElizabeth Barrett-Browning
titlePortugiesische Sonette
publisherGeorg D. W. Callwey
printrunZweite Auflage
year1912
translatorHans Böhm
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20150627
projectid535789c6
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9.

Ist's recht, zu geben, was ich geben kann?
Zu dulden, daß du unter dieser Tränen
So bittrem Fließen stehest, daß du hörst,
Wie meine seufzenden Jahre immer wieder
Auf den entsagenden Lippen mir erseufzen,
Den Lippen, wo trotz all deiner Beschwörung
Ein seltnes Lächeln nicht mehr leben will?

O meine Angst, das sei nicht recht getan!
Wir sind nicht gleichen Rangs für eine Liebe.
Ich sag, und sag's mit Gram: wer solche Gaben
Wie meine gibt, der ist nicht edelmütig.

O nein, ich will mit meinem Staube nicht
Den Purpur dir beflecken, will mein Gift
Nicht hauchen an dein venezianisch Glas,
Nicht Liebe geben, die ein Unrecht wäre.
Liebster, ich lieb dich nur! Laß es geschehn.

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